Vollständige Version anzeigen : Die schriftstellerische Freiheit!
:( Hallo liebe Bechtis,
zur Zeit hat mich unser Freund wieder einmal richtig im Griff. "Vom Kopf bis zu den Zehen" so zu sagen.
Wieder ein Wochenende im A...!
Da mußte ich mal wieder in einem Buch über MB stöbern und bin dann wieder bei Sport, Aktivitäten und die sagenhafte positive Einstellung aller MB`ler hängen geblieben.
Da steht auch,daß man mit dieser Krankheit ein fast normales Leben führen kann.
Was da nicht steht, ist wann dieses Leben denn endlich losgeht? Außer Einschränkungen, Sorgen und Schmerzen kenne ich wenig was den MB begleitet.
Da stellt sich doch die Frage, schriftstellerische Freiheit und nur zu Feige die Wahrheit zu schreiben! :aerger:
Gerne lasse ich mich über Besseres belehren!
Liebe Grüße !!
Hallo Boromir,
tut mir leid, dass es Dir momentan schlecht geht.
Wie difiniert man ein "normales" Leben? Zu einem normalen Leben gehören auch frust, schmerz und schlechte Zeiten.
Aber ich kann Deinen Ärger nachvollziehen. Ich bin seit 3 Jahren fast nicht ohne Schmerzen. Aber ich versuche so zu leben als wenn nichts wäre. Ich schleppe mich manchmal regelrecht zur Arbeit, trotz Schmerzen. Zuhause sind die Schmerzen auch ja nicht besser.
Am meisten belastet mich, dass ich nicht mal am Wochenende mit meiner Frau noch gemütlich im Bett liegen kann. Auch Sonntags muss ich spätestens um 7.00 Uhr raus.
Manchmal, um 4:00
Ich für meinen Teil, brauche für ein normales Leben einen Ausgleich. Einen Ausgleich für den ganzen Frust und Schmerz.So fröhne ich schönen Hobbies und habe eine tolle Frau die mich immer unterstützt. So schaffe ich mir den Ausgleich, den ich brauche um ein normales Leben zu führen.
Kopf hoch,
schöne Grüße,
JörgM
Hallo Boromir,
ich glaube, du hattest das mit der angeblich so positiven Lebenseinstellung der MB-ler vor kurzem schon mal angesprochen. Ich habe den Beitrag über Depressionen und MB, den Nelly oder Nobbi erwähnt hat, zufällig gefunden.
http://www.bechterew.ch/de/shop/schwerpunktsbeitraege/vertical_11.html
Grüße
casus
Lieber Boromir,
hier gibts keine negativen Gedanken...draussen scheint die Sonne....steh auf, lebe das Leben was du hast, du bekommst kein anderes....Lach deinem Freund ins Gesicht und denke dran, uns gehts auch so besch....du bist nicht alleine in deinem Kampf.Jeder deiner Schritte ist unserer....bei jedem traurigen Gedanken steht einer von uns hinter dir und bringt dich zum Lachen. Mit einem Witz, einer schönen Geschichte oder der Blume am Wegrand.
Es wird alles wieder gut...
Andrea
hallo boromir!
du scheinst ja in einem ziemlichen tief zu stecken! :eek:
kenne ich zu gut, habe mein letztes vor ein paar monaten gehabt, bin aber aus meinem loch wieder rausgekrabbelt!
hoffe es gelingt dir auch! :hoch:
ja, wenn man so etwas liest fragt man sich schon ob der autor weiss wovon er schreibt?
ob mit ewigen schmerzen oder krumm und versteift, ein ganz normales leben ist es wohl nicht.
die frage ist ja nicht ob man ein fast normales leben führen KANN, man MUSS eben damit leben!
mir gelingt das (meistens) ganz gut und ich hoffe dir auch!
mir hilft immer die erkenntnis: man stirbt wenigstens nicht daran!
alles gute
nobbi
Hallo Boromir,
schade, daß es Dir momentan schlecht geht und ich wünsche Dir ein baldiges Verschwinden Deiner BEschwerden.
Unser gemeinsamer Freund hat bei mir heftig zugeschlagen, ich bin voll versteift und durch die Verkrümmung von 1,70 auf 1,50 geschrumpft. Bis 2003 habe ich durchgehend gearbeitet (ich bin Baujahr 1957) und seit Oktober 2003 in EU-Rente.
Sicherlich gibt es Einschränkungen durch MB, aber ich mache das, was ich machen kann und lasse das, was ich nicht kann. Ich habe mir neue Betätigungsfelder erschlossen, die ich trotz allem bewältigen kann und mich nicht verzweifelnd zu Hause sitzen lassen. Und wenn ich meine Ruhe habe will, schliesse ich die Türe von innen zu.
