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Vollständige Version anzeigen : Hobby reiten


Karinka
09.08.2011, 21:04
Ich bin zur Zeit schon etwas überfordert miit allen "Problemen und Fragestellungen" die seit meiner Diagnose im Mai auf mich zukommen.
Ich bin immer gern geritten und hab auch ein eigenes Pferd.
Hat von euch jemand Erfahrungen mit Reiten und MB (da mir mein Umfeld davon abrät je wieder in einen Sattel zu steigen, was ich jedoch gar nicht gern höre) und wenn ja welchen Sattel könnt ihr mir empfehlen, da mein Westernsattel für mich zu heben viel zu schwer geworden ist und auch die Sitzposition nicht gut ist.

Für Antworten wäre ich echt sehr dankbar.

flowerpower
10.08.2011, 06:13
Hey Karinka,

gut zum Thema MB und Reiten kann ich keine Erfahrungsberichte liefern, da mein Mann im Leben nicht auf unser Pferd klettern würde.
Sport ist immer gut sagt man, aber wie siehts mit den Erschütterungen aus, die nunmal beim reiten vorkommen?
Meine Kleine, eine Paint Stute, hat n superweichen Jog und wird superschön zu reiten sein, aber weisst Du was: Die erste Arbeit die sie lernt ist, das sie eingefahren wird.
Ich denke mit ner gutgefederten Kutsche wird auch mein Männe schöne Ausflüge mit mir unternehmen können.
Satteltechnisch, und wenn Du Dich mit dem Gedanken anfreunden kannst, würde ich auf jeden Fall einen (dies soll keine Werbung sein) Wintec Sattel empfehlen. Da ist immer noch der Isabell Werth genial und hat n supertiefen, schön weichen Sitz (kommt für mich nicht in Frage da gibts nur die Westernsättel!)

lg

uedeke
10.08.2011, 10:54
Hallo Karin,

auch ich gehöre (leider) zu denen, die selbst nicht reiten.

Aber so wie Flowerpower schon geschrieben hat, sind die Erschütterungen -die wahrscheinlich beim Springen am häufigsten und am intensivsten vorkommen- für den Herrn Bechterew sicherlich nicht sehr sinnvoll.

Ausserdem muss man ja die Beine ziemlich spreizen, wenn man auf dem Pferd sitzt. Dies kann, wenn die Hüften mitbetroffen sind, auch Probleme machen.

Solange sich Deine Beschwerden vom Reiten nicht verstärken bzw. Du davon überhaupt Beschwerden bekommst, kannst Du aus meiner Sicht weiter reiten. Es muss halt angemessen sein.

Ob Du Dein Leben lang reiten kannst? Ich weiss es nicht. Aber ich wünsche es Dir.

Alles Gute

Uedeke :)

Sonja
10.08.2011, 18:02
Hallo Karin,
ich denke auch, daß du so lange es dir keine Beschwerden macht reiten kannst. Reiten ist ja sehr gut für die Muskulatur, vor allem im Rücken, oder bin ich da schief gewickelt?

Liebe Grüße
Sonja

Vinka
10.08.2011, 18:26
Hallo Karinka,

Anna hatte aufgrund von großen Schmerzen nach 12 Jahren im letzten Oktober mit Volti ( war sogar zuletzt Ausbilderin im Verein)aufhören müssen. Gut, das ist mit Reiten nicht wirklich zu vergleichen, da man ja bei Volti eher akrobatische Übungen macht und oft vom Pferd springt.
Der Prof. in Sendenhorst hat aber jetzt gesagt, das jeder Sport, auch Reiten und Volti, solange man sich gut fühlt und keine Schmerzen hat, völlig in Ordnung ist, wobei er Reiten noch eher empfiehlt, da dort die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Hätte Anna das damals schon gewußt, hätte sie bestimmt anders trainiert...
Also, solange du dich dort gut fühlst, gut auf deine Rückenmuskulatur aufpasst, sollte es kein Problem sein.
Weiterhin viel Spaß beim Reiten!

Lieben Gruß

Vinka

Rückenweh
10.08.2011, 19:23
Hallo,

ich traue zwar keinem Vieh was größere H..fen als ich legthttp://www.bechterewforum.de/images/icons/icon12.gif, dennoch möchte ich nebenbei mal darauf hinweisen, dass die erwähnten Erschütterung nicht grundsätzlich negativ zu bewerten sind. Im Gegenteil, das Stauchen und Entstauchen der Wirbelsäule führt zu einer wesentlich besseren Nährstoffversorgung der Knorpel (die ja bekanntlich nicht durchblutet sind). Ferner stimulierst du damit auch jene kleinen Muskelgruppen in der Wirbelsäule, an die du mit "normalen" Training nicht dran kommst.

