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Vollständige Version anzeigen : GdB


Tom
10.01.2004, 20:54
Hallo Leute!
Ich habe ein komplexeres Problem...
Ich habe vor einiger Zeit einen Antrag auf Feststellung des Grades der Behinderung gestellt. Ich bin 30 und habe seit gut 9 Jahren MB. Der erste Antrag wurde natürlich niedergeschmettert.
Dann habe ich den Rechtsanwalt Theunert kontaktiert. Der hat ein Widerspruchsverfahren eingeleitet, weil er und ich der Meinung sind, dass mir ein GdB zusteht. Der Widerspruch wurde auch zurückgewiesen. Jetzt ging eine Klage ans Sozialgericht.
Ich warte nun auf die Untersuchung des beauftragten Sachverständigten.Jetzt warte ich schon länger....ist ja wohl normal.
Kennt sich jemand damit aus?:confused:
Es wäre echt cool, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könnt.
Also, wenn Erfahrungen oder Ähnliches vorhanden sind, gebt mir bitte bescheid.

Gruß an Alle

Tom

Ulmka
10.01.2004, 22:44
Hallo Tom,

sieh dir mal die Beiträge an, die hippo zum Thema Kampf mit Behörden verfaßt hat. Auch auf seiner Website findest du Info dazu (im Profil ist die Adresse). Er hat da schon ganz viel - leider auch viel schlechte - Erfahrung gesammelt.

Er ist leider im Moment in Kur, sonst würde er dir sicher auch antworten.

Liebe Grüße

Lydia

Tom
11.01.2004, 09:50
Danke Lydia,
ich glaube Hippo kennt sich wirklich aus mit der Materie...
Ich bin zwar lange noch nicht so weit wie er, aber die Tipps könnte ich schon gebrauchen.

Bis bald Tom

Nobbi
11.01.2004, 14:26
hallo tom!
ich habe mit 32 jahren den antrag gestellt und habe(nach sechsmonatiger wartezeit)40% bekommen.die beurteilung ging nur über einen mitgeschickten röntgenbericht,bei meinem arzt haben die sich nie gemeldet.
bei der kur habe ich mal den arzt gefragt wie er das beurteilt.er sagte er kennt leute mit meinem krankheitsgrad die gdb`s von 30% bis 60% haben.hängt wohl sehr davon ab wer den antrag bearbeitet und wie seine laune ist.
ich werde jetzt einen verschlechterungsantrag stellen(mit der hoffnung auf den abschlussbericht von der kur),mal sehen was dabei herauskommt.
ich wünsche dir viel erfolg!
tschüß,
nobbi

Gast_02
11.01.2004, 17:21
Hallo Nobbi,

es ist nicht nur von Versorgungsmazt zu versorgungsamt verschieden,
sondern tatsächlich auch abhängig von dem Bearbeiter.
Wie weit hat dieser Mensch am Schreibtisch denn Erfahrung von der
Krankheit, bzw. Behinderung?
Es sind eben Beamte und damit normale Menschen die dort sitzen.
Sie haben ein paar dicke Bücher und Gesetze wo einige Empfehlungen
drin stehen, aber mehr wohl auch nicht.
Es sind wie gesagt nur Menschen, und damit auch von Gefühlen abhängig.

Das sollte uns auch immer vor Augen sein.

einen schönen Gruss

der Graf

Uwe

:rolleyes: :rolleyes:

Tom
11.01.2004, 19:15
Da habt ihr Beide recht. Mir reichen eigentlich auch 30%. Aber die erstmal zu bekommen.....
Naja, ich warte jetzt ab. Mehr kann ich doch nicht machen. Ich klage übrigens gegen das Land Rheinland-Pfalz, aber ich bin jetzt umgezogen nach NRW. Ich lasse mich mal überraschen.
Danke Euch erstmal.Bis bald.

Gruß Tom

Engelbert
11.01.2004, 20:46
Hallo Tom

Genauso verschieden wie der Bechterew für den Einzelnen so unterschiedlich ist auch der zuerkannte Grad der Behinderung.

Ich selber habe den Antrag erst gestellt als ISG, LWS und BWS fast völlig versteift waren und habe zusammen mit Einäugigem Sehen 40% bekommen. Von einer Klage habe ich abstand genommen da ich mit einem Verschlimmerungsantrag zwei Jahre später genauso schnell was erreichen kann wie mit Klagen.