Alles Gute wünsche ich Dir.
Uedeke :) :)
Hallo Bormir,
Uedke hat Recht. Bei mir sieht es ähnlich aus. Seit 35 Jahren kämpfe ich mit dem Kerl und kann sagen, dass ich in dieser Zeit ein sehr erfülltes und erfolgreiches Leben geführt habe.
Schau Dir mal andere Leute an, die z.B. schweren Zucker haben oder Multiple Sklerose, oder Menschen mit starker Migräne usw. usw. von schweren Behinderungen ganz zu schweigen.
Ich habe in der ganzen Zeit hart gearbeitet, z. T. im Aussendienst, und später selbstständig. Man kann ein sehr erfülltes Leben führen und glücklich sein. Wichtig ist den Mut nicht zu verlieren und zu kämpfen und vielleicht über andere Probleme des Lebens den MB nicht zu sehr an sich ranzulassen.
Und wenn er Dir wirklich mal ganz hart kommt, ja dann hilft ein lieber Mensch an Deiner Seite. Dieses Glück hat nicht jeder. Ich hoffe, dass Du dieses Glück haben kannst.
Kopf hoch (auch wenn bei mir jetzt 25 cm fehlen, wenn ich "gerade" stehe).
Gruss Hubidad
Lieber Bormir
ich kann mich da nur den anderen anschließen und sagen
laß den kopf nicht hängen, es kommen wieder bessere Tage....immer schön Positiv denken.
liebe Grüße
Sabine
Hallo Boromir,
ich kann dich sehr, sehr gut verstehen.
Auch bei mir bahnt sich gerade mal wieder was an, wie mir scheint.
Ich kann es nicht wirklich durch Bewegung´und Gymnastik (die helfen zeitweise, sofern ich mich überhaupt bewegen kann) und schon garnicht durch `positives´ Denken in den Griff bekommen. Vor allem das positive Denken fällt mir in akuten Schmerzphasen nicht wirklich leicht und ich bin es Leid, von Ärzten und Bekannten (nicht hier aus dem Forum!!!!), die meinen sie wüßten, was ich durchmache (Kreuzweh hat ja schließlich jeder *hahahaha*), andauernd zu hören, man dürfe sich nicht hängenlassen, das öffne dem Schmerz Tür und Tor...blablabla.
Ich möchte die mal erleben, wenn sie nächtelang nicht durchschlafen können, kaum atmen können vor Schmerz, Schmerzmittel schlucken, wie andere Leute Smarties.
Lange Rede kurzere Sinn. Ich versteh dich, deinen Frust , den Depri nur allzu gut.
Das Einzige was mir gerade noch hilft nicht durchzuknallen ist : LAUTE MUSIK.
Lass es raus!
CU Ulrike
bodojannasch
08.08.2004, 10:15
Ich finde die Beteiligung zu dem Thema bemerkenswert.Positiv zu denken in heftigen Schüben ist sicherlich schwer,ich singe da das Lied gern mit.Mit MB zu leben ist aber notwendig,da uns ja nichts anderes übrig bleibt.Abfinden damit ist der Anfang.Wer einen lieben MB hat,der nur leicht zwickt,der hat Glück.Bei heftigen Schüben vergeht einem manchmal die gute Laune.Sich aber einzubuddeln,ist völlig falsch.Ich kenne hier Leute,die sehr mies dran sind,Melly lach mal.Dennoch unglaublich,wo da der Humor herkommt.Hut ab.Wir leben,also kämpfen und auch LEBEN !!!!!!!!!
Grüße von Bodo
Hallo Bodo
genauso ist es....kämpfen und leben!!!
Der Humor darf niemals auf der Strecke bleiben, sonst hat man echt verloren.
Ich sag immer .....wenn ich nicht mehr lache, dann bin ich tod!
Ich brauche in einem heftigen Schub viele positive, lustige und Humorvolle Menschen um mich herum die mit mir trotzdem lachen ansonsten würde ich in ein Loch fallen aus dem ich dann nicht so schnell wieder rauskomme.
Sicherlich bin ich auch hin und wieder depressiv und sitz im Loch drin....versuch mich aber dann am Schopfe zu packen und rauszuziehen, weil ich weiß ich brauch viel Humor um mich herum :D
Ansonsten ziehen mich die Freunde raus.
Liebe Humorvolle Grüße
sabine
Hallo Boromir!
