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Vollständige Version anzeigen : MB und Schwangerschaft?


Mortisha
20.12.2011, 12:36
Hallo ihr,


ich bin 26 und bei mir besteht der Verdacht auf MB. Mein Vater hat das auch, mein Orthopäde hat auf dem Röntgen sowas wie Verknöcherungen gefunden im Auge hatte ich neulich eine Entzündung, die auf eine Autoimmunerkrankung deutet und ich habe seit einigen Monaten Gelenkschmerzen.

Ein endgültiges Ergebnis steht noch nicht fest, aber ich frage mich immer wieder, was wäre, wenn ich tatsächlich die Diagnose MB bekomme. Am meisten beschäftigt mich die Frage: Kann ich trotzdem Kinder bekommen? Ist die Gefahr zu groß, dass ich die Disposition für MB vererbe? Sind die Medikamente gefährlich für Babys? Ist eine Schwangerschaft überhaupt möglich, wenn Gelenke schmerzen und versteift sind?

Ich warte sehnsüchtig auf (hoffentlich positive) Erfahrungsberichte/Meinungen/Antworten :)

Viele Grüße,
Alex

uedeke
20.12.2011, 18:02
Hallo Alex,

zwar bin ich ein "Kerl" und habe keine eigenen Erfahrungen mit Schwangerschaften, aber ich habe im MBJ Erfahrungsberichte gelesen, daß Schwangerschwaften durchaus möglich sind und Du Dich gut mit Medikamenten beraten lassen kannst. Ausserdem geht es vielen Frauen während der Schwangerschaft besser.

Aber die Damen sollen auch ruhig selbst schreiben.

Uedeke :)

Seisa
20.12.2011, 19:53
Hallo Alex,

Du kannst Dir hier über "Suchen" zum Thema Schwangerschaft viele Infos und Tipps einholen. Es gibt zu diesem Thema bei der DVMB auch eine Broschüre zu kaufen. Vielen geht es in der Schwangerschaft besser und es gibt Medikamente, die man auch dann nehmen kann. Der Frauenarzt sollte aber immer über die Erkrankung und Medikation Bescheid wissen. Denn wenn man schon extrem versteift ist, kann ein Kaiserschnitt Sinn machen bzw. erforderlich sein. Gegen eine Schwangerschaft spricht also im Prinzip gar nichts, auch die Vererbungsrate ist mit 10 % sehr gering. Die 10 % beziehen sich aber auch nur auf den positiven HLAB 27 Wert, dass der positiv ist, heißt dann aber immer noch nicht, dass tatsächlich auch ein MB ausbricht.

Liebe GRüße

Seisa

Mortisha
20.12.2011, 20:15
Hallo Uedeke, hallo Seisa,

danke für eure Antworten :) Ich hab das Forum mal ein bißchen durchstöbert und fast nur aufmunternde Beiträge gefunden :) Ich freu mich total :D


Liebe Grüße
Alex

Ulmka
20.12.2011, 23:35
Hallo Alex,

ich kann Seisa Zustimmen - vielen geht es in der Schwangerschaft besser und es gibt auch Medikamente, die man dann nehmen kann.

Nur mit der Vererbung bin ich nicht einverstanden: du hast 2 HLA-B-Moleküle, eins davon war glaube ich HLA-B27. Da du zwei Varianten hast, ist für jedes Kind das Risiko 50 %, den HLA-B27 zu erben. Da es aber noch sehr viele andere Faktoren für MB gibt, hat das Kind selbst mit HLA-B27 nur ein Risiko von 20 %, zu erkranken - oder aber von 80 %, auch damit gesund zu sein. Und wenn etwas käme wüsstest du gleich, was zu tun ist... (meine Tochter hat auch meinen HLA-B27 geerbt, hat aber bisher - mit 17 - keinerlei Probleme ).

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Trinity
21.12.2011, 16:29
Hallo Alex,

ich selbst hab meine Diagnose mit 26 Jahren bekommen, ein Kinderwunsch steht bei uns immer noch im Raume und auch ich hab mir ein paar Gedanken gemacht. Ich hab mir zwischenzeitlich die Broschüre "Schwangerschaft bei MB" und "Alter- und geschlechtsspezifische Unterschiede beim MB" bestellt und bin ein bisschen schlauer.

Kurzabriss: Es kann einem in einer Schwangerschaft besser gehen, muss es aber nicht. Einige kann man in einer Schwangerschaft nehmen, andere wiederum nicht.
Es gibt verschiedene Studien, die die Vererblichkeit untersucht haben. Die Vererblichkeit liegt bei positivem HLA-B27 zwischen 11-40% - nur für den HLA-B27, was ja auch noch nicht bedeutet, dass MB ausbrechen muss.

