Vollständige Version anzeigen : Rahmenvereinbarung zum 01. 10. unterschrieben
K-E Reuter
02.10.2003, 14:49
zum 1. Oktober 2003 wurde die Rahmenvereinbarung über Rehabilitationssport und Funktionstraining unterschrieben.
Bitte informieren sie sich bei ihrem Landesverband, oder bei ihrer Gruppe vor Ort.
Die Gesamtvereinbarung vom 1.1.1994 ist damit außer Kraft gesetzt
Einige Gedanken zur Rahmenvereinbarung über … Funktionstraining . vom 1. Okt. 2003
Ich bin erstaunt, dasß hier kein tumultartiger Protest zu diesem Machwerk eingesetzt hat.
Hier einige Gedanken in meinem ersten Wutanfall. Ich habe das Papier soeben durchgesehen!
1. Die zeitliche Begrenzung für FT ist nicht akzeptabel.
Lieber keine Vereinbarung als Diese !!
Diese Beschneidung entzieht den Gruppen die finanzielle Basis!
2. Die Anlage dazu wirkt wie ein Schildbürgerstreich der Kassen.
5. Unfallschutz organisieren
7. Arztbereitschaft organisieren
usw.
Sind wir Organisierer für Kassenbürokraten? Sind wir zu Bettlern geworden? Haben wir uns von Irgendwem gängeln zu lassen ???
Die Kassen haben Ihren Kranken und Behinderten eine optimale Behandlung zukommen zu lassen. Wir organisieren für unsere Bechterews, aber für die KK, ein sehr kostengünstiges Funktionstraining. Normalerweise müssten die Kassen die Arbeit der Gruppenlenkung bezahlen, oder diese faulen Beamten sollen ihre Aufgabe wahrnehmen und für Ihre Kunden/Patienten dies organisieren.
Ich bin über Das, was da so läuft, etwas sehr ärgerlich und ungehalten.
Ich meine, der DVMB sollte eine ablehnende Haltung gegenüber diesem kranken- und behindertenfeindliche Machwerk einnehmen.
Wie seht Ihr Das??
Schönen Abend noch
Horst
Hallo,
die DVMB hat diese Rahmenvereinbarung (http://www.bsnw.de/content/folder_36/art439.cfm) nicht ausgehandelt. In NRW gab es deshalb schon eine ganztägige Informationsveranstaltung. Ein Vertreter des Behindertensportverbandes hat uns die Einzelheiten erläutert und ganz klar erklärt, dass eine für uns bessere Vereinbarung nicht möglich war. Die schlimmsten Grausamkeiten konnten abgewendet werden.
Welche Konsequenzen für die Gruppen entstehen, wird sich im nächsten Jahr zeigen.
Gruß
Rainer :)
Engelbert
11.11.2003, 23:57
Hallo Zusammen
Ich denke das sich doch mit einer gegenüberstellung der Kosten Funktionstrainning zur Einzelgymnastik ganz klar die Waagschale zu Gusten des Funktionstrainings senken müßte.
Leider ist die Bürokratie der einzige Bereich im menschlichen Wesen bei dem die ungeschlechtliche Vermehrung klappt.
Scheinbar gehört das Gesundheitswesen neuerdings dazu
Engelbert
Hallo zusammen,
nun kommt mal wieder, wie überall, der Sparwahn heraus.
Wenn das Funktionstraining in den Gruppen nicht mehr finaziert von den Kassen, dann werden der ein oder andere wieder
mehr KG im Einzel durchziehen, was die Kassen auf jedenfall belastet.
Die andere Seite ist die, was kostet den Einzelnen das Training?
Das kommt auch ein wenig auf die Größe der Gruppe an.
Bei uns ist es so:
1 mal die Woche ist Training in der Turnhalle, im Schnitt sind
25 - 30 Leute dort, und das ganze kostet im Monat dann 10 €.
Das sind ganze 2,50 € pro ABend.
Ich jedenfalls mache meine Training lieber zuhause. Ein wenig
um die Häuser joggen und dann zuhause im Wohnzimmer
ein wenig Dehnen. Das wirkt manchmal echt wunder.
Was ich damit also sagen will, ist, das wir uns nicht auf die
KK verlassen sollten, genauso wenig wie auf die Ärzte, denn
wir werden ja doch den Kürzeren ziehen in dieser Geschichte.
Wie immer.
in diesem Sinne einen lieben Gruss
Uwe
:rolleyes: :)
Hallo,
über den Sinn der speziellen Bechterewgymnastik möchte ich mich hier nicht auslassen. Jedenfalls Joggen hat damit noch nicht mal Nichts zu tun.