Ich weiß nicht wie stark Du vom Bechterew gezeichnet bist, daher enthalte ich mich mal des Kommentars ob die Ablehnung gerechtfertigt war oder nicht, aber ich denke das der Justitiar des DVMB da Erfahrung haben sollte.

Das Deine Klage gegen das Land Rheinland-Pfalz geht scheint in meinen Augen in Ordnung zu sein da es zum Zeitpunkt der Antragstellung wohl Dein Wohnort war.

Ich wünsche Dir das Du erreichst was Du erreichen willst und hoffe das Du das Erreichte dann nie brauchen wirst.

Engelbert

Tom
12.01.2004, 20:46
Hallo Engelbert!
Danke erstmal für deine Wünsche!:D
Ich kann Dir ja mal kurz ein paar Dinge erklären...
Ich bin noch nicht so stark durch MB beeinträchtig. Ich weis nur das meine ISG schon sichtlich angeriffen sind, was nach 9 Jahren regelmäßigen Schüben wohl auch verständlich ist.
Beweglich bin ich nach wie vor. Ich will aber eigentlich auf die Schübe hinaus. Wenn ich nämlich einen habe, kann ich mich sehr schlecht bewegen, vor allem gehen schmerzt. Aber momentan gehts auch wieder.
Ich will auch nicht auf Biegen und Brechen ein GdB. Ich möchte nur eine Sicherheit in beruflicher Hinsicht. Ich bin Soldat auf Zeit und stehe kurz vor dem Dienstzeitende. Mein Ziel ist es, im öffentlichen Dienst unter zu kommen. Doch das könnte leicht scheitern wegen der Untersuchung beim Arzt. Aber ich werde sehen wie es läuft.
Es ist auch einiges schief gelaufen bei der Feststellung des GdB.
Deswegen wäre ich froh, wenn ich mal bei einem Gutachter oder einem vom Amt verpflichteten Arzt vorsprechen könnte.
Soviel erstmal dazu....
Ich denke das ich meine Erfahrungen machen werde.
Kannst gerne noch von deinen erzählen.

Gruß und bis bald

Tom

Nobbi
12.01.2004, 21:13
hallo nochmal!
meines wissens werden bei der festlegung des gdb schmerzen nicht berücksichtigt(was man davon halten soll ist eine andere frage). ausschlaggebend sind wohl funktions- und bewegungseinschränckungen
gruß
nobbi

Sachsenblatt
13.01.2004, 12:34
Hallo :)
Meine Erfahrungen mit dem GdB sind ein Mix aus allem was hier schon gepostet wurde. Als ich meinen Antrag stellte wurde nach Aktenlage entschieden, sprich, die Röntenaufnahmen und die damit verbundene Epikrise der Radiologin waren da wohl ausschlaggebend. Soweit ich weiß wird dabei der MB in 4 Stadien unterteilt, von Stadium 1, was wohl die Anfangsform ist bis eben hin zu Stadium 4. Ich wurde in das Stadium 4 "eingestuft", das heißt das alle ISG und Wirbelsäulenbereiche oder so :confused: :confused: betroffen sind, egal wie schwer. Schmerzen werden nicht berücksichtigt, die Sachbearbeiter halten sich in ihrer Entscheidung an die Fakten die insbesondere der Radiologe feststellt, war bei mir jedenfalls so gewesen. Habe auf Grund dessen 50 % GdB erhalten. Später, nach 4 Jahren stellte ich einen Verschlimmerungsantrag, da spielte die psychische Komponente mit hinein, und ich erhielt 60 % GdB. Natürlich bin ich jetzt nicht stolz darauf behindert zu sein, es hat mir auch nicht geholfen meinen Job zu behalten, das Integrationsamt hat der Kündigung zugestimmt, hatte sehr viele krankheitsbedingte Fehltage und den Belastungen in meinem Beruf war ich nicht mehr gewachsen. Ein Schwerbehindertenausweis ist kein Persilschein für den Arbeitsplatz.

