Vollständige Version anzeigen : ein Plädoyer für die Menschlichkeit
rainerdu
09.06.2005, 06:47
war bei einem vortrag von prim. dr. lukeschitz bezüglich neuer medizinischer behandlungsmöglichkeiten desMB.,mit eine interresante betrachtungsweise :
wir erwarten mit einer selbstverständlichkeit, dass die medizin immer etwas neues bieten muss.in bunter aufmachung werden medikamente vermarktet, die hoffnung auf sensationelle heilung erweckt( die sich leider oft als falsche hoffnung erweist).ein faktor,auf den in diesem zusammenhang oft vergessen wird, ist die menschliche zuwendung ,u. die betrachtung des gesamten menschen,die gesamtheit von körper, seele u.sozialem umfeld. waswir alle tun können, isteine positive einstellung (sozusagen als natürliches biological)entwickeln.es ist also festzustellen, dass nicht allein die chemie uns weiterhilft, sondern das die menschliche zuwendung durch ärzte, therapeuten u. in der gruppe eine grosse hilfe darstellt.
ich glaube , dass dieser aspekt in unserer konsumorientierten welt immer mehr vergessen wird.
Hallo Rainer,
in dieser Beziehung muss ich dir Recht geben.
Was aber auch ganz wichtig ist, dass wir Bechtis meist mit unseren Problemen allein gelassen werden.
Es gibt nach der Diagnose einfach zu wenig Aufklärung über die möglichkeiten der sozialen Absicherung.
Man muss bedenken das viele z.B ihren Beruf nicht mehr weiterausüben können und dann diese meist in die soziale ungewissheit abgeschoben werden.
Gerade psychische Probleme, wie Zukunftsängste, kann unser Bechti sich richtig austoben.
Es sind ja gerade Stress und die persönlichen Probleme die unseren Bechti vorantreiben.
Als persönliche Hilfe finde ich das gerade alles was mit "Wellness" zu tun, uns weiter hilft den Schmerzpegel zu senken und eventuell sogar den Schub zum Stillstand bringt.
Was wir speziell mit Medikamenten machen ist auch ein persönliches Problem.
Ich z.B. habe mich schon immer ein wenig der Hömöopathie verschrieben, wobei die Schulmedizin aber zum Einsatz kommt wenn gar nichts mehr geht.
Schönen Gruss
Uwe
:o
Hallo,
menschliche Zuwendung, Trost, Zuhören als neue Erkenntnis. ? Sicher nicht. Dieser Vortrag sollte jedem Arzt, der dies nicht beachtet, aufs Hemd geschrieben werden, damit er dies nicht vergißt. Aussagen wie: "Ja wenn Sie das Medi ablehnen, was wollen sie dann hier" müßten endlich der Vergangenheit angehören.
Wir haben genug Aua mit uns herumzuschleppen, die schlechte Laune des Docs müssen wir nicht auch noch auf das Kreuz geladen bekommen.
Wenn der Doc meint, er müsse mich zu was zwingen, was ich nicht möchte, und klärt auch nicht richtig auf - dann Tschüß. Das muß ich nicht haben. Vielleicht sollte aber auch ich mal den Mut haben und mich dem stellen: Dem Doc meine Meinung präsentieren, nicht nur meine Bedenken wegen der Nebenwirkungen. Ob dann doch was Konstruktives bei raus kommt - z.B. ein Zuhören?
Liebe Grüße von K.
Hallo Ihr,
:jump: also ich bin bestimmt eine der wenigen die einen tollen Arzt hat.
Einen der zuhören kann, der auch gezielte Fragen stellt, sich merkt was ich ihm erzähle....er behandelt meinen Körper, Geist, Seele und auch mein soziales Umfeld.
Heute zum Beispiel war ich nach längerer Zeit wieder bei ihm....er hörte mir zu, setzte dann die Behandlung zusammen und dann stellte er noch die Frage:
"Wie geht es ihrem Vater?"
Ich brauchte nicht sagen...gut....was ja auch nicht stimmt, nein er hörte mir zu bis zum Ende.
Egal wieviel im Wartezimmer sitzen und noch warten....er nimmt sich die Zeit.
Er erkennt auch sofort wie es einem geht, schaut mich nur an und weiß Bescheid.
Er gibt auch offen zu wenn er von etwas keine Ahnung hat und freut sich wenn ich ihm etwas erklären kann.
Menschliche Zuwendung ist sehr sehr wichtig.....genau wie die Positive Einstellung, die ich zum Glück habe...bin ich auch sehr dankbar für.
:engel:
Hallo Rainer,
ich kann mich Sabine anschließen - mein HA nimmt sich auch viel Zeit für mich und das tut gut!
Genauso wichtig ist aber die menschliche Zuwendung in dieser Gruppe hier - im Forum!!!!! Ich glaube, die kann sogar manches Rededefizit eines Artzes wettmachen!
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Bummelbea
11.06.2005, 11:03
Hallo Rainer!!
Wir können uns doch hier als glücklich schätzen!!! Wenn wir schon Ärzte ertragen müssen, die nicht so sind, wie Sabines Arzt, ... dann haben wir doch das Forum!! Hier kommt jede Menge menschliche Zuwendung rüber!!!!!!
Eigentlich ist es aber schon traurig, daß uns die Ärzte von der Theorie dieser menschlichen Zuwendung erzählen, ... es aber selbst gar nicht auf die Reihe bringen!!!!
Theorie ist,
wenn man alles weiß,
aber nichts funktioniert.
Praxis ist,
wenn alles funktioniert,
aber niemand weiß warum.
Bei uns sind Theorie
und Praxis vereint:
Nichts funktioniert und
keiner weiß warum !!! :gruebel:
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