Da jetzt einige Zeit nach meinem "Meckern" vergangen ist, nun erste Ergebnisse:
Die ersten FT Teilnehmer meiner Gruppe, und nicht MB als Diagnose haben , erhielten Ihre letzten FT "Rezepte" bis 12/2004. So nach und nach ist dann in 2005 ein Ende dieser Ära erreicht.
Ich gehe davon aus, daß ich Krank bin eine Menge Geld für meine Versicherung hinlege und die Versicherung für meine Krankheit aufzukommen hat. Wenn sie (die KK ) also meint, FT bringt keine Hilfe, dann muß sie eben mehr Einzelbehandlungen und mehr Kuren und Krankengeld bezahlen !
Der Gesetzgeber könnte auch die KK verpflichten ,in jeden größeren Orten FT für alle Krankheitsarten, in Turnhallen, anzubieten. Dann müssten DIE etwas tun und nicht nur "Rumlabern" und sich wichtig tun.Hier könnten Millionen gespart werden. Das geht aber nicht, weil man, ich meine die, die das Geld aus dem Topf haben wollen (Therapeutische und Kureinrichtungen), dann den Aufstand proben. Von wegen Arbeitsplätzen und so.
Aber Kosten sparen heißt nun mal weniger ausgeben und Das was ist optimaler und billiger zu organisieren.
Für die paar Kröten die für das FT bisher einbrachte, hat sich der Riesenaufwand in den Gruppen so wie so nicht gerechnet. Ich meine :
-Rezepte ausgeben kontrollieren usw.
-Anwesenheit und Unterschriften
-Abrechnung
-Kassierung Eigenanteil
-Meldungen, Berichte, Schulungen
-Kassenbuchführung und allgemeiner Vereinskram, Jahresabschluss
-Weiterbildung der Therapeuten
-nun auch noch Unfallversicherung
Mein persönlicher Aufwand für die Existenz der Gruppe liegt so bei 180 Std./Jahr und 250,- Euro für Fahrten, Porto, Telefon Papier usw.
Jetzt wird der schlaue Klute sagen , daß kann der ja abrechnen!
Ja richtig. Da sammle ich einige 100 Einzelbelege ,fülle etliche Formulare aus, lasse das prüfen, fülle Überweisungen aus und habe für jeden Beleg noch im Jahresabschluss eine Spalte mit Buchungsnummer aufzuführen.
Wirklich optimal das Alles.
Ich für mein Gruppe werde ab 9/2005 das FT über die Volkshochschule organisieren, wo dann jeder selbst bezahlt, die Versicherung geklärt ist und ich nur noch auf den Therapeuten Einfluss nehme, damit eine zielgerichtete Bechterewgymnastik gemacht wird. Mit Schwerpunkten:
-bessere Aufrichtung/ Stärkung der Aufrichtungsmuskulatur
-bessere Atmung
-Dehnung der verkürzten Sehnen Schwerpunkt Hüfte/Schulter
-Verbesserung der Kondition
-bessere Beweglichkeit der Gelenke
-Gesamtziel ist auch die Verringerung des Schmerzes und der Verspannungen
-psychologischer Gruppeneffekt usw.
Ansonsten werde ich 4x im Jahr versuchen Einzelbehandlungsrezepte zu bekommen.
Herzliche Grüße an Alle
Horst
trombone
24.10.2004, 18:51
Hallo,
dieser Hinweis soll nur als Tipp bei Genehmigung von Rehasport durch die KK gelten:
solltet Ihr bereits vor dem 01.10.2003 eine Rehasport-Genehmigung gehabt haben, achtet bitte bei einer Folgegenehmigung auf die Anzahl der abgezogenen Therapieeinheiten. Viele Krankenkassen können selbst nicht nachhalten, wieviele Therapieeinheiten bereits verbraucht wurden und ziehen pauschal ab. Das kann zwar im Einzelfall positiv sein (wenn denn mehr Einheiten in Anspruch genommen wurden), es kann aber auch zu Lasten des Versicherten gehn. In diesem Fall sollte man auf jeden Fall Einspruch gegen diese Berechnung einlegen, denn eine pauschale Abrechnung ist nicht rechtes, kann die KK die abgerechneten Einheiten nicht nachweisen, kann das u.U. zur Folge haben, dass gar keine Einheiten abgezogen werden.
Aber: ein Einspruch gegen die Berechnung lohnt sich wirklich nur dann, wenn man zu Lasten des Versicherten abgezogen hat.
In diesem Sinne noch einen schönen Sonntagabend
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