Alles Gute ;)

Thomas das Sachsenblatt

Tom
13.01.2004, 18:20
Danke für eure Infos!
Aber mir ist auch klar, dass ein GdB kein Freifahrtschein für eine neue Stelle ist. Es soll nur eine Sicherheit sein.
Zum Anderen, es ist wirklich schwer mit MB einen Grad zu bekommen. Aber ich komme nochmal zurück auf die Schmerzen;
es sind ja nicht einfach Schmerzen. Das Problem daran ist ja, dass die Gelenke bei den Entzündungen drauf gehen. Ich glaube es wird auch nicht als Behinderung anerkannt, wenn man nicht in der Bewegung eingeschränkt ist. Und das ist ja wohl bei einem Schub der fall. Oder wer bitte kann sich einwandfrei bewegen wenn die Entzündung ihre Wirkung zeigt?
Aber Du hast auch über diese Einteilung von 1-4 geschrieben...wie ist das gemeint? Befallen sind meine ISG und die Wirbelsäule sehr wahrscheinlich auch, aber ich habe im "gesunden Zustand" keine Beschwerden. Anscheinend haben die Entzündungen noch nicht genug an den Knochen genagt(zum Glück)....
Ich glaube, es ist nur eine Art der Darstellung der Krankheit bzw. Auffassung durch den untersuchenden Arzt. Klar hat der eine es schlimm, der andere weniger. Aber das ist wohl immer ein gutes Stück Auslegungssache.
Naja, in diesem Sinne....ich warte immer noch auf die Einladung vom Arzt.

Gruß Tom

Sachsenblatt
13.01.2004, 21:04
Hallo nochmal :)
Mal sehen ob ich das hinbekomme :D , bin nicht so der Computerfachmann :
Schau mal hier..........................



www.bechterew.com/prognose.htm (http://)

Thomas das Sachsenblatt

Jürgen
14.01.2004, 09:12
Hallo Tom,

bei der Einteilung solltest Du darauf achten, nach wem die Stadieneinteilung vorgenommen wird. Es gibt auch eine Stadieneinteilung, die sich nur aufs ISG bezieht.

Beim GdB muß eine dauerhafte Funktionseinschränkung vorliegen. Unter dauerhaft sind 6 Monate zu verstehen. Ob dass sinnvoll ist ...

Wünsche Dir viel Erfolg beim Kampf mit dem Versorgungsamt und schöne Grüße

Jürgen

Tom
14.01.2004, 19:15
Ich werde mal versuchen auf der page bechterew.com zu schauen.Ich war schon mal auf dieser Seite, aber ich weis nicht obs funktioniert. Über deinen Link schon mal nicht, aber trotzdem Danke!
Ich muss erstmal den Tipps nachgehen...ich glaube bei den links im forum ist auch was dabei....

Gruß Tom

Tom
30.01.2004, 18:52
Hallöchen nochmal!

Ich wollte nur nochmal nachfragen, ob ihr mir einen Rat mit auf den Weg geben könnt, der mir den Besuch beim Gutachter vereinfacht....?
Ich habe jetzt tatsächlich eine Einladung von ihm bekommen.
Das Sozialgericht hat ihn beauftragt. Ich soll jetzt all meine Röntgenbilder mitbringen und dann gehts los.:eek:
Gibt es da Sachen die man besser nicht sagt? Ich kenne mich noch nicht so aus mit der Verhaltensweise bei einem ärztlichen Gutachter. Ich weis bis jetzt nur, dass ich sage wie es wirklich ist bzw. wie ich mich mit dieser tollen Krankheit fühle.
Das sollte eigentlich reichen, denke ich. Naja, falls Ihr ein paar Anregungen habt, lasst mir diese zukommen.

Danke schon mal

Liebe Grüße

der Tom

Andrea
30.01.2004, 19:05
Hallo Tom,

gehe mal unter www.rentenburo.de
Gleich das erste Merkblatt. Steht auch unter unserer Linksammlung.. Da steht eine Menge Interessantes über Gutachter ect...drin. Mir sind so manche Augen auf gegangen.

Drück Dir die Daumen.
Andrea

Jürgen
02.02.2004, 08:15
Hallo Tom,

grundsätzlich wird beim GdB zugrunde gelegt, was Du nicht mehr kannst, d.h. es wird geprüft, bei welchen Tätigkeiten bzw. Bewegungen Du dauerhaft eingeschränkt bist. Wie Du Dich dabei fühlst, wenn Du nächtelang nicht schlafen kannst interessiert die netten Menschen beim Versorgungsamt nicht. Falls Du schon teilweise eingesteift bist kann ich Dir nur den Tipp geben, dass Du möglichst viele Dinge aus dem Alltag erzählst, die Dir nicht mehr möglich sind, z. B. Wasserkisten/Einkäufe tragen, Dinge aus hohen Regalen holen,... Ansonsten nur nicht kleinreden lassen von den "göttlichen" Gutachtern. Leider habe ich bisher immer nur schlechte Erfahrungen gemacht.