Ich bin insgesamt auch noch sehr zwiegespalten, ggfs. wagen wir einen Versuch, wenn es mir gesundheitlich einigermaßen geht - aber die Vererbungsgeschichte schwebt schon über einem ...

Leider hab ich auch keine Erfahrung und stehe grds. vor den gleichen Gedankenspielen wie du...
Wenn du magst, können wir uns auch nochmal austauschen - schick mir gerne auch eine PN, wenn du Detailfragen zu den Inhalten der Broschüren hast.

Lass dich erstmal nicht verunsichern - insgesamt glaub ich, dass einer Schwangerschaft nichts im Wege steht!! ; )
Das du insgesamt positive Erfahrungen gefunden hast, finde ich toll. Sollte ich mich wohl nochmal auf die Suche in den Tiefen des Forums machen ;)

LG,
Ines

Mc Power
21.12.2011, 20:12
Hallo,

also über Vererbung und Wahrscheinlichkeit wurde ja schon alles gesagt.
Was ich dazu beitragen kann:

Ich bekam meine Diagnose erst im Mai diesen Jahres. Meine beiden Kinder sind bereits 13 und 16.
Die 16-jährige klagt immer wieder über Rückenschmerzen, so haben wir den HLA-B27 bestimmen lassen, der bei mir positiv ist - und siehe da: Bei meiner Tochter ist er negativ! Vielleicht sind es bei ihr ja "nur" Wachstumsbeschwerden...
Mein Sohn hat (bisher) keine Probleme, daher haben wir ihn auch nicht testen lassen.:hoch:

Ich hatte in meinen Schwangerschaften diverse Probleme, aber keine im Zusammenhang mit dem Rücken / dem Russen.:D

Alles Liebe und nur Mut!

Wer kann schon im Voraus sagen, was geschieht?
Ich bin in meiner Familie die Erste, die sich mit dem Russen anfreunden muss, es traf uns unvorbereitet.
Hätte es was geändert? Kaum. Das Leben hat viel Schönes und besteht nicht ausschließlich aus Schmerzen und dem Russen - auch wenn es einem Phasenweise so vorkommen mag.

LG
Kerstin:knuddel:

Mortisha
21.12.2011, 20:13
Hallo Ulmka, hallo Trinity,

na das klingt doch so, als wären Schwangerschaften relativ gut möglich :) @Trinity: ich meld mich bei dir :)

Liebste Grüße! :knuddel:
Alex

Mortisha
21.12.2011, 20:20
Hallo Kerstin,

da haben wir wohl gleichzeitig gepostet :)

Ist MB dann bereits vor deiner Schwangerschaft ausgebrochen? Ich hatte als Teenager auch oft Rückenschmerzen, aber der Rheumatologe von meinem Vater konnte damals mit Sicherheit ausschließen, dass ich zu dem Zeitpunkt MB hatte.

Stimmt schon, Schwangerschaften sind niemals ohne Beschwerden. Und man kann niemals alle Risikofaktoren ausschließen. Es kommt wohl auf die Einstellung an, mit der man an das Leben herangeht :) Ich bin echt beruhigt, dass man auch mit MB Kinder bekommen kann - für mich wäre es das schlimmste, wenn mein Arzt mir sagen würde, ich könnte deswegen nie Kinder bekommen. Symptome lassen sich lindern und behandeln (zumindest mit dem Asthma geht mir das so), aber wenn man keine Kinder bekommen kann, kann man daran nun mal nichts ändern.

Liebe Grüße :) :knuddel:
Alex

Daisy
22.12.2011, 11:50
ICh bin 33 Jahre und habe vor 6 Jahren die Diagnose bekommen. Danach hatte ich auch sehr Bedenken, schwanger zu werden. Wir haben uns trotzdem dazu entschlossen, da alle meine Ärzte gesagt haben, dass MB kein Hinderungsgrund sei. Und Medis, da habe ich mich auch genügend informiert. So ein bischenwas, kann man schon nehmen. Das beste war jedoch, dass ich kaum Schmerzen hatte. Die fingen erst wieder an, als ich abgestillt hatte. Dafür jetzt seit Monaten echt voll schlimm. Wir sind so glücklich, dass wir es gemacht haben. Es ist jetzt mit Kleinkind und Schmerzen allerdings schon manchmal schwer. Am besten, Du guckst mal, wer Dir bei Bedarf helfen kann.

ICh hoffe, nactürlich auch, dass ich nichts vererbt habe. Oder meine Schwiegermutter mit MS oder er bekommt vielleicht mal was ganz anderes...Man kann es nicht vorhersagen. Aber die Angst bleibt.

Trotzdem die beste Entscheidung meines Lebens!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Liebe Grüße
Kathrin

Trinity
22.12.2011, 12:57
Hallo Kathrin,

das hört sich ja toll an. :)
Jetzt muss ich glaub ich mal einfach direkt auch ein paar Fragen stellen, wenn dich das nicht stört.