Ich finde es auch immer ein wenig merkwürdig, wenn ich lese, dass Mb fast die Vorraussetzung dafür ist, ein sorgenfreies und aktives Leben zu führen:D!
Sicher bringt die Krankheit viele erstzunehmende Einschränkungen mit sich! Und ich finde es gut und richtig, dass man mal 'den Kanal voll hat'!!! :aerger::heul:
Ich habe 'nebenbei' auch noch mehrere andere Erkrankungen, u.a. Diabetes, manchmal ist es einfach zum K...
ABER, vielleicht steckt ja doch ein Fünkchen Wahrheit in den von dir genannten Aussagen! Wenn ich manchmal höre, was manche Leute so zu jammern haben, frage ich mich doch: Haben die keine anderen Sorgen?
Vielleicht bescheren einem die täglichen Beschwerden ja manchmal doch die Fähigkeit sich nicht über 'Kleinkram' aufzuregen und auf diese Weise ein erfüllteres Leben zu führen!
Alles Gute
andrea2
Hallo Boromir,
auch ich habe schon einiges hinter mir in den letzten 31 Jahren. Viele Höhen und auch sehr viele Tiefe.
Ich habe 3 Jobs wegen der Krankheit aufgeben müssen und habe das Lachen trotzdem nicht verlernt.
Wir sollten uns ganz einfach ein schönes Leben machen so gut wir können und der Rest kommt dann auch von allein.
Schönen Gruss
Uwe
:o
Sonnenschein
08.08.2004, 21:11
Hallo Boromir,
für heute, wollte ich eigendlich Feierabend machen. Denn mir geht es auch nicht so besonders.
Um deutlicher zu werden, könnte vor Schmerz in Beton beißen.
Es ist draußen zur Zeit wunderschön, man könnte , zu einem schönen See fahren , schwimmen usw.
Aber nein wir haben ein Date mit MB. :aerger:
Echt mies.:heul:
Aber wir können es drehen, und wenden wie, wir wollen, wir haben nun mal nur dieses eine Leben und zwar mit MB.
Irgendwann, müssen diese Sch.... Schmerzen ja mal nachlassen, und dann genieße so viel und so gut wie Du kannst. :trost:
Komm, lassen wir den Kopf nicht hängen
Sei ganz lieb gegrüßt von
Sonnenschein
Hallo Boromir,
schade, dass es dir so schlecht geht :trost:
Ich habe mal ein bißchen gestöbert und was für dich gefunden - vielleicht hilft es dir - so virtuell.....
http://www.20six.de/pub/Pattys_Loggstoff/Untitled01.jpg
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
;o Liebe Freunde,
habe mir heute morgen vor Arbeitsbeginn noch euere guten Wünsche reingezogen und muß euch natürlich recht geben. Sicherlich bin ich in meiner Situation manchmal ziemlich ungerecht mit mir . Liegt wohl auch daran das ich es gewohnt war, hohe Ansprüche an mich, mein Leben, meine Aktivitäten zu stellen.
Aber es ist oft nicht leicht, alles was nicht die Arbeit betrifft, absagen zu müßen um sich wieder etwas von unseren Freund zu regenerieren.
Das Veständniss der Freunde, die man glaubt zu haben, wird irgendwann auch immer weniger. Im privaten Bereich mußte ich eine herbe Entäuschung durchleben.
Also nochmal vielen Dank für den Zuspruch und die "wahnsinnige" Resonanz auf meinen Frustanfall.
:danke:
Liebe Grüße
Herbstlaub
09.08.2004, 19:11
Hallo Boromir,
auch ich möchte dir noch aufmunternde Grüße schicken :trost: . Ich kann dich gut verstehen, denn wie man die Beschwerden/Schmerzen erträgt, hat auch sehr viel mit dem Umfeld zu tun. Mir geht es so, wenn ich mal wieder eine Einladung abgesagt habe, dann sitze ich hier allein und bin ärgerlich über mich selbst. Wenn ich aber immer weniger von den Freunden höre, bin ich wiederum darüber enttäuscht. Es dauert dann eine Weile, bis ich wieder die "schönen Kleinigkeiten" wahrnehme und mir einfällt, was noch schlimmer sein könnte. Da fällt mir dann einiges ein und ich krabbel wieder aus dem Loch.
Jede herbe Enttäuschung im privaten Bereich macht schon "Normalos" zu schaffen. Dass es dich neben deinen Schmerzen und Einschränkungen besonders trifft, ist gut nachzuvollziehen.
Aber wie sagt man manchmal im Versuch ein bisserl zu trösten: Es bleibt nicht so!
Ich wünsche dir das!
Alles Gute
Herbstlaub
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