Wünsche Dir viel Erfolg
Jürgen

uedeke
02.02.2004, 12:42
Hallo zusammen,

bei meinem Besuch beim Gutachter habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Frage nach der Art der Anreise gestellt wurde. Ein "kilometerlanger" Anmarsch zu Fuss ist sicherlich anders einzustufen als wenn man sich hat mit dem Auto hat bringen lassen, weil die Haltestelle zu weit weg ist oder man aufgrund hoher stufen man nicht in den Bus oder Strassenbahn einsteigen kann oder am Bahnhof nicht auf den Bahnsteig kann bzw dies schwierig ist wegen der vielen Stufen.

Sicherlich ist es richtig alles das haarklein aufzuzählen, was man nicht kann. Auch Schmerzen sind erwähnenswert, auch wenn diese nur bei Bewegungen auftreten !

Alles Gute und viel Erfolg

Uedeke:)

Tom
02.02.2004, 18:11
Ich bedanke mich vorerst bei Euch!:danke:
Ich habe am Donnerstag den Termin, und sobald ich kann werde ich Euch von meinen Erfahrungen berichten...

So long, bis dann.

Gruß Tom

schneggel75
18.02.2004, 22:20
Hallo,

kann mir eigentlich nur den anderen anschließen. Meinen ersten Antrag habe ich 1998 beim Versorgungsamt Dortmund gestellt und gleich beim ersten Mal 40 % bekommen. Ein Jahr später habe ich einen Verschlimmerungsantrag gestellt und 50 % + G für fünf Jahre bekommen. Mittlerweile wohne ich in Berlin und habe letztes Jahr wieder einen Verschlimmerungsantrag gestellt. Im November bekam ich dann auch endlich mal Post. Der Grad der Behinderung würde steigen doch das G wollen sie mir nehmen. Habe beim Versorgungsamt die Arztberichte in Kopie angefordert um zu sehen warum. Meine damalige Hausärztin hat beim Vordruck des Versorgungsamtes den Punkt "Gangbild" vergessen auszufüllen und auf Grund dessen wollten sie mir dann das G streichen. Durch einen Umzug hab ich einen neuen supertollen Hausarzt gefunden, dem ich das Schreiben vom Versorgungsamt gab und der mir ein Attest ausgestellt hat und darin bescheinigt und bestätigt, daß ich kaum mehr als 300 m am Stück laufen kann. Warte leider immer noch auf den endgültigen Bescheid vom Versorgungsamt. Selbst die Sachbearbeiterin konnte übrigens nicht verstehen warum mir das G gestrichen werden soll. Naja ich laß mich mal überraschen.

Grüßle Claudia

hippo
19.02.2004, 07:03
Hallo Tom.
Leider habe ich deinen Beitrag erst zu spät gelesen, da ich in Reha war.
Ich hoffe nur, dass du zu einer Untersuchung bei einem Rheumatologen warst. Meist wird der Gerichtsgutachter auch so angelegt. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch ein Gerichtsgutachter nicht unbedingt objektiv urteilt.
Nun ist deine Angelegenheit ohnehin schon zu weit fortgeschritten, um jetzt noch nützliche Tipps zum laufenden Verfahren geben zu können.
Solltest du mit deinem jetzigen Antrag nicht mindestens einen GdB von 50 bekommen, warte einfach ein paar Monate und stelle dann einen neuen Antrag. Besorge dir die Arbeitshefte, auf die ich bereits in meinem Beitrag "wichtige Lektüre zum GdB" hingewiesen habe. Oder lade dir die Hefte runter, da der Rainer (klute) eine Verlinkung als pdf-Format eingefügt hat. In diesen Heften findest du ziemlich detailliert Hinweise und Tipps zur Antragstellung.
Noch etwas::schlau: Habe mittlerweile über private Kontakte etwas Einblick in die Struktur der Versorgungsämter. Meinen nächsten Verschlimmerungsantrag zur Erreichung eines G im Ausweis werde ich diesmal nur mit meinem Arzt ausfüllen, und vor allen Dingen dann mit Termin bei meinem zuständigen Bearbeiter beim Versorgungsamt p e r s ö n l i c h dort abgeben. Dies wird ein Versuch sein, denn ich habe gehört, :D dass da tatsächlich Menschen sitzen sollen :eek: Schaun wir mal, woll???