Hast du im Umfeld deine Familie oder Freunde die dich unterstützen?
Hast du während der Schwangerschaft ganz normal arbeiten können?
Würdest du dich für ein Geschwisterkind entscheiden? Meine Schwester meint nämlich, dass es eigentlich mit zweien einfacher ist, weil die sich auch gegenseitig beschäftigen können...
Wie alt warst du denn als du schwanger geworden bist?

Sorry für die vielen Fragen :o - ich hatte nur noch nicht die Gelegenheit mit jemandem direkt darüber zu "sprechen" ...

Viele liebe Grüße,
Ines

Daisy
23.12.2011, 09:49
Hallo Ines,
also meine Familie hilft mir ganz gut. Wegen des MB brauchte ich sie in den letzten Monaten nicht, nur wegen anderer Probleme. Aber es könnte durchaus auch mal wegen des MBs sein. Unser Sohn ist jetzt aber auch in der Krippe und das erleichtert vieles.
Im Moment denke ich nicht, dass noch ein zweites dazu kommt. Es war einfach zuviel los in diesem Jahr. Hatte aber überwiegend nichts mit dem MB zu tun. Außerdem hatte ich Schwierigkeiten mit dem schwanger werden. Ich musste , zwar nur zwei Episoden, Hormone spritzen, damit es klappt. Naja und das nochmal alles durchzumachen, kann ich mir gerade nicht vorstellen. Aber warte erstmal ab. Du siehtst ja wie es mit einem ist. Ich habe ihn übrigends mit 32 Jahren bekommen.

Viele Grüße
Kathrin

schleckerlecker
23.12.2011, 16:42
Hallo Trinity,

bei mir sind die Schwangerschaften zwar schon lange her, seinerzeit hatte ich schon MB, nur wusste es bei der ersten Schwangerschaft noch keiner. Ich hatte Glück, meine Schwangerschaft war die schmerzloseste Zeit, seit ich den MB habe. Die Geburt war normal bis kurz vorher, mit der Zange wurde dann meine Kleine geholt, war aber auch kein Problem.
Nachdem ich dann, drei Jahre nach der Geburt endlich die Diagnose hatte, habe ich mich trotzdem für ein zweites Kind entschieden, auch diese Schwangerschaft verlief problemlos, mein Doc wolle das ich einen Kaiserschnitt machen lasse, ich wollte aber nicht und meine Lütte kam ohne Probleme zur Welt.
Unterstützung hatte ich keine, nicht während der Schwangerschaft und auch nicht danach.
Ich war schon immer hart im nehmen und von zu Hause gewohnt, dass Frau ihre Aufgaben eben erledigt. Zum Glück gibts auch andere Männer, die sich komplett in die Familie einbringen.

Grüssle
Karola

Mc Power
23.12.2011, 17:09
Hallo Alex,

als ich schwanger wurde, wußte ich noch nix von MB-hätte aber trotzdem Kinder gewollt.

Als ich letztes Jahr in der Reha war, blieb meine Regel aus - und das Einzige, was ich dachte, war: Wenn ich schwanger bin, hat dann mein Kind durch die ganzen Medis Schaden genommen? Wie überstehe ich die Schwangerschaft mit den SChmerzen?
Ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht, das Kind gegebenenfalls nicht zu bekommen. Ich habe sofort einen Test gemacht und hätte meine Tabletten abgesetzt.

Ich war nicht schwanger, mein Hormonhaushalt war durch die Medis und die Schmerzen völlig durcheinander...und meine beiden Kinder möchte ich um nichts in der Welt vermissen oder eintauschen.

Auch, dass es 2 sind, finde ich toll, sie sind ca. 2 Jahre auseinander, das finde ich persönlich klasse. Meistens verstehen sie sich auch gut:D

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen,
ganz liebe Grüße und ein schönes Weihnachtsfest!

Kerstin:knuddel:

Mortisha
29.12.2011, 15:41
Hallöchen,

na das klingt doch alles echt gut, danke :) Also zwei Kinder hätte ich schon gerne :) @Kathrin: haben deine Ärzte denn etwas gesagt, wie hoch das Vererbungsrisiko ist? Oder gehen die Meinungen da auseinander? Weil das wären meine größten Bedenken...


Liebste Grüße! :knuddel:
Alex

Daisy
07.01.2012, 07:34
Also mein früherer Rheumatologe hat das VErerbungsrisiko als nicht so hoch eingestuft. Ich weiß aber die Zahl nicht mehr genau.

Liebe Grüße
KAthrin

Mc Power
10.01.2012, 12:30
Hi,
das Vererbungsrisiko des FAKTORS ist hoch - ist aber nicht gleichzusetzen mit der ERKRANKUNG.
Nicht jeder, der den Faktor hat, erkrankt auch dran;)

Alles Liebe
Kerstin:knuddel: