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Vollständige Version anzeigen : Neues Medikament ???


Rüdiger
19.11.2003, 16:07
Hallo,

ich habe heute eine Email von meiner Ärztin erhalten mit einem neuen Medikament, was ich bisher nicht kannte.

Anbei die Email:

M. Bechterew: Quantensprung durch kausale Therapie

Jeder Mediziner verbindet mit der Bechterew-Krankheit die chronisch-entzündliche Systemerkrankung der ISG und der Wirbelsäule. Auch wird angenommen, dass es weder Heilung noch kausale Therapieansätze gibt. Durch überzeugende Erfolge mit dem TNF-a-Blocker Infliximab bricht nun erstmals in der Geschichte des M. Bechterew eine neue Ära in der Behandlung an. Mit Infliximab steht seit kurzem in dieser Indikation ein biologisches Medikament zur Verfügung, das seine Effektivität bereits im Kampf gegen andere Autoimmunerkrankungen unter Beweis gestellt hat.

Die ankylosierende Spondylitis (M. Bechterew) liegt hinsichtlich Prävalenz in der Rangliste der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nach der rheumatoiden Arthritis (rA) auf Platz zwei. Trotz des frühen Manifestationsalters zwischen 20 bis 40 Jahren und einer hohen Krankheitslast wird der M. Bechterew meist erst sehr spät diagnostiziert. Die Krankheit führt unweigerlich zu starker Beeinträchtigung und Behinderung: Nach einem Krankheitsverlauf von 30 Jahren weisen 42% der Männer und 18% der Frauen eine komplette radiologische Wirbelsäulenversteifung auf. Ein langer Leidensweg mit häufigem Arztwechsel charakterisiert die Krankheitsgeschichte des Bechterew-Patienten. Bisher befanden sich viele Patienten nicht einmal in ärztlicher Hand, da sie wegen ihrer chronischen "Rückenschmerzen" physiotherapeutisch behandelt wurden. Die therapeutische Hilflosigkeit seitens der Ärzteschaft ist kaum verwunderlich: Gab es doch außer NSAR zur Schmerzlinderung und physikalischer Therapie zur Erhaltung der Beweglichkeit keine Therapieoption, die in den Krankheitsverlauf des M. Bechterew eingreifen konnte.

Diagnostische Kriterien

Diagnostische Kriterien nach der European Spondyloarthropathy Study Group (ESSG) 1991 umfassen junges Erstmanifestationsalter, nächtliches schmerzbedingtes Erwachen, Morgensteifigkeit und tiefe Lokalisation des Kreuzschmerzes. Bereits alltägliche Tätigkeiten wie Aufstehen aus dem Sitzen bereiten die größten Schwierigkeiten. Laborparameter wie BSG und CRP sind erhöht, bei nahezu allen Patienten lässt sich das HLA-B27 nachweisen. Die typischen frühen Veränderungen der Iliosakralgelenke sind radiologisch gut nachweisbar. Das Vollbild der Erkrankung ist schließlich durch die Beteiligung der ganzen Wirbelsäule und der großen Gelenke charakterisiert.

Neue Ära durch wirkungsvolle Therapie mit Anti-TNF-alpha

Die Behandlungsoptionen waren bisher rein auf den symptomatischen Bereich beschränkt. Ein völlig neuer Therapieansatz gelang mit der Untersuchung des Tumornekrosefaktors a (TNF-a), einem Zytokin, das eine Schlüsselrolle im Entzündungsgeschehen spielt. In Biopsien aus den Iliosakralgelenken von 5 Patienten mit M. Bechterew wurden hohe Konzentrationen von mRNA für TNF-a nachgewiesen, was einen neuen Ansatzpunkt für eine innovative immunologische Behandlungsstrategie darstellte. Infliximab ist ein monoklonaler Antikörper, der mit hoher Spezifität an TNF-a bindet, dieses Zytokin damit inaktiviert und somit in den Entzündungsprozess maßgeblich eingreift. Seit 1999 ist Infliximab für M. Crohn und seit 2000 in Kombination mit MTX für die Behandlung der rA zugelassen. Weltweit wurden bereits mehr als 300.000 Patienten erfolgreich behandelt. Remicade ist als einziges der so genannten Biologicals zur Zulassung für M. Bechterew bei der europäischen Zulassungsbehörde eingereicht.

Durchschlagende Erfolge in Pilotstudie

Im Jahr 2000 wurde von Brandt et al. die erste Pilotstudie mit Infliximab bei der ankylosierenden Spondylitis (AS) veröffentlicht. Infliximab stellte sich dabei als hochwirksam bei schwerer AS heraus. Erstmals wurde gezeigt, dass ein Medikament nicht nur schmerzlindernd wirkt, sondern die Krankheitsaktivität deutlich reduziert und die Beweglichkeit der Wirbelsäule positiv beeinflussen kann. Zum Erhalt der Remission waren Infusionen in Abständen von 6 Wochen erfolgreich. Aufgrund der bahnbrechenden Resultate wurde im Anschluss eine placebokontrollierte Studie initiiert.

Bahnbrechende Ergebnisse in Doppelblind-Studie


Die Berliner Gruppe von Braun konnte eine deutliche klinische Besserung durch Infliximab bei etwa 80% der untersuchten Patienten mit aktivem M. Bechterew belegen, die nicht auf Basistherapeutika angesprochen hatten (Abb.). Im Verlauf von 12 Wochen erhielten dabei insgesamt 70 Personen randomisiert entweder Placebo oder den TNF-a-Blocker in einer Dosierung von 5mg/kg KG als Infusion. Ein Ansprechen auf die Therapie konnte bei allen erhobenen Wirksamkeitsparametern innerhalb kürzester Zeit beobachtet werden, die auch langfristig bei vielen Patienten zu einer dramatischen Verbesserung des subjektiven Befindens führte. Am Ende des Beobachtungszeitraums zeigte sich ein statistisch hochsignifikanter Unterschied im Rückgang der Krankheitsaktivität bei 53% in der Infliximab-Gruppe im Vergleich zu 9% unter Placebo. Neben der signifikant verbesserten Alltagsfunktion und Lebensqualität konnte unter Remicade auch eine Verminderung der Entzündungsparameter (CRP) festgestellt werden, nicht aber unter Placebo. Mehr als die Hälfte der Infliximab-Patienten konnten ihre NSAR-Einnahme deutlich reduzieren. Beste Ergebnisse wurden in der Dosierung von 5mg/kg KG alle 6 Wochen erreicht.

Auch viele andere internationale Studien untermauern das ausgezeichnete Ansprechen bei einem hohen Prozentsatz der Patienten. Anhand bildgebender Verfahren ließ sich eine strukturell manifeste Verzögerung der Krankheitsprogression durch Infliximab nachweisen.

Vor einer Therapie mit Infliximab sind Tuberkulose und Herzinsuffizienz auszuschließen. Bei Verdacht auf eine latente Tuberkulose sollte eine Remicade-Therapie erst nach Behandlung der Tbc erfolgen.

Auch die Applikationsart ist entscheidend

Ein wichtiger für die Compliance relevanter Faktor ist auch die Applikationsform, die sich bei Infliximab als äußerst vorteilhaft erweist. Alle sechs Wochen wird durch den Arzt eine Infusion über zwei Stunden verabreicht. Es konnte belegt werden (Poster ILAR, 2001), dass Patienten die Infusion im Allgemeinen bevorzugen und besser akzeptieren als subkutane Selbstinjektionen, wie sich im Vergleich zu einem anderen Biological herausstellte. Die regelmäßigen Ordinationsbesuche ermöglichen überdies eine bessere Kontrolle des Krankheitsverlaufs durch den Arzt. Engmaschige Patientenführung und notwendige Therapieadjustierungen werden dadurch erleichtert.

Quellangaben:
Brandt J., Arthritis Rheum 2000
Braun J et al, The Lancet
Jarry JL, Poster am ILAR


Bei mir kommt die Therapie leider "noch" nicht in Frage, da meine letzten Blutwerte im grünen Bereich liegen, trotz schmerzen..

Die Therapie hat wohl einige Nebenwirkungen, die leider bisher noch nicht herausfinden konnte. Ausserdem wird sie nur bei schwersten Fällen genehmigt.

Zitat: "Erst wenn alle herkömmlich verwendeten Medikamente versagen, kommt TNF-a zum Einsatz. Grund für die zurückhaltendene Verordnung sind u.a. einige Nebenwirkungen und v.a. die hohen Jahrestherapiekosten von ca. 20.000 EUR!!
"

Vielleicht ist die Meldung ja für einige interessant.

LG
Rüdiger

Sabine
19.11.2003, 16:14
Ja die Aussage ist korrekt und richtig.

Ein Bekannter von mir nimmt an dieser Studie teil und dem geht es seit der Einnahme viel viel besser.

Wollen wir mal hoffen das irgendwann jeder für dieses Medikament geeignet ist.
Aber bei diesen Sparmaßnahmen :eek:

Liebe Grüße
Sabine

petra
19.11.2003, 16:18
Hallo Rüdiger,

vielen Dank für den Beitrag, er ist für viele hier sicherlich die erste umfassendere Info über Infliximab, ohne grossartig im Web herumgeistern zu müssen.

Gruss - petra

Gast_02
19.11.2003, 16:45
Hallo ihr Lieben,

Für alle die doch lieber im Net unterwegs sein wollen habe ich
hier ein paar interessaante Links dazu.

Pharmazie-Zeitschrift (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/1999-30/pharm1.htm)
Wiener Medizinische Wochenschrift (http://www.blackwell-synergy.com/links/doi/10.1046/j.1563-258X.2003.03036.x/abs/)
Statement Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen (http://www.bkkommunikation.at/bk/seite51017.htm)

Dort gibt es sehr schöne Infos auch zu Nebenwirkungen.

Lieben Gruss

der Graf

Uwe

:rolleyes: :rolleyes:

Rüdiger
19.11.2003, 17:21
Hi Uwe,

vielen Dank für die Links. Die Nebenwirkungen hören sich bei weitem nicht so dramatischan, wie bei einer Nuklearbehandlung.

Wenn allerdings nur alle 6-8 Wochen eine Behandlung notwendig wäre, stellt sich mir nur die Frage, warum das Medikament so teuer ist?

Nach einer groben Hochrechnung würe jede Infusion knapp 3100 Euro kosten.

Irgendetwas ist da doch faul im State Dänemark

:mad:

LG
Rüdiger

uedeke
19.11.2003, 22:10
Hallo zusammen,

die TNF-a-Blocker sind eine Neuentwicklung und werden durch Bakterien hergestellt. Vielleichts sind daher die Kosten zu erklären.

Da TNF-a-Blocker in das Immunsystem eingreifen glaube ich kaum, daß sie für jeden Patienten das Mittel der Wahl sind. Es sind auch zahlreiche Voruntersuchungen nötig. Ich habe schon von Fällen gelesen, daß die Patienten ins Koma fallen oder Nervenlähmungen bekommen. Auch ist trotz aller Voruntersuchungen die Todesfallrate ziemlich hoch.

Es ist für jeden Patienten abzuwägen, ob der eine Therapie mit TNF-a-Blocker oder Ra-224 möchte.

Alles Gute

uedeke

Jürgen
21.11.2003, 08:41
Hallo Zusammen,

die hohen Kosten lassen sich durch ein sehr aufwändiges Herstellungsverfahren erklären. Es handelt sich um ein gentechnisch verändertes Protein (zu über 75% aus der Maus :-)) und der Produktionsprozeß dauert ca. 6 Monate.

@ Rüdiger
"Die Nebenwirkungen hören sich bei weitem nicht so dramatischan, wie bei einer Nuklearbehandlung." Wie meinst Du das? Hier mal die Beipackzettel.

