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Vollständige Version anzeigen : Krankenhausaufenthalt-Bericht


Henrike
31.10.2003, 15:04
Hallo, Ihr Lieben!

Bin aus dem Krankenhaus wieder raus. So etwas hab ich nun wirklich noch nicht erlebt. Habe mich heute selbst entlassen.
Ich habe lange überlegt, ob ich da bleiben soll oder nicht, aber letzendlich habe ich mich entschlossen zu gehen, denn:
Die Gründe, die für den Aufenthalt sprachen, waren einfach zu gering.
Dafür sprach:
1. sie haben herausgefunden, was ich hab (was ich auch schon vorher wußte)
2. sie haben mir alle Medikamente bis auf das Sulfasalazin genommen, was mir auch ganz recht war, ich fand es eh ein bißchen viel.
3. sie haben mir das rechte ISG mit Cortison unterspritzt (hätte meine HA auch gemacht).

So, nun die Gründe warum ich gegangen bin:
1. ich hatte bis dato fast keine Therapie, außer einer Rücken KG Gruppe, die 20 Min. ging (da hab ich zu Hause mehr gehabt)
2. ich hatte stärkere Schmerzen, als zu Hause, da ich keine Medis und keine Bewegung hatte.
3. ich bekam eine 1000kcal Diät, die ich nicht wollte (ich wurde aber auch nicht gefragt)
4. ich sollte eine Magenspiegelung bekommen, da ich vor 8 Jahren ein Ulkus hatte und seitdem niemand mehr in den Magen geguckt hat, ich aber auch keinerlei Beschwerden hatte.
5. Sie wollten mir in die Clavikula stechen, um mal zu gucken, ob das Gelenk in Ordnung ist, obwohl ich dort überhaupt keine Schmerzen hatte und obwohl im Ultraschall nichts zu sehen war. An meiner Hüfte, die wirklich entzündet ist und auch sehr schmerzt hatten sie keine Interesse.

Also, daraufhin habe ich mich halt entschlossen zu gehen, meine HA hat nur die Hände über den Kopf geschlagen und sich Vorwürfe gemacht, da sie mir die Klinik empfohlen hat. Am Montag will sie nun die Unterspritzung der ISG´s mit Cortison weiterführen. Und ich will mal versuchen, was ich sonst noch über die Erkrankung rausfinden kann.
Habt Ihr evtl. eine Idee, wo ich mehr Infos herbekomme?
Ich habe eine seronegative Psriasis-Spondarthritis ohne Psoriasis mit peripherer Gelenkbeteiligung.

Also, was Krankenhaus betrifft, bin ich erstmal bedient.

Liebe Grüße
Henrike

petra
31.10.2003, 18:16
Hallo Henrike,

es ist immer wieder die alte Leier, die ich hier bringe:

aber immer öfter habe ich den Eindruck, dass nur wenige Ärzte daran interessiert sind, Kranke gesund zu machen.
Sie pfuschen an so vielem herum und pisaken hier und untersuchen da - was einen aber wirklich plagt, das ignorieren sie so oft, selbst wenn man sich selbst bemüht, korrekte Fakten zusammenzutragen.

Ich habe zu Hause auch mehr Gymnastik und Bewegung als irgendwo in einem Krankenhaus oder einer Reha - Klinik und irgendwo reingucken lass' ich mir schon lange nicht mehr, einfach auch deswegen, weil die o.g. Ärzte sich nur für Sachen interessieren, an denen sie persönliches oder wie auch immer geartetes Interesse haben. Andererseits übergehen sie öftmals die von den Patienten angesprochenen Probleme oder Beobachtungen.

Geradeaus gesagt, es ist in diesem Lande eine Katastrophe !:mad:
Ich hoffe, dass ich in meinem restlichen Leben nie mehr in ein Krankenhaus muss.

Beste Grüsse - petra

Henrike
02.11.2003, 17:21
hab ich etwas über meine Krankheit gefunden. War gar nicht so einfach, hat fast das ganze WE gedauert, aber ich war ja tapfer und hab weitergesucht.
Das werd ich doch mal meiner Ha auf den Tisch legen, das ist doch was, oder.
Wer Interesse hat, dann guckst Du hier:
www.rheumanet.org
Die Seite ist etwas kompliziert aufgebaut und aber nach etwas Suchen hab ich dann doch das:
http://www.rheumanet.org/content/m4/k3/Artikel685.aspxx
gefunden.