Gruss
Michael

Tom
20.02.2004, 16:29
Hallo Michael!
Danke für deinen Beitrag.
Ich habe die Untersuchung schon hinter mir und bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Blöd war, dass ich zum Zeitpunkt des Gutachtens schmerzfrei war. Typischer Vorführeffekt :mad:
Aber ich habe ihm meine Leiden geschildert. Er war sehr freundlich und hat mich von oben bis unten untersucht.
Ich hatte auch eine dicke Akte dabei, damit er sich die ärztlichen Untersuchungen anschauen kann.
Ein GdB von 50 wäre mir persönlich zu viel. Ich rechne mit 20-30, falls überhaupt. Ich kann mich ja noch sehr gut bewegen(jedenfalls wenn ich keinen Schub habe).
Aber ich werde jetzt abwarten und das Ergebnis hier rein schreiben.

Gruß und bis zum nächsten mal

Tom

Gast_01
21.02.2004, 11:02
Ich habe 80% und ein aG. Aber ich kann auch nicht mehr wirklich viel. Angefangen bin ich vor 3 Jahren mit 30%. Die Verschlimmerungsanträge wurden immer von der Klinik bestellt. Ich muste nie zu einem Gutachten oder sowas

Tom
08.03.2004, 11:55
Hallo Zusammen!
Ich habe das Gutachten erhalten. Wie ich es mir gedacht habe, wurde ein GdB von 20 festgestellt. Damit kann ich leider nichts anfangen.
Bei mir kann man nur etwas erkennen an den ISG, das heißt dort habe ich auch eine Bewegungseinschränkung. Zum Zeitpunkt des Gutachtens war ich ja leider beschwerdefrei...
Auf der einen Seite bin ich ja noch froh, weil ich noch relativ gesund bin. Auf der anderen Seite habe ich Angst weil ich mich im öffentlichen Dienst bewerbe. Und da werde ich wahrscheinlich beim Amtsarzt scheitern:runter:
Ich weis noch nicht wie ich es anstellen soll. Vielleicht mit einem Attest vom Arzt, dass ich selten krank geschrieben bin oder so.
Wer von Euch hat Erfahrungen damit?
Ich weis ja, dass ich im Vorstellungsgespräch keine Angaben dazu machen muss. Aber bevor es zur Einstellung zum Beamtenanwärter kommt wird ja noch ein Gesundheitscheck gemacht. Diese Situation finde ich echt beschissen. Aber ich werde es versuchen....und ich werde den Kopf nicht hängen lassen.

Gruß Tom

Sabine
08.03.2004, 15:52
Hallo Tom,

laß den Kopf nicht hängen!!

Bewerbe dich und mach dir keine großen Gedanken ;)

Ich selbst hatte auch schon MB bei der Untersuchung zur Beamtin auf Lebenszeit, er war noch nicht diagnostiziert. Die Untersuchung war total locker....ohne Probleme.
Ich hatte auch schon vorher eine Kur hinter mir und sie haben mich trotzdem übernommen. Gut jetzt bin ich schon seit 6 Jahren in Rente mit 41.....wa damals nicht abzusehen.

Also tu es einfach ;) und 20 % brauchst du meines Wissens nicht angeben.


Liebe Grüße
Sabine

Tom
08.03.2004, 16:36
Ja das hört sich ja gut an...Ich weis halt nur nicht wie so eine Untersuchung abläuft. Ich bin Zeitsoldat, und durch MB habe ich eine Fehlerziffer von 6, d.h. ich wäre mit 6 gemustert(quasi ausgemustert). Aber Du hast recht. Ich mache mir zuviel Gedanken. Ich finde es nur blöd das man sich nicht vorbereiten kann. Ich bräuchte konkrete Anhaltspunkte.
Oder kann man beim Gesundheitsamt nachfragen?
Naja, ich werde wohl abwarten müssen.
Ich hoffe für Dich das Du trotz deiner Rente noch fit genug bist um das Leben zu genießen!