Remicade

Nebenw.: Häufig: Virusinfekt. (z. B. Influenza, Herpes-Infekt.), Fieber, Serumkrankheit-ähnliche Reakt., Kopfschm., Schwindel/Benommenheit, Hitzegefühl, Infekt. d. oberen u. unteren Respirationstrakts (z. B. Bronchitis, Pneumonie), Dyspnoe, Sinusitis, Übelkeit, Diarrhoe, Abdominalschm., Dyspepsie, erhöhte Lebertransaminasen, Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria, vermehrte Schweißsekretion, Hauttrockenh., Ermüdung, thorakale Schmerzen, infusionsbed. Reakt. Gelegentl.: Abszeß, Cellulitis, Candidose, Sepsis, verzögerte Wundheilung, bakt. Infekt., Tuberkulose, Pilzinfekt., Autoantikörper, Lupus-ähnl. Syndrom, Stör. d. Komplementsystems; Anämie, Leukopenie, Lymphadenopathie, Lymphozytose, Lymphopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Depress., Verwirrth., Agitation, Amnesie, Apathie, Nervosität, Somnolenz, Schlaflosigkeit, Verschlechter. einer demyelinis. Erkrank. m. Verdacht auf Multiple Sklerose,. Konjunktivitis, Endophthalmitis, Keratokonjunktivitis, Ekchymose/Hämatom, Hypertonie, Hypotonie, Synkope, Petechien, Thrombophlebitis, Bradykardie, Herzklopfen, Gefäßspasmus, Zyanose, periph. Ischämie, Arrhythmie, Verschl. d. Herzinsuff., Epistaxis, Bronchospasmus, Pleuritis, allerg. Reakt. d. Respirationstrakts, Lungenödem, Obstipation, gastroösophagealer Reflux, Cheilitis, Divertikulitis, Leberfunktionsstör., Cholezystitis, Mykosen der Haut/Onychomykose, Ekzem/Seborrhoe, Hordeolum, Blasenbild., Furunkulose, periorbitales Ödem, Hyperkeratose, Rosacea, Verruca, Pigmentanomalie/Hautverfärb., Alopezie, Myalgie, Arthralgie, Harnwegsinfekt., Pyelonephritis, Vaginitis, Ödeme, Hitzewallungen, Schmerzen, Frösteln/Schüttelfrost, anaphylakt. Reakt., Reakt. an d. Inj.stelle. Selten: Granulomatöse Läsion, Meningitis, Kreislaufversagen, Tachykardie, Pleuraerguss, Darmwandperforation, Darmstenose, gastrointestinale Hemorrhagie, Hepatitis, demyelisierende Erkrank. (wie Multiple Sklerose u. Optikusneuritis), Guillain-Barré-Syndrom, Neuropathien, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Krampfanfälle, Panzytopenie, anaphylakt. Schock, opport. Infekt. (wie Tuberkulose, atypische Mykobakterien, Pneumocystose, Histoplasmose, Coccidioidomykose, Kryptokokkose, Aspergillose, Listeriose u. Candidose, interstitielle Pneumonitis/Fibrose. Sehr selten: Myelitis transversa, hämolytische Anämie, idiopatische thrombozytopenische Purpura, thrombotische-thromozytopenische Purpura, Leberzellschaden, Salmonellose.

Hier mal die Preise:
2 Durchstechfl. (N2) mit je 100 mg Trockensubst. 1666,92 PZN 1359648
3 Durchstechfl. (N2) mit je 100 mg Trockensubst. 2393,11 PZN 1359654

Die Dosierung beträgt 5mg/kg Körpergewicht alle 6 Wochen, somit benötigt ein 80kg schwerer Mann 400mg = ca. 3300€ *8,6 =28600€ im Jahr.

Hier mal die Nebenwirkungen von Radium

Nebenw.: Häufig initiale Schmerzverstärkung. Gelegentl. Iridozyklitis. Es kann nicht differenziert werden, ob es sich um eine therapiebedingte NW handelt od. ob eine viszerale Manifestation der Grunderkr. ursächlich ist. Selten Effekt auf das hämatopoet. System mit Beeintr. des periph. Blutbildes, geringe Atypien im Sternalpunktat bei normalem periph. Blutbild, allerg. Reakt. wie Urtikaria, Gesichtsrötung, Schüttelfrost, Fieber od. Übelkeit. In Einzelf. anaphylakt. Reakt., Schädigungen des Leberparenchyms (meist passager) u. kolikartige Beschw. bei Urolithiasis. Ionisierende Strahlen können Krebs u. Erbgutveränd. verursachen. Bei der Strahlendos., die mit der therapeutischen Anw. dieses radioakt. AM verbunden ist, wird ein gering erhöhtes Risiko für die Entstehung von Knochentumoren (0,5%) u. Leukämien (0,9%) vermutet.

Zum Vergleich der Preis
1 Inj.-Fl. 421,82 PZN 1846118
10 x 1 Inj.-Fl. 4218,20 PZN 1477589

Viel interessanter finde ich die Frage, warum hört man an allen Ecken nur von TNF-alpha Blockern und nichts von Radium? Wird es von der Pharmaindustrie etwa nicht forciert, dass ein günstigeres und für den Patienten schonenderes Medikament angeboten wird ??? Momentan nehme ich noch mit Erfolg an der Remicade Studie teil (seit drei Jahren), aber wenn ich "nur" Probleme mit der WS hätte und vor der Wahl stände, würde ich auf jeden Fall Radium nehmen (sofern kein Kinderwunsch besteht).

