Gast_02
10.12.2003, 20:11
Hallo ihr Leidensgenossen,
ich habe da mal wieder den Vogel geschossen. Irgendwie sind die
Infos verschwunden, die ich getippt hatte.
Nun also 2.Versuch.
Wesentliche Elemente für die Diagnose eines M. Bechterew sind:
http://www.frey-kempa.de/assets/images/wbs.jpg
Rückenschmerzen vom entzündlichen Typ
Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit in der Lendenwirbelsäule in allen Bewegungsrichtungen (sogenannte Freiheitsgrade: Bewegung nach vorne und hinten, Beweglichkeit zur Seite (nach rechts und nach links), Beweglichkeit in der Drehung (Rotation rechtsherum - linksherum))
eingeschränkte Atembreite (gemessen in der Höhe zwischen der 4. und der 5. Rippe = 4. Zwischenrippenraum oder ICR = Intercostalraum)
Entzündung des Ileosakralgelenks (---> Sakroileitis), entweder mindestens II. Grades im rechten und linken Ileosakralgelenk (zur Gradeinteilung der Entzündung im Kreuz-Darmbein-Gelenk siehe ---> Sakroileitis) oder bei einseitigem Befall IV. Grades einseitig
Der Verdacht auf das Vorliegen eines M. Bechterew wird erhärtet durch den Nachweis des typischen Risikomarkers ---> HLA B27 im Blut; es gibt jedoch auch Bechterew-Patienten, bei denen dieser Marker nicht nachweisbar ist.
Viele Patienten mit einem M. Bechterew haben keine Entzündungszeichen im Blut (z.B. findet man bei ihnen weder eine erhöhte ---> Blutsenkungsgeschwindigkeit noch ein erhöhtes ---> c-reaktives Protein), obwohl der M. Bechterew eine entzündlich-rheumatische Erkrankung ist. Das Fehlen solcher Entzündungszeichen im Blut ist bei einigen Patienten der Grund dafür, daß die Diagnose z.T. erst sehr spät oder manchmal auch gar nicht gestellt wird.
Gerade zu Beginn der Erkrankung sind oft im Blut keine entzündlichen Veränderungen nachweisbar. Auch fehlen bei Krankheitsbeginn einige andere der oben aufgeführten Symptome und Befunde. Das macht für den unerfahrenen Arzt die Diagnose eines M. Bechterew oft schwierig.
Ebenfalls sieht man zu Krankheitsbeginn auch noch nicht die typische Entzündung der Kreuz-Darmbein-Gelenke (Sakroileitis) im Röntgenbild. Besteht auf Grund der anderen Symptome oder Befunde der dringende Verdacht auf das Vorliegen eines M. Bechterew (oder auch auf eine verwandte Erkrankung aus der Obergruppe der ---> seronegativen Spondarthritiden), helfen manchmal zusätzliche Röntgen-Untersuchungen (z.B. Schichtaufnahmen der Kreuz-Darmbein-Gelenke oder computertomographische Untersuchungen) weiter. Die Ärzte sind damit allerdings aus Gründen der Strahlenbelastung sehr zurückhaltend. Häufig wird zur Diagnosesicherung die Durchführung eines ---> Knochenszintigramms (auch "Szintigraphie" genannt) empfohlen. Ist diese Untersuchung positiv, ist dies ein wichtiger Baustein für die Diagnose. Man muß allerdings wissen, daß die Szintigraphie oft keine Entzündungszeichen aufweist, auch wenn eine aktive Bechterew-Erkrankung vorliegt. Ein sogenannter "negativer" Befund einer Knochenszintigraphie schließt damit einen M. Bechterew nicht aus. Eine zunehmend verwendete Methode gerade auch in der Frühdiagnostik des M. Bechterew ist die ---> Kernspin-Tomographie. Mit der Kernspin-Tomographie können Entzündungen der Kreuz-Darmbein-Gelenke sehr viel früher als mit der normalen Röntgenuntersuchung festgestellt werden. Andererseits gelten für die Kernspin-Tomographie ähnliche Einschränkungen wie für die Knochen-Szintigraphie, d.h. ein unauffälliger Befund bei der Kernspin-Tomographie schließt einen M. Bechterew ebenfalls nicht aus.
Häufig beginnt ein M. Bechterew auch mit Symptomen außerhalb der Wirbelsäule. Typische Erstsymptome eines M. Bechterew sind beispielsweise:
Gelenkentzündungen (Arthritis), dabei sind typischerweise große Gelenke der unteren Körperhälfte betroffen (am häufigsten das Kniegelenk, was auch Wasseransammlung zur Folge haben kann, wie bei mir)
Achillessehnenentzündungen, die ohne besonderen Anlaß entstehen,
Regenbogenhautentzündungen am Auge (Iritis)
Entzündliche Fersensporne
Es ist deshalb wichtig, bei Auftreten dieser Symptome auch an die Möglichkeit eines M. Bechterew zu denken, denn in diesem frühen Stadium sind üblicherweise noch keine bleibenden Veränderungen an der Wirbelsäule eingetreten. Eine frühzeitig eingeleitete, effektive Therapie kommt dadurch nicht zu spät und kann in vielen Fällen ungünstige Verläufe der Erkrankung verhindern.
Also sprich MBGymnastik wirkt von Anfang an günstig in diesem Falle.
