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Vollständige Version anzeigen : Brauche nochmal Hilfe! --> Medikamente


Basty777
05.06.2004, 06:34
Hallo Zusammen,

ich bräuchte nochmal Eure Hilfe und zwar was ich dem Arzt vorschlagen soll wegen meiner Medikamente. Mein Problem ist, ich HASSE Medikamente über alles und bilde mir auch Ruck Zuck ein ich spüre die Nebenwirkungen. Ausserdem kommt mir was ich nehmen muss schon etwas sehr viel vor. VOr allem wenn man bedenkt, das bis auf das Cortison nichts wirkt...

Also im Moment "sollte" ich nehmen. (für Crohn, für Spondyarthropatie nehme ich nichts)

150 mg Azathioprin
12.5 mg Cortison
50 mg Doxepin
2 Packungen Salofalk
bei Bedarf Diclofenac (Bedarf? Eigentlich immer! Habe mich aber schon daran gewöhnt)

Wirklich nehmen tue ich:

50 mg Azathioprin
10 mg Cortison
2 Packungen Salofalk

ich bekomm bei Azathioprin Herzrasen, ob ich mir das nun einbilde oder nicht will ich mich nicht festlegen :D :D
Übrignes, seit 30mg Cortison sind die Knochenschmerzen zurück, seit 20 der Durchfall und die Bauchschmerzen, ohne Medikamente habe ich gelebt wie ich es jetzt mache...

Jetzt nehme ich aber noch nichts für die Knochen. Wenn das auch noch dazu kommt, werfe ich mir morgens mehr Tabs ein als Tablettenabhängiger...

Jedenfalls überlege ich nun was ich machen soll. Soll ich einfach lügen und auf Remicade hinarbeiten? Das hilft beim Crohn und beim Bechti! Soll ich einfach dem Arzt vertrauen und mir noch mehr einwerfen? Soll ich einfach alles weglassen und mit Schmerzen leben? Hab ich ja auch bisher hinbekommen!

Jedenfalls stinkt mir das! Das kann ja eigentlich nur schädlich sein so viel Zeugs. Bei jedem einzelnen Medikament heisst es schon die sind ein Hammer
:( :(

Sorry für meine tausend Fragen aber ich weiss echt nicht wie ich das machen soll. Ich will nicht, dass mein Arzt beledigt ist. ich will aber auch nicht, dass mein Körper "beleidigt" ist. Am liebsten würde ich alles weglassen aber dann ist eben wieder die Gefahr von Knochenschäden und das Risiko am Darm operiert zu werden steigt um ein vielfaches! Also alles schei**e!

Danke ihr lieben!

Basty

Physiokra
05.06.2004, 07:08
Hallo Basty777,
gefährliches Spiel für Dich und den Arzt.
Sage dem Arzt doch bitte, was Du wirklich machst obwohl er anders verordnete. Wie kann Dich jemand medikamentös einstellen, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.
Kein Wunder wenn Du wenig nimmst und Er immer höher geht um zu helfen.
Das geht mir mit meinen Patienten ähnlich, wenn die guten Hinweise nicht befolgt werden könnte man es eigentlich auch lassen mit der Therapie, da ja dsa eigentliche Problem nur immer wieder leicht überschminkt wird, jedoch aber nicht ausgerottet oder bekämpft wird.
Ich wünsche Dir einfach mehr Vertrauen zu setzen und den Rat und die Verordnungen zu befolgen. Negative Reaktionen auf die Medikamente gehören ebenfalls zu den sofortigen INfos an den Dr. Gute Besserung für Dich und Deinen AZ ;) :trost: :knuddel:

Basty777
05.06.2004, 08:13
Hallo,

also ich hab das nicht alles von selber gemacht.

Mit dem Cortison sollte ich auf 12.5 mg runter und dort bleiben erstmal.

Das Azathioprin sollte ich absetzen wegen dem Herzrasen (von der Rheumatologin aus, der Allgemeinarzt (der für crohn) weiss das nicht), hätte es aber schon vor einer Woche wieder anfangen müssen mit 50 mg eine Woche und dann falls ich es vretrage wieder auf 150 hoch. Jetzt habe ich 2 tage 50 mg genommen und am ersten Tag war es wieder gleich ganz komisch (so benebelt im Kopf 1 Stunde nach einnahme und ca. 2 Stunden lang)...

Das mit dem Doxepin habe ich dem Arzt auch erzählt und ist auch ok. Das ist ja so ein psychopharmaka und ist eh nicht so wirklich das gelbe vom Ei, oder? Soll ich nehmen wegen Panikattacken wegen Herz/Kreislauf/Atmung und was sind die erstgenannten Nebenwirkungen? Herrasen, Herzrythmusstörungen usw... Also das falsche für mich!!

Das zweite Problem ist, meine Medikamente machen 2 Ärzte. Meine Rheumatologin und mein Allgemeinarzt. Beide sagen unterschiedliche Dinge aber ich will keinem sagen was der andere sagt um keinen von beiden ins schlechte Licht zu rücken.... doofe Sache!!

Ich werde jetzt erstmal nochmal eine Woche das aza testen und wenn es geht auf 150 mg hoch und dann aber trotzdem Remicade vorschlagen. Warum soll ich mir tausende von Medikamenten für 2 Krankheiten reinhauen, wenn ich alle 6 Wochen eine infussion machen kann und vermutlich beide Probleme so gut wie beseitigt sind, oder sehe ich das falsch? Da geht es doch sicher eh nur wieder um das liebe Geld....

Danke!

