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Vollständige Version anzeigen : Morbus Bechterew & Diabetes


Rottitti
03.06.2004, 14:16
Hallo,
bin neu hier und möchte mich erst einmal kurz vorstellen: 52 Jahre ,seit ca. 20 J. MB, habe Asthma,Bluthochdruck, Übergewicht (wegen zu hoher Kortisondosis im Kindesalter), seit ca. 7 J. Diabetes und Hämachromatose.
Die Deabetes-Ärzte meinen immer, mein Zucker liegr am falchem Essen. Dies ist aber nicht so!! Habe festgestellt, dass der Zuckerwert immer bei einem Schub rapide nach oben geht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und was kann man gegen den hohen Wert machen. Zur Zeit nehme ich Mediabeth 850 ein, der Arzt will aber, dass ich nun Insulin spritzen soll, kann mir aber nicht versichern, dass es besser wird, wenn ich Schübe habe. Wer kann mir weiterhelfen?
Mit lieben Grüßen
R.A.

Charly
03.06.2004, 18:23
Hallo Rottitti,

seit ganz Herzlich Willkommen im Forum.

Leider kenne ich mich:gruebel: mit Diabetes und MB nicht aus, ob es einen Zusammenhang gibt - ich weiß es echt nicht. :confused: Aber es gibt bei MB nichts, was es nicht gibt Es gibt soviel, was mit MB zu tun hat, dass ich nie darauf gekommen wäre - hier im Forum lernst Du eine Menge dazu.

Wünsche Dir schmerzfreie Stunden

Charly :walk:

Sabine
03.06.2004, 18:27
Hallo Rottitti,


Herzlich Willkommen hier....ich hoffe das du dich hier wohl fühlst.

Mit Diabetes kenn ich mich auch nicht aus, hab aber schon mal gehört das es auch MB und Diabetes geben kann :(


Liebe Grüße
Sabine

andrea2
03.06.2004, 19:28
Hallo Rottitti!

Ich habe auch Diabetes!
Es ist doch ganz 'normal', dass bei jeder Art körperlichem Stress die Blutzuckerwerte steigen. :hoch:
Dazu gehören auch Infekte und sicherlich auch ein Schub!!! :(
Soweit ich weiß, kann Diabetes auch durch Kortisoneinnahme ausgelöst werden, außerdem stehen ja sowohl Diabetes als auch MB im Verdacht Autoimmunerkrankungen zu sein.
Manchmal machen es die Ärzte es sich ein bisschen zu einfach, einem schlechte Ernährung 'in die Schuhe zu schieben'!
Ich spritze seit 15 Jahren Insulin und kann es nur empfehlen. Mit einer intesivierten Therapie kann man schnell auf schwankende Werte reagieren und sich doch ziemlich normal ernähren!
Such dir einen erfahrenen Diabetologen, bei dem du auch eine Schulung für die Therapie machen kannst! Insulinspritzen bringt ein wenig Lebensqualität zurück!

Viele Grüße
Andrea2

Ulmka
05.06.2004, 00:19
Hallo Rottitti,

erstmal herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)

Ich habe zwar keinen Diabetes, aber schon sehr viel in Fachbüchern darüber gelesen und einen sehr guten Vortrag bei einem Ärztekongress gehört. Das wichtigste, dass da zum Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes, Insulinresistenz) hängengeblieben ist, ist folgendes:

Bei dafür empfindlichen Menschen (etwa 30 % der Deutschen) entsteht der Diabetes, weil in den Fettzellen ein Hormon gebildet wird, dass die Andockstellen für Insulin im Körper blockiert. Weil der Körper aber dieses Andocken braucht, um den Zucker verwerten zu können, produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin. Der Nüchternzucker ist dabei meist noch normal, die Insulinkonzentration im Blut und der Langzeitzuckerwert HbA1c werden dann schon krankhaft. Wenn es, wie es eben bei Übergewicht ist, viele Fettzellen im Körper gibt, wird natürlich besonders viel des 'bösen' Hormons (ich weiß leider den Namen nicht mehr) produziert und der Körper muss extrem viel Insulin liefern - bis dann die Bauchspeicheldrüse 'heißläuft' und nicht mehr genug oder irgendwann gar nix mehr produzieren kann - und dann muss Insulin gespritzt werden.
Wenn aber die Fettmenge im Körper abnimmt, sinkt auch die Konzentration des 'bösen' Hormons und die eigene Insulinmenge reicht wieder aus. Deshalb hat dein Arzt in sofern recht, als eine Gewichtsreduzierung sehr viel bringen würde. Ich habe eine Freundin, die ihren Diabetes nur durch Abnehmen bis aufs Idealgewicht und sehr vollkornbetonte ausgewogene Ernährung mit viel Sport so im Griff hat, dass sie nicht mal Tabletten braucht! Die Zuckerschwankungen im Schub sind dann eine ganz andere Geschichte.
Aber leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Abnehmen viel leichter gesagt als getan ist, ich schleppe auch fast 30 kg zuviel mit mir rum :( Du solltest aber auch vor Insulin nicht zurückschrecken - wenn dein Körper es braucht, muss es sein.

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Physiokra
05.06.2004, 07:23
Hallo Rottiti,
Ich kann mich Lydias Worten nur anschließen.
Hatte auch heftige Gewichtsprobleme und Sorge evtl. bei den Diabetikern oder den Herzkranken zu landen. Darauf habe ich meine Ernährung umgestellt und ohne tägliches Wiegen nur einfach darauf geachtet, dass der Körper kein oder nur sehr geringe mg an Fett erhält. Das ganze nicht so heftig und langsam beginnen habe ich seit Januar 2003 = 107 Kg bis jetzt auf 88 Kg reduziert. Meine Lebensquallität hat sich sehr verbessert und Bewegung macht wieder mehr Freude. Dazu ein wenig Kondizionierung und ein ordentlicher Tagesablauf für Geist Seele und Leib. Diese Erfahrung wünsche ich Dir, denn es fällt nicht schwer nicht nur auf das Verfallsdatum der Nahrung sondern auch auf die Inhaltsstoffe zu sehen. Alles Gute für Dich!:schlau: ;)

Andrea
05.06.2004, 08:52
Hallo Rottiti,

herzlich Willkommen bei uns.
Ich kann mir schon gut vorstellen, daß im akuten Schub die Zuckerwerte ansteigen. Ist schließlich eine große Mehrbelastung für den Körper.
Ansonsten hast Du in Andrea2 einen guten Ansprechpartner. Den Diabetes ist ein sehr spezifisches Thema, wo man viel verkehrt machen kann.


Alles Gute
Andrea:engel:

Physiokra
05.06.2004, 08:59
....beinahe vergessen!
Aber herzlich begrüßen wollte ich Dich auch gern noch. Also bis auf Weiteres. Registriere Dich doch einfach mal. Kostet ja nix!:knuddel: :)