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Vollständige Version anzeigen : Gelenkschmerzen


r.klute
04.08.2003, 19:27
Geschrieben von: Laura | 3.Aug.03 09:33

Hallo, bin neu hier und suche Rat: ich nehme seit ca. fünf Wochen Azulfidine (Sulfasalazin)und Mobec. In der letzten Zeit habe ich aber wieder vermehrt Schmerzen in den Gelenken und an den Sehnen. Im Rücken ist es nicht so schlimm. Was kann ich tun, um die Schmerzen zu verringern, bis das Medikament evtl. wirkt? Brennesseltee? Wieviel müsste ich dann am Tag davon trinken, damit es irgendwie wirkt? Hilft auch Ingwertee? Danke!

Michael
08.08.2003, 07:04
Hallo,
auch ich bin neu!
Bei mir wurde MB vor ca. 2 Jahren festgestellt.
Fing an mit starken Rückenschmerzen oberhalb der rechten Pohälfte.

Zur Zeit habe ich riesige Schmerzen im Knie und Fuß. Beide sind auch auch angeschwollen.

Dazu kommt noch eine Nackensteifheit.

An Medikamenten nehme ich zur Zeit Vioxx. Die Schmerzen bleiben trotzdem.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte.

Danke

Michael
11.08.2003, 08:08
Hallo,
ich habe bereits letzte Woche schon mal geschrieben. Da ich aber meine Nachricht an einer anderen angehangen habe, möchte ich lieber noch einmal schreiben.

Also.....

Bei mir wurde MB vor ca. 2 Jahren festgestellt. Und zwar aufgrund höllischer Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich anhand von Blutuntersuchungen und einer Röhrenuntersuchung.
Seit Ende letzten Jahres wurden die Rückenschmerzen durch Schmerzen im linken Knie und rechten Fuß.


Aufgrund der starken Schmerzen bin ich in den letzten Wochen mind. 3 mal wöchentlich bei meinem Rheumatologen gewesen. Dort habe ich Spritzen bekommen. Als die nicht so geholfen haben, habe ich Pleon genommen. Leider haben aber auch die nicht zum Erfolg geführt.
Durchgängig nehme ich zudem Vioxx.
Auch die Vioxx helfen nicht unbedingt.

Als ich meinen Rheumatologen vor 2 Wochen verzweifelft darauf ansprach, ob er nicht was anderes gegen meine Schmerzen machen könnte, sagte er nur patzig, mehr könnte er nicht tun. Anhand der Anzahl der Spritzen dürfte ich keine Schmerzen mehr haben.

Zu allem Übel hatte ich vor ca. 10 Wochen einen Verkehrsunfall. Außer einem kleinen Schleuderthrauma hat man nichts festgestellt.
Vor ca. 4 Wochen bekam ich eine Nackensteifheit und zudem schmerzt ab und zu meine rechte Schulter ( schmerzt ziemlich beim Einatmen ).
Problem ist dass mein Rheumatologe sowie auch Internist jetzt nicht genau sagen können, ob diese Schmerzen vom Unfall kommen oder ob sich der MB bereits auch da schon austobt.
Aufgrund der patzigen Tonlage meines Rheumatologen habe ich auch den Arzt gewechselt. Mein neuer Arzt ( Internist ) hat mir nochmals Blut abgenommen und mich zu einem Knochenzintigramm ( Termin war letzte Woche) überwiesen.
Morgen ist der Arzttermin zur weiteren Vorgehensweise.

Da ich zur Zeit aufgrund der andauernden Schmerzen ziemlich verzweifelt bin, hoffe ich das mir hier jemand vielleicht noch einige Tipps geben kann.

petra
11.08.2003, 10:42
Hallo Michael,

habe eben Deinen Beitrag gelesen und konnte mich dabei an meine eigene Irrfahrt bezüglich Ärzte sehr gut erinnern. Die üblichen NSAR oder Sulfasalazin /Pleon haben mir bei akuten Schüben oder schmerzenden Periphergelenken auch nur sehr mau geholfen, aber die Kombination von NSAR+Dexamethason hat oft recht gut angeschlagen - so 2-3 Spritzen - und immer schön an den Magenschutz denken!
Ein Schleudertrauma ist für einen Bechterewler wesentlich gefährlicher als für Gesunde, schon alleine von der Statik und Dynamik her, ausserdem verspannt es die Nackenmuskulatur noch mehr als sonst. Die Ursache für eine Verschlechterung, auch an der Schulter, kann also durchaus der Unfall sein, auch wenn sich die Symptome verspätet gezeigt haben.
Mit dem neuen Doc wünsche ich Dir viel Erfolg und gute Besserung.

Gruss - petra

Troll
11.08.2003, 12:04
Hallo,

hier ist ein Artikel über Wirbelsäulenverletzungen: http://www.thieme.de/zfo/02_02/ortho_12.html

Der Sicherheitsgurt läuft über die linke Schulter, also kann die rechte Schulter nicht durch den Unfall verletzt sein. Ich habe zwei schwere Unfälle gehabt und jedesmal eine schwere Prellung der linken Schulter gehabt, wegen dem notwendigen Sicherheitsgurt.

Gruß
Troll

Sabine
11.08.2003, 15:38
Hallo Michael,

dies erinnert mich an meine Irrfahrt durch das Ärzteangebot;)
Leider muß man viele Ärzte ausprobieren, bevor man (wenn überhaupt) den richtigen findet.
Du solltest auf jeden Fall wechseln.
Mir hat meistens Wärme und Bewegung etwas Linderung geschaffen.
Als Wärme benutze ich ein Dinkelkissen das ich in der Mikrowelle warm mache....ist echt mein Favorit:D
Manuelle Therapie bei einem geeigneten Therapeuten kann ich auch empfehlen.

So nun wünsche ich dir baldige Besserung, vielleicht war ja ein Tip für dich dabei.

Liebe Grüße
Sabine

Engelbert
11.08.2003, 17:00
Wenn ich Eure Versuche den MB mit Medikamenten zu stoppen so sehe komme ich mir recht gesund vor, habe bisher fast alle meine kleinen wehwehchen die der MB hervorgebracht hat mit Bewegung und wärme kuriert.

Was auch eine sehr hilfreiche Sache ist, ist die Bewgung im Wasser wobei die Wassertemperatur über 31 Grad liegen sollte wie es in vielen Thermalbädern angeboten wird.

Der Morbus Bechterew ist die einzige Erkrankung des Rückens bei der bei Bewgung die Schmerzen abnehmen, diese Therapieform wird eigentlich viel zu selten erwähnt.

Wünsche Euch allen gute Besserung

Engélbert

Michael
12.08.2003, 05:50
Ich habe mich sehr über die Antworten gefreut.
Ist wirklich so, wenn man das Gefühl hat nicht so ganz alleine zu sein, gehts einem auch schon etwas besser.

Ich habe mir für den heutigen Arzttermin auch schon etliche Sachen aufgeschrieben.

Sollte mir auch dieser Arzt nicht helfen wollen, dann überlege ich, ob ich nicht vielleicht mal für eine Woche in eine Rheumaklinik ( Ratingen soll gut sein ) gehen soll.
Ich habe ja den festen Willen mehr Sport zu machen....aber mit den Schmerzen ist das ja fast unmöglich.

Ein im Freundeskreis gutgemeinter Tipp war, dass ich für meinen Rücken auf jeden Fall Kiesa machen soll.
Kann mir das einer empfehlen?

Gruß
Michael

Sabine
12.08.2003, 07:53
Hallo Michael

Kieser habe ich auch schon gemacht, tat mir gut und meinem Rücken auch. Kann ich empfehlen....nur mir war es dann zu aufwendig dort hinzufahren:)
Ich gehe lieber zum Walking und was ich auch noch gut finde ist das Bechterew-Funktionstraining, wird vom DVMB angeboten und wird zum Teil noch von den Kassen übernommen. Ich mache es nun seit 4 Jahren und da fangen die Kassen an zu stenkern:mad:

Fahrradfahren mit einem gefederten Rahmen tut mir auch gut.
Liebe Grüße
Sabine

Michael
12.08.2003, 13:22
Hallo,
komme gerade von meinem Internisten.

Aufgrund der Zintigrammbilder glaubt er mir wenigstens dass ich zur Zeit ziemlich starke Schmerzen habe. Ist doch schon mal was.

Leider konnte er mir auch nicht unbedingt helfen.

Er hat mich aber wenigstens zur Ambulanz der Rheumatologie Ratingen überwiesen. Bin jetzt mal auf den Termin gespannt.
Zudem bekomme ich jetzt 3mal in der Woche Thymusspritzen. Von denen erwarte ich mir aber keine sofortige Hilfe.

Kann mir jemand vielleicht einen guten Rheumatologen in Düsseldorf nennen?


Gruß
Michael

Troll
12.08.2003, 15:15
Hallo,

von einem Arbeitskollegen habe ich diese Adresse:

Herrn Dr. med. S. König
Facharzt f. Nuklearmedizin
Prinzenallee 19
40549 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 53 06 54 -0

oder die Rheumaambulanz (http://www.rheumanet.org/id/rz/rzd/zeit/Termform.htm)

:) Gruss
Troll

Ulmka
25.08.2003, 22:08
Hallo,

ich habe vor 8 Wochen einen (ersten) akuten Bechterew-Schub gehabt, der mit blitzartigen brutalen Rückenschmerzen anfing, aber ziemlich schnell waren auch die Knie, Sprunggelenke und Mittelfüße stark entzündet.

Weil die 'normalen' NSAR kaum geholfen haben, habe ich in der Rheumaklinik Bremen (Rotkreuz) schließlich Butazolidin (Ambene) bekommen - und das hat, zumindest im Rücken - gut geholfen. Weil die peripheren Gelenkentzündungen damit kaum besser wurden, habe ich noch zusätzlich Cortison (Decortin H) bekommen - und die Schmerzen in den Füßen wurden innerhalb von 3 Stunden !!!!! besser (25 mg Cortison/Tag, 20-0-5).

Leider ist Butazolidin aber schon stark veraltet, und als ich dann - zu Hause - im Beipackzettel gelesen habe, das man es höchstens 1 Woche nehmen soll, habe ich meinen Hausarzt nach einem Ersatz gefragt. Der hat mir dann ein ganz neues Medikament gegeben: Danoprox (Wirkstoff Oxaprozin). Dieses Medikament ist in Deutschlang erst seit Januar 2003 zugelassen, aber in Amerika hat man damit schon 10 Jahre Erfahrung.
In der Übergangsphase hatte ich zwar Probleme (Oxaprozin hat eine Halbwertszeit im Körper von 70 Stunden, das heißt, der Spiegel muss erst aufgebaut werden), aber jetzt fühle ich mich ganz gut, so dass ich versuchen werde, mit dem Cortison wieder milligrammweise runterzugehen.

Zusätzlich habe ich im KH weger der Gelenkentzündungen auch noch Azulfidine bekommen, aber das nehme ich noch nicht lange genug (erst 5 Wochen). Ich hoffe, dass es bald anfängt, zu wirken, so dass ich dann Cortison und Danoprox absetzen kann.

Wenn meine Füße allerdings dann wieder anfangen, zu schmerzen, bin ich mit meinem Latein am Ende.

Gruß
Lydia

Engelbert
25.08.2003, 22:52
Hallo Lydia

Diese ganzen Arzneimittel sind gut und schön vorallem Cortison ist wohl einer der besten Entzündungshemmer überhaupt aber da bei MB eigentlich Bewegung die Besserung bringt frage ich mich was begleitend an Physikalischer Therapie gemacht wurde.

Wünsche Dir auf jedn Fall das Du Deinen Schub recht schnell los wirst

Engelbert

Ulmka
25.08.2003, 22:59
Hallo Engelbert,

im KH hatte ich Krankengymnastik, Wassergymnastik, Bewegungsbäder, Massage und Kältekammer. Hier zu Hause gehe ich zwei mal pro Woche zu einem Krankengymnasten und mache ansonsten täglich ca. 25 min. die Übungen, die mir bei der KG gezeigt wurden.

Gruß
Lydia