@uedeke

Die Zahl der Toten finde ich nicht gerade hoch. Es sind ca. 0,1% und wer ein Medikament dieser Art nimmt, ist in der Regel schon ziemlich fertig, so dass es wahrscheinlich ist, dass Nebenwirkungen vermehrt auftreten können. Im Jahr 2002 starben 16000 Menschen an den Nebenwirkungen von NSAR ...

Ich wünsche allen, dass sie niemals vor der Entscheidung stehen, sich zwischen diesen Medikamenten zu entscheiden.

Schöne Grüße
Jürgen

Engelbert
21.11.2003, 12:23
Hallo Jürgen

Vielen Dank für den sehr informativen Beitrag.

Was das wenig reden über Ra 224 angeht so erscheint es mir so das da sehr viel Geld im Spiel ist und der Finanzstärkere gewinnt, dabei sind auch so sachen wie der Wechesel eines der Chefs des Herstellers von Ra 224 zum Mitbewerber interesant.

Ich selber befürchte das in den nächsten Jahren zu den bestehenden Versteifungen auch noch die HWS versteift. Da ich bei mir der MB sich nur an der Wirbelsäule manifestiert und ich keinerlei Medikamente nehme würde mich schon interesieren ob sich eine Versteifung mit Ra 224 aufhalten läßt.

Dafür wäre ich durchaus bereit mir das Mittel im Rahmen einer klinischen Langzeitstudie spritzen zu lassen, die Nebenwirkungen schätze ich als sehr geringes Risko ein.

Eine Behandlung mit TNF A Blockern würde ich für mich persönlich ablehnen, dafür geht es mir wohl viel zu gut. Um diesen Eingriff in mein Immunsystem machen zu lassen müßte ich wohl erst mal wirklich vor Schmerzen nicht ein noch aus wissen.

Wünsche Euch allen das es Euch mindestens so gut geht wie mir

Engelbert

Rüdiger
21.11.2003, 16:36
Hallo Jürgen,

RA-224 ist mir natürlich bekannt und ich wollte auf keinen Fall die Therapie totreden.

Mit den Nebenwirkungen meinte ich im Gegensatz zum RA-224(meine persönlich Meinung dazu).
Da wir noch Kinder haben möchten, fällt für mich diese Therapie schon einmal flach.
Ausserdem meine ich auch in diesem Forum bereits gelesen zu haben, dass man sich nach einer RA-224 Therapie mind. einige Jahre keine Gelenke brechen sollte, da die Knochen nicht mehr auf normalem Wege zusammen wachsen.

Ich wollte hier keinen zu nahe treten oder sonst irgendwas, sondern nur eine Info meiner Ärztin auch anderen zugute kommen lassen.

Also PEACE ! :p

Gruß
Rüdiger

Engelbert
22.11.2003, 17:41
Hallo Rüdiger

Es mag schon sein das Du in diesem Forum gelesen hast das mann sich 10 Jahre lang keinen Knochen brechen sool das ist aber wohl eine Fehlinformation die in einem Forum wie diesem vorkommen kann und auch nicht unwiedersprochen dasteht.

Was das Kinderkriegen angeht so steht dem nach Abschluß einer Radium Therapie plus einer erträglichen Wartezeit für den Mann nichts entgegen.

Bei einer Frau ist das anders, da bei Ihr alle ca. 300 Eier die heranreifen können schon vor der ersten Menstruation gebildet sind.

Mit einem schönen Gruß

Engelbert

Jürgen
25.11.2003, 08:58
Hallo Rüdiger,

mir drängt sich halt immer nur die Frage auf, warum Radium trotz verhältnismäßig guter Wirkung und relativ geringen Nebenwirkungen (nach heutigem Kenntnisstand) und einem gegenüber Remicade sehr niedrigem Preis nicht öfter als Alternative angeboten wird. Die Halbwertszeit beträgt übrigens ca. 48 Stunden und somit dürfen Knochenbrüche lediglich in der Zeit der Behandlung nicht auftreten. 2 Wochen nach Beendigung sollte ein normaler Knochenbruch auch wieder normal verheilen. Die Langzeitnebenwirkungen von Remicade sind übrigens auch noch völlig unbekannt...

Wo kommst Du eigentlich her? Ich komme aus Rheinbach (bei Bonn) :) .

Schöne Grüße
Jürgen