Erstaunt war ich über die Seltenheit der Erkrakung.
0,1-0,2% der Gesamtbevölkerung. Und von diesen 0,1-0,2% haben nur 6% keine Psoriasis.
Das ist der Hammer, oder?
Liebe Grüße
Henrike

Engel
02.11.2003, 18:40
Hallo Henrike :)


Mensch das tut mir leid, was dir alles passiert ist.

Ich hab fest an dich gedacht, und gehofft dass alles gut wird. Aber unter gut versteh ich was anderes als das.


Wünsche dir einen ganz schönen Wochenanfang.


Der Engel Anette

Henrike
02.11.2003, 19:00
Wie unter gut verstehst Du etwas anderes? Was meintest Du damit?
Gruß
Henrike

petra
02.11.2003, 19:58
Hallo Henrike,

ich habe mal gelesen, dass der MB mit Gelenkbeteiligung und partieller Psoriasis verdammt schlecht zu unterscheiden ist von einer Psoriasis-Arthitis, vor allem bei Frauen, die öfter unter einer peripheren Gelenkbeteiligung leiden.
Als ich mir im Rheuma Net die Beschreibung der Psoriasis-Arthitis zu Gemüt führte, kam mir gleich der Gedanke: mann, das kann man ja von MB kaum unterscheiden, fragt sich nur, was zuerst da war, das Ei oder das Huhn.
Beide Erkrankungen treten ebenfalls gehäuft bei Personen mit positivem HLA-B 27 auf und werden mit denselben Medikamenten behandelt. Bei beiden helfen auch in vielen Fällen die neuen TNF-Alfa-Blocker.
Zwei weitere Krankheitsbilder, die an den HLA-B 27 gebunden sind und auf TNF-Alfa-Blocker reagieren, sind Morbus Crohn ( kann ebenfalls mit Spondylarthitis verbunden sein) sowie die Chronische Polyarthritis.

Manchmal habe ich das dumme Gefühl, dieser ganze Sch... ist eine einzige komplexe systemische Erkrankung mit verschiedenen Schwerpunktbereichen, die sich im Laufe der Zeit so oder so herauskristellisieren und verschieden bezeichnet werden.

Aber, wie gesagt, das ist nur meine Meinung, ich bin ja kein Arzt und habe von Medizin keine Ahnung.

Beste Grüsse - petra

Henrike
02.11.2003, 20:33
was nun wirklich davon zutrifft, wird sich erst im Laufe der Jahre herauskristallisieren, aber Fakt ist:
es gibt in meiner Familie eine gehäufte Form von Psoriasis
und
ich bin HLA B27 negativ.
Ich denke, dass sind die Gründe, warum sie bei mir eher an eine Psoriasis Spondarthropathie denken und nicht an einen MB.
Im Grunde genommen, ist es so, dass sich alles sehr sehr ähnelt.
Wie gesagt, die Zeit wird es bringen.
Liebe Grüße
Henrike

Engel
03.11.2003, 06:16
Hallo Henrike :)

Sorry hab mich wohl etwas ausgedrückt :(


Unter gut verstehe ich, dass dir geholfen wird im Spital und sicher nicht dass du dich selber entlasten musst.


Liebe Grüsse


Der Engel Anette

hippo
03.11.2003, 07:05
Hallo Henrike,
vorab gesagt halte ich mich mal raus, was deine Erkrankung betrifft, da hab ich leider keine Ahnung von.
Was du aber schilderst von deinem Aufenthalt-wie meine Überschrift schon sagt:Ich fass es nicht und mir fehlen die Worte. Haste gut gemacht, dass du soviel Stirn besessen hast zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter, ich gehe. Soviel Courage möchte ich auch gerne mal haben.
Was petra geschrieben hat, kann ich nur unterstreichen und befürworten. Die meisten Ärzte wollen nur ihr eigenes Interesse befriedigen, der Patient mit seinen Beschwerden kommt gaaanz hinten.
Ich hoffe du findest viele Antworten auf deine Fragen, ohne dass dich diese Anworten verwirren, weil sie z.b. widersprüchlich sind. Aber so wie ich das sehe, wirst du die richtige Lektüre schnell rausfiltern.
Dir alles gute und nochmal: Hut ab vor deiner Courage!!!
Gruß
Michael