Vollständige Version anzeigen : Rente/ Gutachter...
Hallo Ihr Lieben..
bin total sauer...mein Rentenverfahren läuft seit 9/ 99 !!!!!!!!!!!
Mittlerweile 2. Instanz Sozialgericht. Im Oktober 2001 war ich das letzte mal bei einem Gutachter der erst für mich schrieb und dann nach eifrigen Nachfragen der BFA sein Urteil abänderte ?????????
Im Januar 2003 hatte ich den letzten Termin vor Gericht. Rente abgelehnt. Heute bekam ich eine erneute Aufforderung einen Allgemeinmediziner aufzusuchen, damit mich dieser wieder untersucht.
Mir reichts so langsam, mein Anwalt sagt dazu kein Wort....muss ich mir das eigentlich alles gefallen lassen ?
Wer kann dazu was sagen ?
Liebe GRüße
Andrea
Hallo Andrea,
schau Dir doch mal Beiträge vom Michael ( hippo ) an.
Viel Erfolg und liebe Grüße
Werner
Hallo Andrea
Ich kann deinen Frust gut nachvollziehen. Was du zu deinem Anwalt sagst im allgemeinen auch, aber hier gilt eine ganz klare Regel. Wenn du dich nicht selbst aktiv um deine Rechtsangelegenheit kümmerst und alles dem Anwalt überlässt dann hast du schon von Anfang an verloren.
Ich verstehe allerdings nicht, wie ein Gutachter ein von ihm selbst erstelltes Gutachten nachträglich verwerfen kann. Wer hat dich denn da begutachtet? Hast du vielleicht mal im Gespräch mit dem Gutachter einen groben Fehler gemacht? Wenn du zum Beispiel wie in deinem Profil angegeben mal gesagt hast dass deine Hobbies Walking,Schwimmen,Radfahren , Garten und Kultur sind, dann könnte der Gutachter zu dem Schluss gekommen sein, dass Arbeiten da nur stören würde und ein für dich negativer Ausgang der Untersuchung ist ganz klar absehbar.
Halt trotz allem die Ohren steif und gib nicht auf.
mfg Matti
Nachdem ich 2 Jahre lang nur an Krücken gegangen bin, war ich froh, daß ich wieder ein wenig leben durfte...und genau diese Gutachter haben mir erklärt, ich muss doch mal wieder am normalen Leben teilnehmen.....
Als Bechti ist ja wohl Bewegung erlaubt.....habe mit Tennis, Fußball ect aufgehört....und musste mich umstellen...wenn man sportlich sehr aktiv war, ist das eine echte Strafe....
Ich denke, daß meine Angaben im Profil meine Interessen angeben....wenn ich da an das Schwimmen denke....1 mal die Woche orthopädisch.....Radfahren zur manuellen Therapie, Kultur...sehe gerne im RBB Beiträge über unser Land...Eisenbahnromantik, Gärtnersendungen ect., halte gerne die Ohren offen um was von der Welt mit zu bekommen...denn nur Krankheit, Kinder, Kochtpof sollten doch nicht der einzigste Lebensinhalt sein, weil ich krank bin ? Sitze gerne auf meiner Terrasse und schaue in meinen Garten, den mein Mann und die 3 Kinder bebuddeln und bepflanzen....
Aber wenn die Gutachter nur das sehen wollen bzw. hören wollen. was sie brauchen um andere fertig zu machen, sage ich nur armes Deutschland....
Ich hoffe, daß es doch noch einige Leute mehr gibt, die hinter die Fassade sehen und nicht nur 1000 Euro für ein Gutachten kassieren und nicht mal fragen, was einen bewegt....
Für mich ist diese Form der Gutachten eh unmöglich...man muss zu einem wildfremden Menschen, spricht mit ihm max. 1 Std. und er erlaubt sich ein Urteil über den Kranken ? Aber die Diagnosen von meinen Ärzten, welche ich seit 6 Jahren konsultiere werden ignoriert....
In diesem Sinne........
Hallo Andrea,
halte die Ohren steif und kämpfe weiter.
Auch ich war über 20 Jahre mehr oder weniger als Simulant abgestempelt, bin von Arzt zu Arzt gelaufen. Viertelseitige Kopfschmerzen mal mehr mal weniger, aber manchmal oder auch öfter das einem der Kopf zerreißt. Dez. 1988 dann die Diagnose Hirntumor....OP Feb.89 alles gut gegangen.
Aber was Du brauchst, ist eine starke Familie ( wie ich sie hatte ) die hinter Dir steht und Dich immer wieder aufrichtet.
DAS wünsche ich Dir!!!!!
@ hallo Matti, ich gehe auch schwimmen, radfahren und ein bischen Walking mache ich auch, alles unter Schmerzen.......bin ich jetzt etwa gesund
Gruß
Werner
Hallo Werner
Deinem letzten Satz entnehme ich dass du der Meinung bist, ich hätte behauptet Andrea wäre gesund. Ich kenne Andrea nicht, kann also nichts derartiges behaupten und ich denke mein posting war nüchtern. sachlich und in keinster Weise in eine solche Richtung zu interpretieren.
mfg Matti
NEIN, Nein lieber Matti,;) ;)
soooo habe ich nicht gedacht.........es ging ganz einfach nur gegen viele Ärzte:mad: :mad: :mad: aus eigener Erfahrung gehen mir beim lesen.... immer wieder die Nackenhaare hoch:p :p
Einen schönen Tag noch und lassen wir den Frust nicht allzu hoch kochen!!!
Schönen Gruß
Werner:)
Ich wollte das auch nur klarstellen. Aber das Thema zu Gutachtern ist auch wirklich uferlos. Ich selbst habe mich zum Beispiel 1997 beim abchecken des Behindertenstatus zu einem vom DVMB empfohlenen Rheumatologen begeben. Fünf Minuten Untersuchung, Röntgen, dann die Bemerkung 40 % währen drin. Ich empfand das als absoluten Schwachsinn, mein Ortophäde sagte 100% werden beantragt, 70% würde ich auf jeden Fall bekommen. So lief es denn auch.
Zwei Jahre später, also 1999, schickte mich meine Krankenkasse zur Begutachtung. Ironischerweise war es der selbe Rheumatologe bei dem ich schon 1997 war. Die Untersuchung verlief genauso, nach Fünf Minuten war ich allerdings (was in meinem Planungsszenario bis dahin nicht bedacht war) als Erwerbsunfähig eingestuft und wurde von der Krankenkasse ausgesteuert und das Krankentagegeld gekündigt. Der radiologische Status bei beiden Untersuchungen war übrigens identisch, ich selbst auch rein optisch zu beiden Terminen schon ein kleines buckliges Männlein.
Seit dem sitze ich auf dem trockenen. Um die Rente prozessiere ich seit Oktober 1998, allerdings in einem Zivilprozess. Ich weiss also was bei diesen Geschichten abgeht.
mfg Matti
bodojannasch
07.01.2004, 15:26
Matti,so wie Du es siehst,sehe ich es ähnlich.Die Sache muß nüchtern und reell betrachtet werden.Es ist hart.Was nützt eine schöngefärbte Meinung hier zur Beruhigung.Das nützt niemanden.So weiß man wenigstens,was kommen kann,was los ist.Außerdem darf niemand alles auf die Goldwaage legen.Wäre schade dann.Ich wünsche Andrea viel Glück,sei immer auf der Hut vor das was Du einem Gutachter sagst.Manches ist ganz anders gemeint,wie es ausgelegt wird.Es dreht sich um Geld und Kosten.Mir ist das alles zu nervig,deshalb strebe ich einen Job an.Krankengeld läuft am 19.2 aus.Immer diese blöden Briefe,Gutachtertermine,Anwalt,ich mag es nicht.Liebe Grüße an alle von Bodo
Hallo,
ich Glaub das nicht. Wie kann man mit der Entscheidung 5 Jahre
warten.
Eins kann ich genau sagen, wir haben die falsche Krankheit!
30 % der Rentenanträge gehen an Alkoholiker!
Nur der Unterschied Alkohol kann jeder vermeiden.
Mein Antrag läuft seid 01/2003
Also bei mir ist das auch alles ein Witz. Rente beantragt April 2002 und 2 Gutachter entschieden unter 3 Stunden arbeitsfähig. Sprich Rente. Trotzdem Ablehnung der Rente. Gutachter waren von der BFA. Jetzt Widerspruch. Zur Zeit holt sich die BfA alle aktuellen Berichte. Sie scheinen wohl über ihre Entscheidung nachzudenken.
schneggel75
17.02.2004, 20:00
Hallo Ihr Lieben :-)
Ich leide seit mehreren Jahren an MB. Mein Bruder und 2 meiner Cousins (?) auch. Habe letztes Jahr im Mai meinen Antrag auf Rente gestellt. Der erste Gutachter war ein Orthopäde. Die Untersuchung und Befragung dauerte fast 3 Stunden. Seine mündliche Aussage lautete ich wäre nicht mehr arbeitsfähig und er würde die Rente befürworten. Als Krönung des Ganzen bekam ich noch einen Gehstock von ihm. Und dann kam der Hammer, Ablehnung! Ich hab nen Bekannten der bei der BfA arbeitet und den ich auch als Bevollmächtigten in meiner Angelegenheit eingesetzt habe. Wir haben dann Akteneinsicht verlangt, diese auch bekommen und dann der zweite Hammer. Im schriftlichen Gutachten hat sich der Gutachter ganz anders geäußert. Ich hätte überhaupt keine Einschränkungen und wäre voll arbeitsfähig! Was für nen Witz! Natürlich haben wir gleich Einspruch eingelegt, da mich dieser Orthopäde auch noch neurologisch begutachtet hat, was ja nun nicht grad sein Fachgebiet ist. Mittlerweile wurde eine Reha bewilligt, die ich wohl in den nächsten Wochen antreten werde. Ämter!!! Ich bin seit Oktober krankgeschrieben, nehme an sämtlichen Studien im Benjamin Franklin Krankenhaus Berlin teil, habe Infliximab-Infusionen bekommen in der doppelten Dosierung und und und....aber das kennt Ihr ja sicher alle. Auch das Versorgungsamt in Berlin scheint nicht ganz zu ticken :-). Habe seit 5 Jahren 50 % und nen G. Habe zeitgleich mit dem Rentenantrag nen Verschlimmerungsantrag gestellt. Na und was soll ich sagen, der nächste Hammer!! Jetzt wollen die mir sogar noch das G wegnehmen!!! Unerhört. Gott sei Dank hab ich nen wirklich guten Arzt gefunden, der mir gleich ein super Attest ausgestellt hat. Doch bis heut warte ich noch immer auf das Ergebnis vom Versorgungsamt. Durch den MB leide ich ständig an Harnwegsinfektionen, an Iridocyclitis und und und. Ne Reha find ich zwar im allgemeinen ganz gut und mit Sicherheit auch nütlich doch bei ner Rentenangelegenheit nützt das ganze auch nicht viel. Ich soll jetzt für ein paar Wochen in die Kur fahren, dort meine Gymnastik machen und meine Tabletten nehmen und das ganze weil die lieben Ämter lieber an den falschen Ecken sparen. Ne Bekannte von mir ist seit vorletztem Jahr Rentnerin mit 32 Jahren auf Grund von Depressionen!!! Die haben die meisten von uns ja wohl auch!!! Ich kanns einfach nicht verstehen. Manchmal bin ich drauf und drann aufzugeben. Ich kann nur froh sein, daß ich in einer Beziehung bin, die vollauf intakt ist und wo einem Verständnis entgegengebracht wird. Mein Partner ist für mich da und dafür bin ich dankbar. In der vorherigen Beziehung sah das schon anders aus.
In diesem Sinne :-)
schneggel75
Hallo Schneggel,
erst einmal ein images/my/willkommen.png
an dich.
Nun zum "G" beim Behidertenschein. Dieses "G" steht einem Behinderten
nur zu, wenn er für eine Strecke von 2Km länger als 30 min benötigt. :gruebel:
So schreibt es das Versorgungsamt. Depressionen? Jaa, denke ich
haben wir alle schon ab und zu mal gehabt, aber es liegt an den Menschen
selber wie sie mit sich selbst umgehen. :sport: :walk: :dance:
So wird also nach Person und von Fall zu Fall entschieden.
Wenn du Hilfe brauchen kannst kann ich dir den VdK nur empfehlen.
Die helfen auch mit Rechtsbeistand wenn es sein muss.
einen schönen Gruss und viele schmerzfreie Stunden
wünscht der Graf
Uwe
;o :rolleyes: :gruebel:
schneggel75
25.02.2004, 22:38
Hallo Ihr Lieben
Habe letztes Jahr im Mai meinen Antrag auf Rente gestellt. Der erste Gutachter war ein Orthopäde. Seine mündliche Aussage lautete: Sie sind nicht mehr arbeitsfähig und ich befürworte ihren Antrag. Er hat mir sogar einen Gehstock geschenkt. Im schriftlichen Gutachten dann leider die Ernüchterung: Voll Leistungsfähig!!! :gruebel: Gott sei dank hab ich nen Bekannten der bei der BfA arbeitet und eine Vollmacht über meinen Antrag hat. In dem Gutachten vom Orthopäden wurde ich "neurologisch begutachtet" (vom Orthopäden!!!), außerdem gab es Widersprüche und wichtige Sachen wurden ganz weggelassen. Auch bei der Medikation im schriftlichen Gutachten wurden Fehler gemacht (ich würde die Medikamente nur bei Bedarf nehmen, Frechheit). Nunja Einspruch eingelegt, nächster Termin beim Neurologen. Heute war mein Bekannter bei mir mit nem Antrag für ne Reha. "Reha vor Rente". Laut diesem Schreiben bekomme ich eine psychosomatische und orthopädische Leistung :). Ich bin schon gespannt wie lang es jetzt dauern wird.
Liebe Grüße Claudia
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