Vollständige Version anzeigen : MB und Frauen
Natürlich betreffen die meisten Themen Mann und Frau gleich. Doch gibt es doch entscheidene Unterschiede: Erstens in der Akzeptanz. Angeblich sind ja hauptsächliche Männer von MB betroffen, weswegen an Frauen garnicht erst die Untersuchungen gemacht werden, die MB diagnostizieren(zu teuer). Zweitens fahren Männer selten auf Mutter und Kind Kuren. Bringt es ja auch nicht wirklich. Wo bleibt da die Ruhe, die den Heilungsprozeß fördern soll? Männer kommen kaum auf diese Idee. Und welcher Mann hat das Problem sein Neugeborenes Nachts aus dem Bett zum stillen zu holen und es dabei vor Schmerzen fast fallen zulassen?
Ich denke hier gehören eine Menge Themen rein, die wirklich nur Frauen interessieren.
Oder sehe ich das alleine so?
Jessica
Hallo Jessica:(
In einem gebe ich Dir recht: KEIN Mann kann nachvollziehen, was eine Frau in Kombination als Mutter mit Kindern und MB-Schmerzen empfindet. Punkt, das ist Fakt!
In folgendem Zitat von Dir möchte ich ganz massiv widersprechen:
Ich denke hier gehören eine Menge Themen rein, die wirklich nur Frauen interessieren.
Es wird Massen an Männern geben, die dieses Thema sehr wohl interessiert. Bitte nicht alle Menschen, die nicht Frau oder Mutter sind ausgrenzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch "teilnehmen lassen" eine Sensibilität für Themen geweckt wird, die wahrscheinlich für Dich zumindest hier im Forum neu sein wird. Denn die Aussage von dir in dem Zitat und deinem Beitrag weist auf ziemlich miese Erfahrungen hin.
Da hoffe ich nur, wir können hier als Kollektiv diese Erfahrungen ausbügeln.
Immer dran denken:Du bist nicht alleine!
Gruß aus Wuppertal
Michael
Hallo Michael!
Unter Betroffenen ist die Akzeptanz bestimmt da, das glaube ich auch. Nur nach außen stehen Frauen anders da als Männer. Mit "Draußen" meine ich Nichtkranke. Und da haben Frauen mehr Probleme anerkannt zu werden. Bei Ärzten, Familie, Arbeitgeber etc. Deswegen dachte ich, dass mehr Frauen hierzu ihre Erfahrungen austauschen könnten.
Wäre natürlich toll, wenn durch teilnehmen lassen, die Mauern ein wenig niedriger werden würden.
Denn wenigstens eine Diagnose hilft häufig schon, nicht an sich selbst zu verzweifeln.
Viele Grüße
Jessica
Hi Jessica,
Ich glaube, dass Frauen es generell schwerer haben, in dieser Gesellschaft ( keinesfalls hier im Forum) als vollwertiges Mitglied akzeptiert zu werden.
Nimm beispielsweise nur einmal die deutsche Frauenfussballmannschaft, die dieser Tage Weltmeister wurde. Obwohl ein herausragender Erfolg beschieden war, erwecKt das Ereignis lediglich einen Bruchteil des Interesses, den eine Fussballmannschaft von Herren erregt, auch die "Belohnung" ist im Vergleich zu den Herren wohl eher als Almosen anzusehen.
Oder:
stehe ich allein in unserem Baugeschäft, in dem ich seit zig Jahren arbeite, kommt öfter als man denkt ein " Is heut keiner da?" herüber, es ist glatt so, als ob ich Luft wäre! Und manch einer erschrickt gewaltig, wenn ich ihn anspreche, nur weil ich eine Frau bin.
Hier in diesem Board ist eher das Gegenteil der Fall:
die Probleme von allen sind überwiegend ähnlich und es ist vollkommen egal, ob ein Mann oder eine Frau etwas zu einem bestimmten Thema sagen, generell gilt, dass jede Meinung und jeder Beitrag gleich viel Interesse erregen.
Es ist gut, in diesem Sinne weiterzumachen.
Gruss an alle - petra:rolleyes: :rolleyes:
Hallo Petra!
Hab ich gelacht. "Keiner da?". Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es eigentlich sehr komisch. Ich arbeite in einer Internetagentur und wenn ich am Telefon von Kunden nach den "Männern" gefragt werde, kann es sich nur um ein schwerwiegendes technisches Problem handeln. Hatte heute so eine Begebenheit. Mir wäre beinahe vor Lachen der Hörer aus der Hand gefallen, weil ich an deinen Kommentar denken mußte.
Wie schön, dass dieses Forum für heitere Stunden sorgt!
Viele Grüße
Jessica
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