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Vollständige Version anzeigen : Medizinischer Dienst


Henrike
04.12.2003, 06:58
Nächste Woche habe ich einen Termin beim medizinischen Dienst!
Könnt Ihr mir sagen, was mich da erwartet?
Gruß
Henrike

hippo
04.12.2003, 07:33
Hallo Henrike,
warum musst du denn dahin? Was soll der MD denn untersuchen?
Bei mir war es so, dass ich nach einer langen AU-Zeit dorthin musste.Dort sollte festgestellt werden, ob ich berechtigterweise krankgeschrieben war und ob meine Arbeitskraft wieder herstellbar ist, und vor allen Dingen ab wann.
Ich hatte Glück.Die dort sitzende Ärztin meinte zu mir, dass sie zwar den Allgemeinzustand untersuchen könne, aber von MB und deren Folgen habe sie keinerlei Ahnung. Wenn eine Ärztin so etwas sagt, kann ich nur den Hut ziehen vor soviel Courage.
Also, warum musst du denn dahin?
Gruß
Michael

Henrike
04.12.2003, 08:08
Hallo Hippo!
Ich bin ebenfalls schon lange krank geschrieben, genau seit dem 19.9.
Dann bin ich ja mal gespannt, ob die Ärzte dort etwas von Spondylarthropathie verstehen und wenn nicht, ob sie es dann zugeben.
Machen die dann eine körperliche Untersuchung, gucken sich die Befunde an und beurteilen dann, ob man wieder arbeitsfähig wäre oder wann es soweit sein kann? Dann frag ich mich doch, warum die das besser beurteilen können, als meine Hausärztin oder die Rheumatologin.
Lieben Gruß
Henrike

Gast_02
04.12.2003, 08:30
Hallo Henrike,

keine Angst vor dem MD. Die untersuchen nur deinen Fall.
Sprich sie sichten die Unterlagen die eingereicht wurden und
sie werden dich ein wenig untersuchen. Aber davor musst du nun
keine Angst haben.
Bei mir war es der MD der mich damals zur Kur geschickt hat.
Ohne den MD würde ich heute noch darauf warten.
Du darfst nur eines nicht, wenn dir etwas weh tut das verschweigen.
Sag es dem Arzt damit er sieht wo die Schmerzen anfangen und wie eingeschränkt du bist.

In diesem Sinne *Daumendrück* und viel Glück

der Graf

Uwe

:rolleyes: :rolleyes:

Engelbert
04.12.2003, 20:26
Hallo Henrike

Der MDK ist eine Instanz an die sich Rentenversicherer und krankenkassen wenden um eine weitere Meinung einzuholen.

Ich habe dort zwei recht ordentliche Untersuchungen durch einen Orthopäden über mich ergehen lassen, der Mann wußte was er tat und das Ergebnis war auch gut.

Dann gibt es da auch noch eine Stelle die Überprüft ob Krankschreibungen OK sind, die haben das Recht den Krankschreibenden Arzt zu überstimmen. Dort war ich im vergangenen Jahr nach 14 Tagen aber auf eigenen Wunsch und habe da einige Tipps bekommen die recht hilfreich waren. Das Ergebnis für mich war das die KK meine Erkrankung ernst nahm und ich die notwendige Unterstützung bekam.

Gruß Engelbert

Physiokra
04.12.2003, 20:50
Hi Henrike, :)

der MD ist eigentlich eine feine und gerechte Sache. Als ich hinbestellt wurde, handelte es sich um einen Sportarzt und Orthopäden. Ich hatte alle Befunde dabei. Als er meine Unterlagen sah, hatte mein behandelnder Arzt absichtlich nix von MB geschrieben. Er fragte: Sagen Sie bitte, beim Anblick der RÖ - Aufnahmen, verschweigen Sie mir Ihren MB??
Ich war baff...darauf sagte Er, dann werden wir mal der Krankenkasse klar und deutlich sagen, was hier Sache ist, damit solche Belästigung ein Ende hat. Hier steht in Zukunft Spezialsprechstunde an!

In anderer Hinsicht werden aber auch tatsächlich "Blaumacher" entlarft. Ich hatte eine Kollegin, die wegen einer Kritik an der Arbeit sofort mit dem "Gelben Schein" kam. Nachdem Sie sich nicht mehr eingekriegt hatte und jegliche Kommunikation mit mir abbrach, obwohl ich eigentlich ein Gemüt wie ein Schaukelpferd habe, half mir der MD als Arbeitgeber. Sie arbeitete nebenher und musste erkennen, das Lügen kurze Beine haben.:confused:

Henrike
13.01.2004, 08:36
Hi!
Endlich habe ich die Untersuchungsergebnisse vom MDK:

Als Diagnose hat sie zwei Dinge festgestellt:
1. die Spondarthritis
2. 2 Bandscheibenvorfälle HWS

Außerdem hält sie meine Erwerbsfähigkeit für erheblich gefährdet.