Aufgrund meiner Osteoporose werde ich dennoch weiterhin um diese großen Tiere machen (müssen).

Gute Besserung

embe
11.08.2011, 21:30
Hallo!

Ich selber reite auch nicht,allerdings reitet meine Nichte und der Betreiber des Reiterhofes hat selber lange MB und reitet.Ihm hilft es.

Gruß
Markus

Karinka
11.08.2011, 21:33
Hallo alle zusammen!
Danke für eure Antworten, daß stimmt mich ja wieder etwas positiver.
Ich bin grad auf der Suche nach einem neuen Sattel, da ich mit meinem Westernsattel durch die Schmerzen keine Chance mehr hab.
Haltet mir die Daumen.

Euch allen noch einen schönen Abend!!!

sanninews79
12.08.2011, 12:16
Hallo Karinka!

Also, ich war eine aktive Reiterin, habe aber mit 17 Jahren aufgehört zu reiten, voltigiert bin ich auch jahrelang und habe mich immer gewundert, warum ich bei den meisten Übungen immer nicht so hoch hinaus kaum, z.B. mit dem Po. Mittlerweile weiss ich es ja, aber ich habe wegen den Schmerzen damals aufgehört, weil ich dachte, dass das Rückenweh vom Reiten oder von meiner großen Brust kommt. Wie dumm von mir. Hätte ich das alles damals schon gewusst, hätte ich nicht aufgehört zu reiten.
Vor drei Jahren, da wusste ich auch noch nichts vom MB, war ich in Frankreich zum Reiten einen Tag und es war, als hätte ich es nie verlernt, sogar Galoppieren hat gut geklappt.
Ich würde einfach an deiner Stelle weiter machen und halt mehr auf dich selbst achten, also bei Schmerzen nicht übertreiben, lass dir bei deinem Pferd helfen und ansonsten genieß die Stunden mit deinem Pferd. Kenne mich nicht aus bei Westernreiten, würde halt leichte Gangarten bevorzugen, so Leichttraben oder Schritttempo. Ach, du findest da schon den richtigen Weg!
Nur net von den Leuten entmutigen lassen. Also, für mich ist Rad fahren anstrengender als Reiten, habe aber leider kein Pferd. ;)

Liebe Grüße,
Sandra

Martina64
15.08.2011, 13:55
Hallo Karinka,

Kurze Vorstellung meinerseits - bin 47, habe meine Diagnose mit 36 erhalten
und die ersten Symtome mit 17 gehabt. z. Zt. geht es mit gut.
Ich reite seit ich 12 bin, habe mit 30 endlich ein eigenes Pferd bekommen.
Alle mich Behandelnden haben mir bestätigt, dass es mir viel schlechter gehen würde, wenn ich nicht reiten würde - also weitermachen....
Natürlich hat man auch gute und schlechte Tage und ich reite auch nicht 7 mal in der Woche. Was Du als Westenreiter nicht gerne hören wirst: Du solltest Dir einen weichen Sattel mit beweglichem Sattelbaum und schmaler Taille anschaffen. Wenn er dann auch noch leicht sein soll wäre der Wintec
Isabell ideal. Vielleicht kannst Du Dich überwinden und es mal probieren.
Dadurch, dass der Sattelbaum beweglich ist, wird ein Teil der Bewegung des Pferdes ausgeglichen (ich kann auf Sätteln mit starrem Baum nicht mehr mitschwingen). Mit der schmalen Taille des Sattel wird die Stellung der Hüfte anders gelagert und Teil Deines Gewicht vom Oberschenkel getragen.
Grüße Martina

Slow
26.12.2011, 17:09
Nachdem ich wegen Rückenschmerzen durch die Taucherflasche mich vor ein paar Monaten entschieden hab, mit dem Tauchen aufzuhören, war ich auf der Suche nach einem neuen Hobby.
Ich hatte ja bis vor 3 Wochen immer das Bild im Kopf, das meine Rücken-, Steissbein-und Hüftschmerzen aufgrund einer vernachlässigten Muskulatur bzw. Abnutzungserscheinungen entstanden sind. :rolleyes:

In den letzten Monaten hab ich 3 Western/Wanderreitbetriebe in der Umgebung getestet bzw. Anfängertage mitgemacht. Hab sogar einen gemütlichen 4 Stundenausritt ohne Schmerzen ausgehalten. Meinen Rücken gings sogar besser danach !

Nur das Auf- und Absteigen....puuh. Ich kann einfach mein rechtes Hüftgelenk nicht so locker über den Pferderücken schwingen und das hat den Besitzern wegen den Rücken ihrer Pferde gar nicht gefallen. Hab ich auch Verständnis für !

Ich würde gerne weitermachen, nur wie ?

Mit dem einen Besitzer hatte ich vor 6 Wochen ausgemacht, bis zum Frühjahr an meiner Gelenkigkeit durch KG u.ä. zu arbeiten, um dann soft weiter zulernen. Ob er weiterhin dazu bereit ist, ist die große Frage ?
Habe den Eindruck gewonnen, die Reitstallbesitzer wollen alle nur superfitte Menschen als Kunden. Was wiederum in Gefahrensituationen verständlich ist... Aber es gibt doch auch therapeutisches Reiten für Kinder, warum soll es sowas nicht für Erwachsene geben ?!
Zumindest hier um München herum hab ich sowas nicht gefunden :(
Wenn jemand jemanden kennt, ich würde mich sooo freuen. !!!

pearlie
26.12.2011, 18:50
@slow: Gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass man Dir ne Aufsteighilfe (also ne kleine Trittleiter) zur Verfügung stellt? Meiner Erfahrung nach hilft das ungemein, die eigenen Gelenke und den Pferderücken zu schonen - ist nur leider oft verpönt (ich hab das Glück wo reiten zu können, wo die Leute sehr bedacht aufs Wohlergehen von Pferd und Reiter sind und man das mit dem MB durchaus ernst nimmt und es mir so komfortabel wie möglich macht: Aufsteighilfe, Pferde mit extrem guten, weichen Gängen, sehr tolle, komfortable Sättel etc.

Ich find das mit dem Reiten sehr hilfreich für die Haltung etc., wenn man es eben entspannt angeht...viel Spaß noch weiterhin :)

Seisa
26.12.2011, 19:11
Hallo Slow,

ich habe ein Taucherjacket mit Gelpolsterung hinten und bleiintegriert, da tut der Rücken nicht so weh. Mir tut das Tauchen immer besonders gut. Diese Schwerelosigkeit und vielleicht auch die Sauerstoffsättigung durch das Nitrox (??) haben mir immer sehr gut getan. Aber ich tauche eigentlich nur im Urlaub, hier wäre es mir wegen der Kälte zu heftig. Den frieren geht leider gar nicht...

Liebe Grüße

Seisa

Slow
27.12.2011, 07:21
@pearlie

Aufstiegshilfen wie Parkbank, Hügel habe ich genutzt. Ist mir egal, ob es verpönt ist. ;)
Naja, ich werde nach den Ferien mal mit denen reden und dann schaun, inwieweit wir aufeinander zugehen können.

@ Seisa

Ja, so ein Jacket habe ich auch.
Bin in den letzten Jahren nur noch in wärmeren Gefilden getaucht, aber die Tropen vertrag ich nach den Wechseljahren nicht mehr. Ab ca. 25 Grad an Land fühl ich mich nicht mehr gut. Hinzu kommen Entwicklungen in den jeweiligen Ländern, wo ich nicht mehr bereit bin, das finanziell zu unterstützen.
Darum werd ich meine Urlaube eher in Europa verbringen und verzichte aufs tauchen.

Ich hab grad woanders gelesen, das sich MB ja auch auf die Lunge schlägt, das wär dann noch so ein Punkt. Meinen letzten Lungenfunktionstest hatte ich im August im Rahmen der TTU (Tauchtauglichkeitsuntersuchung), da war noch alles okay. Puuh, aber jetzt ? Mir brezelt es schon meine Lunge irgendwie zusammen, zumindest hab ich das Gefühl, als ob mir da was zusammen gedrückt wird. Huste auch viel Schleim ab.
Werde gleich mal im neuen Quartal, wenn ich bei meinem Hausarzt den üblichen Stapel an Rezepten und Überweisungen abhol, nach einem neuerlichen Test anfragen.

Ulmka
29.12.2011, 00:25
Hallo Slow,

der MB schlägt auf die Lungen wenn die Rippengelenke verknöchern - dann kann sich der Brustkorb nicht mehr weit genug dehnen. Aber das geht nicht innerhalb von einem halben Jahr! Auch hier gilt Ulis Motto: was sich bewegt, kann nicht verknöchern - deswegen machen wir in der Reha in Kreuznach täglich Atem-Brustkorb-Gymnastik, um den Brustkorb maximal beweglich zu halten.

Bei mir ist es übrigens so, dass ich durch Verklebungen und angefressene Brustbeingelenke nur noch eine Atembreite von 2,5 cm habe (5-7 cm sind normal) - aber meine Lungenfunktion ist normal weil ich ganz extrem in den Bauch atme... ;o

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia