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Vollständige Version anzeigen : Bechterew und Verbeamtung?


curly
02.05.2005, 13:34
Hallo ihr Lieben!

Ich habe das Problem, dass ich vermutlich, evtl., irgendwie wohl MB haben soll. Dazu kommt, dass ich auch gerade um meine Verbeamtung kämpfe (Lehrerin - der beste Beruf für MB überhaupt, da ich immer wählen kann, ob ich stehen, sitzen oder sogar im Notfall liegen will, da wir ja auch viel zu Hause arbeiten).

Ich weiß nicht mehr, wohin ich mich noch wenden soll: Meine Sachbearbeiterin in der Bezirksregierung kennt sich mit der Krankheit nicht aus und will eine Prognose für mich haben, wie es mit mir und der Krankheit aussieht. Aber alle meine Ärzte (Orthopäde, Rheumazentrum Ruhrgebiet) weigern sich, etwas Schriftliches auszustellen.

Hier meine Eckdaten:
weiblich, 27,
Veränderung in den Illiosakralgelenken
schwache Iritis letzten November
HLA-B27-Wert positiv
keine Beschwerden in Schulter, Brust, Nacken, Ferse etc.
im Moment (seit 4 Monaten) absolut schmerzfrei.

Ich habe begonnen, die Krankheit Morbus Konjunktiv zu nennen: Alles kann, nichts muss.

Was kann ich tun? Ich jedenfalls habe noch nie wegen der Krankheit gefehlt....und manchmal glaube ich auch, ich habe die gar nicht...Gibt es einen Arzt, der sich PRognosen zutraut???

Gruß an alle
curly

Bummelbea
02.05.2005, 15:14
Hallo Curly,

vielleicht hast Du ja zwischenzeitlich schon gelesen, daß es bis zur Diagnose von MB 3 - 7 Jahre dauern kann und sogar viel länger!! Deswegen und weil jeder MB-Verlauf so grundverschieden ist, wird sich wohl kaum ein Arzt zur Prognose heranziehen lassen.

Ich habe keine Ahnung von Verbeamtung, aber nicht alle Schmerzen und auch nicht HLA B27 positiv müssen gleich bedeuten, daß man MB hat. Und ... wenn doch, so kann man damit immer noch arbeiten, weil: :bbb:

Engelbert
02.05.2005, 16:34
Hallo Curly :)

Das mit den Prognosen für die Einzelperson ist schon recht schwierig aber ich denke das MB eigentlich kein Grund sein sollte nicht den Beamtenstatus zu erlangen.

Ich frage mich erst mal wieviel Ausfallfallzeiten Du während des Referendariates hattest und wie Du mit schmerzen wenn Sie auftreten umgehen kannst.

Ich selber habe in 25 Jahren im Garten- und Landschaftsbau wegen des Bechterew nicht mehr als vier Wochen gefehlt.

Werde Dir noch eine Adresse per PN schicken, eine Gutachterin zu der mich das Sozialgericht geschikt hat und deren Gutachten mich von Ihren Kenntnissen überzeugt hat.

Vielleicht hilft Dir ja auch die Gesundheitsseite der Gothaer Versicherung wo steht das von 900 000 Bechterewtlern nur 12 % in Behandlung sind, die schweren Fälle sind zum Glück die Ausnahme.

Wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg mit der Verbeamtung

Gruß Engelbert

Gast
02.05.2005, 17:08
Hallo Curly, :)

ich arbeite auch in einer Schule. Bin noch nie sehr lange ausgefallen, obwohl mein M.B. sich sehr schlecht benimmt. Ich arbeite mit Schwerst- und Mehrfachbehinderten, bin Therapeut. Ich war 16, da hatte ich die ersten Beschwerden, aber erst 1999 wurde die Diagnose gestellt. Innerhalb weniger Jahre verschlimmerte sich die Krankheit. Es läßt sich nie sagen, wie die Krankheit verläuft. Prognosen sind schwer zu stellen.

Wenn eine Verbeamtung davon abhängt, wie lange der zu Verbeamtende Gesund bleibt, wird kaum ein Arzt bereit sein, seine Meinung über den Krankheitsverlauf schriftlich niederzulegen. Milder oder heftiger Verlauf, ein Schub pro Jahr, oder Dauerschub über lange Zeit, lange Schubpausen, wenig oder heftige Schmerzen lassen sich nicht voraussagen.

Ich hoffe für dich, daß du keinen M.B. hast und deine gesundheitlichen Beschwerden zurückgehen. Hier im Forum findest du immer eine Antwort. Sei hier herzlich willkommen, ob M.B. oder böses Rückenweh. Beides ist heftig in seinen Auas und verdient Streicheleinheiten. Laß dich also erst mal knuddeln :trost: :knuddel: :trost: , damit deine Sorgen nicht ganz so schwer sind.

Sei lieb gegrüßt von K. http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c010.gif

Arnilein
02.05.2005, 17:34
Hallo Curly

Also der Arzt, der eine Prognose über deinen Krankheitsverlauf erstellt, müßte Hellsehen können. Wenn du wirklich MB haben solltest, ist es nun mal so, das der MB bei jedem einen anderen Verlauf nimmt. Da kannst du Monate lang Ruhe haben und dann meldet sich der MB plötzlich mit voller Härte zurück.
Aber, wenn deine Ärzte noch nicht mal genau wissen was du hast, dann können sie ja erst recht keine Prognose erstellen.
Als bleibt mir auch nur: lass dich erst mal :trost: :knuddel: :trost:
Bis bald,
Arne

Ulmka
02.05.2005, 23:15
Hallo Curly,

mein MB hat sich vermutlich 10 Jahr ganz lieb benommen, aber im Moment quält er mich ganz fürchterlich - und trotzdem gehe ich mit Medikamentenhilfe arbeiten (bis auf einen Tag, an dem ich wirklich kaum noch laufen konnte)!

Eine Prognose ist furchtbar schwer - aber daran darf deine Verbeamtung eigentlich nicht hängen!

Es steht doch schon im Grundgesetz, dass du wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht benachteiligt werden darfst! Also sollte deine Verbeamtung eigentlich nur von deinen Fähigkeiten als Lehrerin abhängen!!!! Das müsste deine Sachbearbeiterin eigentlich wissen....

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Oliver1979
03.05.2005, 15:32
Hi Ihr !!

Ich habe auch MB diese Krankheit brach bei Mir mit dem 15 Lebensjahr aus habe aber erst im Alter von 24 Jahren starke Rücken Schmerzen bekommen und wurde so mit zu mehreren Ärzte geschickt und jeder Arzt sagte Mir was anderes ! Im Jahre 2004 schickte mich ein Orthopäde zu einem Rheumatologen und dies war auch gut so er stellte fest das ich MB habe :( aber ich hatte noch etwas Glück das die Krankheit noch etwas unten geblieben ist !! Ich bekomme derzeit seid einem halben Jahr " Remicade " das mir sehr hilft gegen die Schmerzen !
Dies ist eine recht teure Sache aber die Krankenkasse übernimmt die Kosten !



Viele Grüsse

Oliver