Gruß Tom:jump:

Sabine
08.03.2004, 17:06
:jump: jawohl, ich kann das Leben genießen

und die Rente erlaubt mir den Tag so zu gestalten wie ich es gut vertrage.

Ich wünsche dir viel Erfolg, das alles gut geht und du schmerzfrei leben kannst.

Wie das mit der Ausmusterung läuft, weiß ich noch nicht....kommt aber auch noch auf mich zu. Mein Sohn ist 16 und hat auch MB...wird bestimmt ausgemustert...naja abwarten


Liebe Grüße
Sabine

:engel:

Gast_02
08.03.2004, 18:25
Hallo Tom,

ich habe die Anhaltspunkte schon einmal im Forum gepostet.
Hast du wohl übersehen?

Für dich noch einmal:

Anhaltspunkte (http://hagobaer.bei.t-online.de/anhalt-rheuma.htm#Entzündlich)

Viel Spass beim Lesen.

Einen schönen Gruss

der Graf

Uwe

:gruebel: :rolleyes: :gruebel:

Tom
08.03.2004, 19:34
Ja, die Anhaltspunkte kenne ich. Trotzdem danke, aber ich meinte Anhaltspunkte für eine Einstellung als Beamter....
Ich meine Schreibtischtäter kann man ja als MB-Patient am Besten werden, oder?
Ach Sabine, wegen deinem Sohn mach Dir keine Sorgen. Der wird höchstwahrscheinlich sofort ausgemustert. Ich war ja vor meiner Einstellung bei der Bundeswehr noch gesund. Aber mit MB wirds nichts mit der Karriere beim Bund. Bei mir haut es aber hin. Bin ja bald fertig:applaus:
Also, wünsche noch einen schönen Abend!

Gruß Tom

Engelbert
08.03.2004, 23:00
Hallo Tom

Ich glaube das Deine Sorgen nicht unbegründet sind, aber für welche Tätigkeit bewirbst Du Dich denn?

Ich selber habe in meinen 30 Jahren MB nicht mehr als 4 Wochen auf den Rücken krankgefeiert. Das sind fehlzeiten die weit unterdurchschnittlich sind.

Neulich habe ich mal auf den Seiten der Gothaer gesurft und die schätzen das 1 000 000 Menschen in Deutschland an MB erkrankt sind, aber nur jeder 10 sich in Behandlung befindet.

Es kommt also auf die Einschätzung des Arztes an ob er MB zu den die Eignung ausschließenden Erkrankungen zählt. Die Anforderungen an einen Soldaten was die körperliche Leistungsfähigkeit angeht sind sicher wesentlich höher als bei einem Sesselpuper.

Ich rate Dir also fröhlich und guten Mutes den Weg zum Amtsarzt anzutreten, der persönliche Eindruck wird sicher mit eine große Rolle spielen. Nicht das Du hinterher wegen Nervenschwäche untauglich bist.

Die Eignung eines Verwaltungsjobs für MB würde ich als nicht unbedingt hervorragend einstufen, es fehlt halt Bewegung, da ist der Zeitungsbote und Brötchenkurier besser geeignet. Übrigens habe ich letztens meinem Arzt mal kritisch zugeschaut, der Job ist auf jeden Fall auch geeignet.

Wünsche Dir das alles in deinem sinne läuft

Engelbert

Tom
09.03.2004, 18:44
Danke Engelbert!
Das ist genau das was ich hören möchte...:D
Also, mir wäre ein Job in der Verwaltung schon lieber. Man kann ja auch mal aufstehen, oder? Mit dem Sitzen habe ich nämlich weniger ein Problem. Ich bin auch der Meinung das Krankfeiern nicht unbedingt nützlich ist. Denn ob ich nun zuhause krank bin oder auf der Arbeit....
Aber das kann man nicht pauschalisieren. Beim Bund geht das ganz einfach: Du wirst einfach nicht krank geschrieben! Die befreien dich dann von irgendwelchen Tätigkeiten( die ich sowieso nicht mehr machen muss), und dann gehts wieder an die Arbeit. Aber ist vielleicht auch gut so. Mir brauch jedenfalls keiner vorwerfen das ich zu oft krank wäre.
Aber jetzt lasse ich mich mal überraschen. Die Amtsärzte sind ja bestimmt keine Unmenschen, oder;)
Also, dann machst mal gut und bis bald.

Gruß Tom