So nun hoffe ich das die Info nicht wieder im Nirvana verschwindet.
einen Gruss vom Grafen
Uwe
:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
ich habe da mal wieder den Vogel geschossen. Irgendwie sind die
Infos verschwunden, die ich getippt hatte.
Nun also 2.Versuch.
Wesentliche Elemente für die Diagnose eines M. Bechterew sind:
http://www.frey-kempa.de/assets/images/wbs.jpg
Rückenschmerzen vom entzündlichen Typ
Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit in der Lendenwirbelsäule in allen Bewegungsrichtungen (sogenannte Freiheitsgrade: Bewegung nach vorne und hinten, Beweglichkeit zur Seite (nach rechts und nach links), Beweglichkeit in der Drehung (Rotation rechtsherum - linksherum))
eingeschränkte Atembreite (gemessen in der Höhe zwischen der 4. und der 5. Rippe = 4. Zwischenrippenraum oder ICR = Intercostalraum)
Entzündung des Ileosakralgelenks (---> Sakroileitis), entweder mindestens II. Grades im rechten und linken Ileosakralgelenk (zur Gradeinteilung der Entzündung im Kreuz-Darmbein-Gelenk siehe ---> Sakroileitis) oder bei einseitigem Befall IV. Grades einseitig
Der Verdacht auf das Vorliegen eines M. Bechterew wird erhärtet durch den Nachweis des typischen Risikomarkers ---> HLA B27 im Blut; es gibt jedoch auch Bechterew-Patienten, bei denen dieser Marker nicht nachweisbar ist.
Viele Patienten mit einem M. Bechterew haben keine Entzündungszeichen im Blut (z.B. findet man bei ihnen weder eine erhöhte ---> Blutsenkungsgeschwindigkeit noch ein erhöhtes ---> c-reaktives Protein), obwohl der M. Bechterew eine entzündlich-rheumatische Erkrankung ist. Das Fehlen solcher Entzündungszeichen im Blut ist bei einigen Patienten der Grund dafür, daß die Diagnose z.T. erst sehr spät oder manchmal auch gar nicht gestellt wird.
Gerade zu Beginn der Erkrankung sind oft im Blut keine entzündlichen Veränderungen nachweisbar. Auch fehlen bei Krankheitsbeginn einige andere der oben aufgeführten Symptome und Befunde. Das macht für den unerfahrenen Arzt die Diagnose eines M. Bechterew oft schwierig.
Ebenfalls sieht man zu Krankheitsbeginn auch noch nicht die typische Entzündung der Kreuz-Darmbein-Gelenke (Sakroileitis) im Röntgenbild. Besteht auf Grund der anderen Symptome oder Befunde der dringende Verdacht auf das Vorliegen eines M. Bechterew (oder auch auf eine verwandte Erkrankung aus der Obergruppe der ---> seronegativen Spondarthritiden), helfen manchmal zusätzliche Röntgen-Untersuchungen (z.B. Schichtaufnahmen der Kreuz-Darmbein-Gelenke oder computertomographische Untersuchungen) weiter. Die Ärzte sind damit allerdings aus Gründen der Strahlenbelastung sehr zurückhaltend. Häufig wird zur Diagnosesicherung die Durchführung eines ---> Knochenszintigramms (auch "Szintigraphie" genannt) empfohlen. Ist diese Untersuchung positiv, ist dies ein wichtiger Baustein für die Diagnose. Man muß allerdings wissen, daß die Szintigraphie oft keine Entzündungszeichen aufweist, auch wenn eine aktive Bechterew-Erkrankung vorliegt. Ein sogenannter "negativer" Befund einer Knochenszintigraphie schließt damit einen M. Bechterew nicht aus. Eine zunehmend verwendete Methode gerade auch in der Frühdiagnostik des M. Bechterew ist die ---> Kernspin-Tomographie. Mit der Kernspin-Tomographie können Entzündungen der Kreuz-Darmbein-Gelenke sehr viel früher als mit der normalen Röntgenuntersuchung festgestellt werden. Andererseits gelten für die Kernspin-Tomographie ähnliche Einschränkungen wie für die Knochen-Szintigraphie, d.h. ein unauffälliger Befund bei der Kernspin-Tomographie schließt einen M. Bechterew ebenfalls nicht aus.
Häufig beginnt ein M. Bechterew auch mit Symptomen außerhalb der Wirbelsäule. Typische Erstsymptome eines M. Bechterew sind beispielsweise:
Gelenkentzündungen (Arthritis), dabei sind typischerweise große Gelenke der unteren Körperhälfte betroffen (am häufigsten das Kniegelenk, was auch Wasseransammlung zur Folge haben kann, wie bei mir)
Achillessehnenentzündungen, die ohne besonderen Anlaß entstehen,
Regenbogenhautentzündungen am Auge (Iritis)
Entzündliche Fersensporne
Es ist deshalb wichtig, bei Auftreten dieser Symptome auch an die Möglichkeit eines M. Bechterew zu denken, denn in diesem frühen Stadium sind üblicherweise noch keine bleibenden Veränderungen an der Wirbelsäule eingetreten. Eine frühzeitig eingeleitete, effektive Therapie kommt dadurch nicht zu spät und kann in vielen Fällen ungünstige Verläufe der Erkrankung verhindern.
Also sprich MBGymnastik wirkt von Anfang an günstig in diesem Falle.
So nun hoffe ich das die Info nicht wieder im Nirvana verschwindet.
einen Gruss vom Grafen
Uwe
:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: