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Vollständige Version anzeigen : Darf man Knochenmark spenden?


Vinka
20.01.2012, 23:12
Hallo ihr Lieben!

Vielleicht schon zu knapp, aber trotzdem einmal die Frage in die Runde, ob man mit der Diagnose :"axiale Spondilithis", Knochenmark spenden darf???

Hintergrund ist, dass Anna morgen sich registieren lassen will---hat auch alles zuende gedacht--da es einen großen Aufruf an den Schulen gegeben hat, da ein Schüler, 16-Jahre, schwerst an Leukämie erkrankt ist, Anna kennt ihn!! Er hat nicht mehr viel Zeit!!?!

Anna gehts ja grad sehr gut, braucht keine Medis---hab aber gelesen, dass Blutspenden schon nicht geht.

Anna ist hoch motiviert, weiß auch genau, was es bedeutet, Knochenmark zu spenden---und wäre doch morgen am Boden zerstört, wenn sie abgelehnt wird, vor allem, geht sie morgen mit einer großen Gruppe!!

Habt ihr Idee, Ahnung???

Liebe Grüße
Vinka

Ulmka
20.01.2012, 23:22
Hallo Vinka,

ich habe leider keine Ahnung ob das geht - vielleicht darf sie nicht, damit sie selber geschützt wird weil das ja ein großer Eingriff ist...

Aber es ist toll, dass sie sich da so engagiert! :applaus:

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

4magda
21.01.2012, 07:12
Vielleicht ganz schnelle Antwort. Bin seit über 15 Jahren in der Kartei vorgemerkt und kam einmal in die engere Auswahl. Damals wurde durch die DKMS der MB für unbedenklich erklärt.

Wahrscheinlich blöde "Denke": Lieber MB als "nix mehr". ;) Also wie gesagt, die hatten damals kein Problem damit.

Viele Grüße
Christian

schleckerlecker
21.01.2012, 07:26
Ich bin schon seit 30 Jahren in der Kartei und war einmal in der engeren Auswahl. So makaber sich es vielleicht anhört, aber der Arzt hat mir seinerzeit erklärt, falls es eintreffen sollte, hat der Empfänger lieber MB als das sterben muss.
Wo er Recht hat, hat er Recht.

Grüssle
Karola

SMODY
21.01.2012, 08:48
Ich bin auch seit 20 Jahren in der Kartei, war letztes Jahr in der Auswahl und wurde abgelehnt weil ich MTX spritze. Ob ich ohne genommen worden wäre weiß ich nicht.

Smody

Lotta
21.01.2012, 09:24
Ich war in der Datei auch registriert. War, denn als ich die DKMS anschrieb und mitteilte, dass ich HLA B27 positiv bin und nun Bechterew habe, schrieb man mir zurück, dass ich aus der Spenderdatei gestrichen werden müsse. Sie übersandten mir dann meine Daten, weil ich wohl mal näher typisiert wurde und neben HLA B27 fanden sich noch 3 weitere HLA-Merkmale.
Ich dachte auch, lieber MB als gar nicht mehr.... aber es scheint da wohl größere Komplikationen geben zu können.

Auch die Nachfrage beim Roten Kreuz ergab, dass Blutspenden auch nicht mehr geht.

Möglicherweise ist es für Anna gut, einfach mitzugehen und dann, sollte sie in Betracht kommen, sich den näheren Typisierungen zu stellen und die Antwort des Arztes abzuwarten.

LG
Lotta

Nobbi
21.01.2012, 09:42
Gründung der DKMS 1991 :gruebel:

Als potenzielle Stammzellspender kommen für die DKMS alle Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren in Frage, die keine Vorerkrankungen des blutbildenden Systems oder diverse andere gesundheitliche Probleme (u. a. viele Atemwegserkrankungen, jegliche Form von Krebs, Dysfunktion einer oder mehrerer endokriner Drüsen) haben oder Medikamente einnehmen, die unter die Ausschlusskriterien fallen.
Quelle: Wikipedia

ich würde auch einfach hingehen und warten was passiert.

nobbi

Sonja
21.01.2012, 11:14
Hallo Vinka,
hingehen kann Anna doch auf jeden Fall. Nur sollte sie sich im Klaren sein das es gut möglich ist abgelehnt zu werden. Mich hat man mit der Begründung "Spenderschutz" aus der Blutspendekartei gestrichen. Es ging definitiv nicht um den Empfänger da MB ja nicht ansteckend ist, es war reiner Spederschutz laut Blutspendedienst.
Also, Anna soll nicht traurig sein wenn es nicht klappt, einen Versuch ist es immer wert!!


Grüßle
Sonja

Vinka
21.01.2012, 15:41
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Rückmeldungen!

Zuerst die gute Nachricht: sie haben einen Spender gefunden, dank der zahlreichen Registrierwilligen (bisher über 700---gaaanz viele Oberstufenschüler aus den münsterischen Schulen!!!):)!

Die weniger gute Nachricht ist, dass Anna tatsächlich Aufgrund rheumatischer Autoimmunkrankeit, als Spender nicht in Frage kam. Hinzu kam aber noch, dass man ein Mindestkörpergewicht von 50 kg haben muß, da wurde es auch knapp.

Anna war schon enttäuscht, sie hätte gern geholfen, ist aber sehr beruhigt, da es einen Spender gibt!!
Wir werden dann eben Geld spenden;), dass wird immer gebraucht.

Nochmals lieben Dank von Anna ( Dank der Antworten, war sie schon vorbereitet):danke:
und allen ein schönes Wochende!

LG
Vinka

Ulmka
21.01.2012, 22:40
Hallo Vinka,

gut, dass sie einen Spender gefunden haben! Und mit Geld könnt ihr ja auch gut helfen- die Typisierungen sind so teuer...

@Lotta: es ist völlig normal, dass bei dir noch weitere HLA-Merkmale gefunden wurden denn jeder Mensch hat (eigentlich) 6 davon: je zwei HLA-A, HLA-B und HLA-C. Das sind auch die wichtigsten Merkmale für jede Knochenmarksspende und Transplantation: nur wenn die bei Spender und Empfänger übereinstimmen, wird die Spende nicht abgestoßen! Dass der HLA-B27 bei MB so eine große Rolle spielt wurde eher zufällig entdeckt.

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

bechti57
06.02.2012, 12:59
Hallo,

also ich als Bechterewler der zu 98 % in der Wirbelsäule versteift ist würde niemals Blut oder ähnliches spenden. Ich kann einfach nicht verantworten jemand in dieses Tal der unaufhörlichen Schmerzen zu schicken. Mir wurde MB vererbt und ich habe es meiner Tochter auch vererbt.
Als Bechti hat man auch eine Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber.

Mathias

schleckerlecker
06.02.2012, 21:04
Das kann man So oder So sehen, wenn ich weiß, dass derjenige ohne meine Spende stirbt, könnte ich es nicht verantworten, dass ich ihn habe sterben lassen.
Wenn du diesen Patienten fragen würdest, möchtest du mein Knochenmark, auch wenn du dann eventuell MB bekommst, was würde er wohl antworten.

bechti57
06.02.2012, 22:26
Der einfache Weg ist nicht immer der bessere.

Vinka
07.02.2012, 21:30
Hallo,

ich hab ja die Frage ins Forum gestellt, da akut ein 16-jähriger Junge, den Anna gut kennt, eine agressive Form von Leukämie hat---und dabei gaanz wenig Zeit.
Anna hätte gern gespendet---auch wissend, dass so eine Spende nicht ganz unproblematisch ist ( ist ebend auch ein Eingiff unter Narkose---und durchaus schmerzhaft)---es ging hier ums Leben!!!!!!!!!!!!!!!
Nach Rücksprache mit Rheumatologen und HA ist es nicht unbedingt erwiesen, dass man MB damit "vermacht".Allein die Unsicherheit und der Eigenschutz verbietet es, mit rheumatischen Erkrankungen zu spenden.
Wenns ums nackte Überleben geht, wärs den Eltern und dem Jungen schei...egal, ob evtl. ein MB damit "vererbt" wird!

Dem Himmel sei dank---es hat sich ein Spender gefunden!

Ich würde gerne hiermit jeden, der finanziell in der Lage ist, aufrufen, eine Spende an der DKMS (findet man im Netz) zu leisten! Denn dass ist alles schweineteuer!

Anna hat jetzt einen Organspendeausweis ausgefüllt---na dass ist jetzt mal die 2. Frage, ob das denn geht...???????????????

Allen eine schöne, schmerzfreie,wenn auch schweinekalte ;) Woche!

Liebe Grüße
Vinka