PDA

Vollständige Version anzeigen : doch kein Bechterew????


Ulmka
07.11.2003, 23:11
Hallo an alle!

Ich war gestern mal - für eine zweite Meinung - in Oldenburg bei einem neuen Rheumatologen (ein orthopädischer, die internistischen hatten nämlich auch hier 4 Monate Wartezeit!:(). Erstaunlicherweise war die Praxis nicht überfüllt und ich musste fast gar nicht warten!:)

Der Doc hat sich dann meine Geschichte in groben Zügen anghört und Knie und Füße untersucht und dann gemeint, er wäre sich nicht so ganz sicher, ob ich wirklich MB habe oder nicht doch Polyarthritis; wenn es denn MB wäre, wäre es ein atypischer!:confused:

Darauf gekommen ist er, weil mein Rücken schon seit Ende Juli wieder Ruhe gibt und nur die Füße und das Knie Ärger machen - und weil bei der Szinitgraphie trotz massivem Schub im Juli in den ISG nichts zu sehen war, nur in Füßen und Knie. Im Röntgen und Kernspin hat er aber selber gesehen, dass die ISG schon leicht verknöchert sind. Dann ist da ja noch eine positive Familienanamnese, eine Skleritis im letzten Jahr und ich bin HLA-B27-positiv.

Auf jeden Fall hat er sich alle meine Aufzeichnungen (ein ziemlich genaues Schmerz- und Medikamententagebuch) und alle Röntgen, Szinti und MRT-Bilder dabehalten, um sie mal in Ruhe durchzusehen. In drei Wochen will er mich dann wiedersehen und mit mir darüber sprechen.

Als Therapie hat er, weil ja trotz Basistherapie und Cortison Füße und Knie entzündet sind, erstmal das NSAR gewechselt von Danaprox (das kannte er nicht!) auf Piroxicam 20 (Drückt mir die Daumen, das das besser wirkt!:cool: ). Wenn das auch nicht hilft, soll ich zusätzlich noch mit MTX anfangen, dafür Cortison aber weiter runterfahren. Habt ihr Erfahrung, wie Piroxicam und MTX bei starker peripherer Beteiligung wirken?:confused:

Außerdem hat er vorgeschlagen, wenn das Knie nicht besser wird, dort eine Radiosynovioorthese (wird das so geschrieben?) zu machen. Was genau ist das? Habt ihr damit Erfahrung?:frage:

Was mir sehr sympatisch war: Er meinte, wenn alles nichts hilft, sollten wir mal an die Biologicals denken! Ein Arzt, der von sich aus einer neuen Patientin TNF-alpha-Blocker vorschlägt! :D
Allerdings hat er dann gleich gefragt, ob wir denn Millionäre wären!:( Ich dachte immer, auf Antrag zahlt das die Kasse???

Könnt ihr mich da mal aufklären, wie das läuft:frage:

Auf jeden Fall bin ich jetzt schon gespannt, was er in 3 Wochen sagt - und wie es mir dann geht!

Gruß

Lydia:)

Henrike
10.11.2003, 22:29
lange überlegt, ob ich überhaupt antworten soll. Schließlich sind wir keine Ärzte und haben nicht deren Erfahrungen.
Aber, soweit mir bekannt, sind bei der Polyarthritis nur die peripheren Gelnke betroffen, nie die Wirbelsäule (ISG). Meist treten die Entzündungen auch symetrisch auf, d.h. beide Knie, beide Füße.
Da Du aber von einem Knie sprichst und Dein ISG ja schön Verknöcherungen zeigt, paßt es nicht so 100%ig, oder?

Piroxicam hatte ich mal ganz kurz, hab aber darauf reagiert und es wurde wieder abgesetzt.
MTX wird meist bei peripherer Gelenkbeteiligung erfolgreich eingesetzt, wenn die WS betroffen ist, soll es nicht so gut wirken.

Soweit ich weiß, ist die Behandlung mit TNF-alpha-Blockern sehr teuer. Vor der Behandlung sollte die Genehmigung der Krankenkasse eingeholt werden. Das kann kein Mensch selbst bezahlen. Eine Infusion kann 1000-1500 € kosten.

Wie gesagt, es sind nur Hinweise, die ich auch gelesen habe.

Ich kann aber nachempfinden, was Du fühlst. Je mehr Ärzte man befragt, desto mehr Antworten unterschiedlichster Art erhält man.
Liebe Grüße
Henrike

Henrike
10.11.2003, 22:31
Link:
http://www.rheuma-online.de/a-z/a-z378.html
Mehr weiß ich dazu leider auch nicht.
Gruß
Henrike