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Vollständige Version anzeigen : Blutspenden unter Bechterew


Gast_02
27.11.2003, 16:09
Hallo ihr Lieben,

ich habe da mal ein Anliegen was mir auch im Magen liegt.
Und zwar meinte mein Arzt das wir Bechterew - Patienten
zum Blutspenden ganz und gar nicht geeeignet wären.

Mich würde nun interessieren wie Ihr darüber denkt?
Ist eventuell der ein oder andere unter euch aktiver Blutspender?

Einen nachdenklichen Gruss

der Graf

Uwe

:rolleyes: :eek:

Engel
27.11.2003, 16:13
Hallo zusammen:)

Also ich kann mir nicht vorstellen, warum Blutspenden für Bechterw-Patienten nicht gut sein sollte.

Und, Tschuldigung, übertragen wird der Mb ja nicht durch Blut.


Ich finde es immer wieder eine Frechheit was man sich anhören muss wenn man an einer Krankheit leidet.


Eine traurige Anette

Muckel
27.11.2003, 17:07
Hallo Graf,

habe schon von mehreren gehört bzw. auch im Internet gelesen, daß man mit MB und/oder anderen Gelenkentzündungen nicht Blutspenden darf.

Meine auch, daß dazu was auf der Seite des DVMB steht, habe aber so schnell leider nicht die Seite gefunden.

Ein Bekannter von mir war immer Blutspender und hat sich nach Diagnosestellung beim DRK erkundigt. Dort hat man ihn sofort aus der Kartei genommen und ihm gesagt, daß er auf keinen Fall mehr Blut spenden darf, allerdings ohne Erklärung.

Liebe Grüße

Muckel

Engelbert
27.11.2003, 19:20
Hallo Ihr Lieben

Blutspenden ist mit MB nach den neuesten Richtlienien des DRK möglich, es ist eine Einzelfallentscheidung des Arztes.

Das Hauptproblem liegt doch wohl in den Medikamenten, wer will schon das jemand durch eine Bluttransfusion sich den Magen ruiniert.-

Generell gilt das bei Autoimunerkrankungen kein Blut gespendet werden darf, Bechterew ist da die einzige Ausnahme.

Ich selber bin nach wie vor Blutspender habe aber nach bekanntwerden der Diagnose auch erst mal einige Ärtzte Ihre Unterlagen durchstöbern lassen.

Gruß Engelbert

Daisy
28.11.2003, 00:06
Ja diese Meinung habe ich auch schon des öfteren gehört! Wir hatten gerade am Wochende eine Großveranstaltung in Innsbruck, 10 Jahre Dachverband Selbsthilfe Tirol. Wir haben uns auch mit unserer Gruppe daran beteiligt. Die Johanniter Gruppe war auch da und führte eine Blutspendeaktion durch. Wir Bechterewler konnten da kein Blut spenden, denn es konnte nicht genau überprüft werden, ob durch die Medikamente eine Tauglichkeit besteht! Im Prinzip können wir schon Blut spenden, wenn wir keinen entzündlichen Schub haben, momentan kein Cortison einnehmen und andere Kriterien erfüllt sind, das auch zu unserem Schutz! So wurde es uns dort ausführlich und sehr freundlich erklärt!
Aslo sollten wir vielleicht nur auf guten Stationen Blut spenden, damit allen geholfen wird, auch uns!

r.klute
28.11.2003, 06:00
Hallo,

MB-Patienten werden vielfach von der Blutspende ausgeschlossen (chronische Krankheit – Ursache nicht bekannt, viele Medikamente). Das kann aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Tatsache ist, gerne werden wir nicht genommen. :eek:
Wie immer gibt es eine Richtlinie (http://www.iakh.de/Gesetze-Richtlinien/haemotherapie_richtlinien.pdf) und noch eine Richtlinie (http://pharmacos.eudra.org/F2/eudralex/vol-1/new_v1/Dir2002-98_DE.pdf) der EU.

Gruß
Rainer :)

PS: Warum schreibt GrafDracula diesen Beitrag? Hat er den MB durch eine "Blutspende"? :D :D

Gast_02
28.11.2003, 09:33
Hallo Rainer,

nein ich habe den MB nicht durch eine Blutspende,
sondern eher von meiner Mutter vererbt bekommen.
Die wiederum es von ihrem Vater hat.

Wie komme ich nun zu diesem Beitrag?

Unser Verein wollte durch Blutspenden helfen und das erzielte
Einkommen für einen guten Zweck spenden.
Nun sieht es aber sehr blöde aus, wenn ausgerechnet der
1.Vorsitzende (ich) ausgeschlossen wird und nicht spenden
durfte.
Könnt ihr euch vorstellen wie man sich da vorkommt?

Ich habe nun im Internet herum geforscht und keinen Grund dafür
gefunden, warum wir das nicht tun dürften.
Es steht überall nur das Bechterew-Patienten nicht spenden sollten,
Aber warum denn nun?

Deshalb dieser Beitrag von mir, um andere Meinungen dazu einzuholen
und den ein oder anderen zum nachdenken anzuregen.

In diesem Sinne einen nachdenklichen Gruss

euer Graf

:rolleyes: :rolleyes:

Biene
08.12.2003, 09:32
Also ich spende regelmäßig Blut, nun gut mein MB ist nur Verdacht und bisher zeigen sich kaum Ausbruchssymptome.

ABER
Man muß vorher einen riesigen Fragebogen ausfüllen und soweit ich mich erinner steht da nirgendwo die Frage : Haben sie MB? oder ähnliches.

Und wenn die nicht nachfragen, dann eben nicht.....

Die Medikamente die man nimmt, soll man ja aufschreiben, wenn da was verdächtiges dabei ist, zieht einen der Arzt doch vorher schon raus....

LG Biene

Engelbert
08.12.2003, 14:33
Hallo Biene

Du hast recht, es wird nicht nach MB gefragt sondern nach Autóimmunerkrankungen, dazu gehört der Bechterew.

Einen schönen Gruß

Engelbert

Biene
08.12.2003, 16:48
Da hast du natürlich wieder recht, bei Autoimmunkrankeiten denk ich immer nicht an MB....

Viele Grüße
Biene

Engel
08.12.2003, 18:09
Hallo Herr Graf:)


Weisst du was mirt in den Sinn gekommen ist wegen dem Blutspenden.


Dein Blut will doch sowieso niemand, dass ist ja so gemischt worden, da weiss man ja nie:D :D :D


Bei sovielen Menschen die du schon gebissen hast.......*lach*......nicht böse sein, ja, bitte.;)



Trotzdem einen schönen Abend


Anette

Gast_02
08.12.2003, 20:51
Hallo Anette,

vielen Dank für deine lieben Worte. Ich bin eben eine Gestalt die
durch das Blut lebt.
Ist nun mal schade das mir das keiner vorher sagt was er an
wehwehchen hat.
Obwohl, ich sage ja immer "was nicht umbringt, härtet ab" oder
"Lieber Arm dran als Arm ab".

In diesem Sinne einen geschmeidigen Gruss

der Graf

Uwe

:p :(