Trotzdem habe ich mich gestern Nacht( konnte mal wieder vor Schmerzen nicht schlafen), dass ich zum Februar wieder anfangen werde zu arbeiten, aber halt mit Einschränkungen. Da ich ja Stationsleitung bin werde ich versuchen, es durchzubekommen, dass ich mich hauptsächlich um die organisatorischen Belange der Station kümmere. Die Arbeiten direkt am Krankenbett kann ich zur Zeit sicherlich nicht durchführen.
Es ist einfach auf lange Sicht (so sehe ich das) nicht abzusehen, wann es mir besser geht oder ob es mir noch mal wieder besser geht, daher möchte ich wenigstens einen Arbeitsversuch starten und so auch mein Ergebnis vom Schwerbehindertenausweis abwarten. Sollte es nicht klappen, kann ich immer noch andere Dinge in Angriff nehmen.
Gruß
Henrike

Gast_02
13.01.2004, 13:27
Hallo Henrike,

nun hast du wenigstens auch deine Diagnose und damit die Sicherheit.
Für deinen beruflichen weitergang wirst du wohl sehen müssen wie sich die
Sache mit der Erwerbsunfähigkeit ausgeht.

Ich wünsche dir jedenfalls alles gute für den weiteren Weg.

einen lieben Gruss

der Graf

Uwe

:rolleyes: :rolleyes:

Henrike
17.01.2004, 10:57
Hi!
Hab nun gestern mit dem Personalrat telefoniert und die haben mir abgeraten mit meiner Chefin zu reden, so lange ich nicht sage, dass ich voll funktionstüchtig wieder komme, denn sonst wäre die Tür für immer zu, denn nur so würden sie mich zurücknehmen, ansonsten wäre ich zu teuer.
Na Klasse!!!
Nun soll ich erstmal klären, ob ich je wieder in die Pfelege zurück kann, ansonsten bleiben mir nur zwei Möglichkeiten
1. Umschulung, aber wer nimmt mich mit meinen Einschränkungen?
2. EU-Rente, aber ob ich die bekomme?

Montag muss ich zum HA, dann muss sie mal sagen, wie sie meine Chancen sieht. Mehr fällt mir im Moment auch nicht ein.
Liebe Grüße
Henrike

Engelbert
17.01.2004, 14:46
Hallo Henrike

Das ist ja für Dich keine schöne Situation, eigentlich müßtest Du einen Rehaantrag (Kur) stellen.

Zum einen würde die geballte Behandlung in einer Kur Dir sicher gut tun, zum anderen wird dann in einem Kurbericht der Rentenversicherer auch dazu angeregt weitergehende Maßnahmen zu bewilligen wie z.B. eine Umschulung.

Es gibt sicher viele Bereiche in dennen du hervorragendes leisten kannst, der Abschied von der Krankenpflege wird Dir sicher nicht leicht fallen aber wenn es sein müßte wäre je eher destso besser.

Wünsche Dir alles gute

Engelbert

Henrike
17.01.2004, 15:50
einen Rehaantrag habe ich von der Krankenkasse schon zugeschickt bekommen. Hatte ihn nur noch nicht ausgefüllt, da ich eben dachte, ich könnte ab Februar (zwar eingeschränkt) wieder arbeiten.
Nun werd ich ihn wohl ausfüllen und losschicken. Wielange dauert da so in der Regel die Antwort der Bfa? Im Herbst kommt meine Kleine zur Schule, ich weiß nicht, wenn ich dann zur Kur fahren sollte, wie ich das mit der Kleinen und der Schule auf die Reihe kriegen soll. Möchte aber auch keinen Ärger mit der Bfa haben. Gibt es da ne Möglichkeit das irgendwie zu beeinflussen?
Gruß
Henrike

Engelbert
17.01.2004, 20:26
Hallo Henrike

Eigentlich sollte es kein Problem geben das vor dem schulbeginn über die Bühne zu bekommen. Hilfreich wird sein wenn Du auf die Situation hinweist und darum bittest den antrag schnell zu behandeln, ich selber hatte meinen rehaantrag mitte Februar gestellt und war im Juni in Kur.

Am besten legst du eine Kopie des Gutachtens des MDK bei, vielleicht kann dann anhand der Aktenlage entschieden werden und das dürfte schneller sein.

Es gibt sicher auch Orte an dehnen eine Mutter/Kind Kur gemacht werden kann.

Wünsche Dir das alles gut klappt

Engelbert