Basty

Physiokra
05.06.2004, 08:34
Hi Basty,

...dann ist die Schuld sicher bei den Ärzten zu sehen. Es wäre klug, wenn die Beiden sich mal verständigen würden.
Mit Sicherheit muß man nicht mit Raketen auf Sperlinge schießen, wenn eine sinnvolle Therapie möglich ist.
Wenn Medis also Probleme machen, dann ist es nur natürlich, wenn Du sie sofort absetzt. Der Arzt hat das ja auch eingesehen.
Oft ist es auch so, dass die Farmafirmen NEUES über den Arzt an den Pat. bringen wollen und dann solche Überreaktionen schnell auftreten.
Der Eine Arzt sollte aber auch wissen, was der andere Arzt macht.
Kein Essen schmeckt wenn zwei Köche nicht wissen was an einem Gericht schon gewürzt wurde.
In dem Sinne ist Wissen Alles. Nur keine falsche Denkweise. Es geht doch immerhin um DICH!:knuddel:

Nobbi
05.06.2004, 12:59
hallo basty!

ich denke das mit deinen beiden ärzten ist eine sehr unglückliche lage!

ich steckte vor kurzem in einer ähnlichen situation.
mein orthopädischer rheumatologe wollte das ich sulfasalazin ständig nehme, ich wollte nicht mehr weil ich keine positive wirkung spürte und mir deswegen die chemie und die ständige blutkontrolle sparen wollte.
der oberarzt in der rheumaklinik in der ich zur reha war meinte auch absetzten. worauf der orthopäde, wieder zu hause, wie mir schien "angezickt" war.

um das ganze abzuklären bin ich zu einem internistischen rheumatologen gegangen um noch eine meinung einzuholen und nichts falsch zu machen ( zum glück, denn der arzt ist wirklich klasse!)
der meinte dann auch wenn die beschwerden so gering sind wie im moment nur diclo nach bedarf und calciumdrops.

ich war zufrieden und fragte nun was ich mit meinem othopäden machen sollte, den ich nicht aufgeben wollte weil er sehr brauchbar in sachen sportmedizin ist.
der internist hat dann einen ausführlichen bericht an den orthopäden und meinen hausarzt (der sich in sachen MB vornehm zurück hält) geschrieben, was er auch immer macht, und alle sind zufrieden und wissen bescheid was der andere macht!

huh, ganz schön lang geworden!

was ich damit sagen wollte, deine ärzte sollten nicht nebeneinander her arbeiten sondern zusammen!
mich zurückzuhalten um ärzte nicht zu "ärgern" hab ich mir lange abgewöhnt! was zählt ist deine gesundheit, auch wenn ein arzt mal beleidigt ist!

alles gute
nobbi

P.S.:remicade ist natürlich auch ein richtiger "hammer"!

Basty777
05.06.2004, 14:12
Vielen Dank für Deinen Beitrag!

Natürlich sind Remicade ein Hammer! Aber lieber einen Hammer alle paar Wochen als jeden Tag Azathioprin (is meiner Meinung nach eines der übelsten Medikamente), Cortison, Salofalk und Diclofenac, oder?

Die Ärzte schreiben sich schon auch Berichte untereinander aber bis die dort sind ist das ja schon alles wieder "erledigt". Am liebsten wäre es mir, wenn meine internistische Rheumatologin alles machen würde. Sie ist supergut und hat auch Herz. Leider weiss das unsere ganze Stadt auch und daher ist sie vollkommen überlastet...

Grüße und :knuddel: :knuddel:

basty

Andrea
05.06.2004, 16:27
Hallo Basty,

ich kann dich gut verstehen, keine Medis zu nehmen...bin leider auch so ein Patient.
Und ich habe ganz offen mit meinem Ortho und meiner Schmerztherapeutin gesprochen. Und dann noch mal mit dem Rhematologen aus dem KKH.
Wir sind so verbleiben, daß ich für den Akut Schmerz ein Mittel da habe, und, sollten die Entzündungswerte ausflippen, eine Langzeittherapie beginne. Da ich auch Asthma und Herzmedis bekomme, ist immer alles ein Lottereispiel, was sich mit wem verträgt. Deswegen bekomme ich nun alles von meiner Schmerztherapeutin verschrieben. So weiß NUR eine PErson was ich nehme.
Ich muß ehrlich zugeben, mittlerweile ziehe ich immer öfter eine andauernde Meditherapie in Erwägung, da mein Körper nicht mehr über meinen Willen zu steuern ist....

Alles Gute
Andrea

Ulmka
05.06.2004, 22:43
Hallo Basty,

ich würde auf den Arzt einwirken, dass du erstmal vielleicht das Azathioprin weglassen kannst und evtl. dafür mit dem Cortison nochmal etwas hochgehst - das scheint ja am besten zu helfen und die Nebenwirkungen von Azathioprin, die du hast, sind ja nicht sehr nett (die musst du dem Arzt gaaaanz dick aufs Brot schmieren ;) )

Im übrigen sollten deine Ärzte immer auf dem Laufenden sein, was du aktuell nimmst, sonst können die Therapie überhaupt nicht planen. Ich arbeite ja auch beim Arzt und wir 'freuen' uns immer unbändig, wenn die Patienten die verschriebenen Medis ohne Rücksprache absetzen und dann 4 Wochen später mit umso schlimmeren Beschwerden als Notfall zurückkommen :rolleyes:

Im übrigen habe ich auf deine Mediliste Calcium und Vitamin D3 vermisst - aber die nimmst du doch hoffentlich trotzdem ein??? Bei mehr als 7,5 mg Cortison dürfen sie ja sogar noch auf Kassenrezept verordnet werden!!!

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia