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Vollständige Version anzeigen : Regelmäßige Besuche beim Rheumatologen vorteilhaft?


Michael..
06.10.2010, 19:33
Hallo zusammen,

der Threadname passt nicht ganz, mir ist natürlich klar das ein regelmäßiger Besuch Vorteile mit sich bringt ;).

Seit ich die Diagnose habe war ich nun schon mehrmals beim Rheumatologen, beim ersten mal war es noch ganz lehrreich.
Seit ich meine Ernährung umgestellt habe aber irgendwie nicht mehr, ich muss nur einen Fragenbogen ausfüllen und rede kurz (max 2 min) mit dem Arzt.
Eigentlich bin ich nur wegen der Blutabnahme hin gegangen.

Jetzt kam es zu folgender Situation. Bei einer Blutabnahme kam herraus meine Nierenwerte sind nicht ok. Da war ich schon leicht panisch.
Meine Hausärztin wollte daraufhin eine Woche warten, und noch ein Blutbild machen, gesagt getan. Ergebnis: Immernoch komisch.
Also Termin beim Nierenarzt. Da war ich schon heftig panisch.

Der Nierenarzt sagte mir doch tatsächlich ins Gesicht: Das sind ,,Hausarzt Werte´´, machen sie sich keine Sorgen.
Ich musste dann einen 24h Urin Test machen (was ich als sehr ätzend empfand), dazu wieder eine Blutabnahme (es sollte diesmal der Cystatin C Wert bestimmt werden)

So nach 2 Wochen langen warten, musste ich wieder zum Nierenarzt um das Ergebniss zu besprechen.

Und was kam herraus?
Alles in bester Ordnung, Cystatin C und auch der GFR (diesmal aus Urin und Blut ermittelt) völlig normal. Das war erstmal eine riesen Erleichterung.
Dazu muss ich sagen das alles passierte während meines Jahresurlaubes, erholung gegen Null!
Nun mal zu meiner Frage? Was soll ich beim Rheumatolgen? Die Blutwerte die ermittelt werden, zumindest was Nierenwerte angeht, sind anscheinend völlig nutzlos. Der Nierenarzt meinte halt das der GFR Wert berechnet wird. Weder Größe noch Gewicht noch Ernährung werden bei den meisten laboren berücksichtigt.
Ich musste drei Blutbilder machen um ruhig schlafen zu können. Dazu noch die verlorene Zeit etc. Von den Kosten für die KK mal abgesehen.
Ich gehe zwar nur alle 6 Monate hin, aber selbst das erscheint mir grade als zuviel bzw. gibt es bestimmt einige die den Termin besser gebrauchen können wie ich.

Wie macht ihr das? Wenn es euch gut geht? trotzdem zum Arzt?

Gibt es vielleicht sogar rechtlich Nachteile wenn man nicht hingeht und es einem später mal wieder schlechter geht? bzw. hat es jemand bei z.B der rente leichter (glaubwürdigkeit) wenn er nachweisen kann regelmäßig da gewesen zusein?
Was habt ihr da für Erfahrung?

Mfg

Michael

Seisa
06.10.2010, 19:52
Hallo Michael,

ich hatte wegen der langfristigen Konsequenzen eigentlich vor, pro Quartal oder alle halbe Jahre mal zum Rheumatologen zu gehen, aber ich war seit Anfang 2009 auch nicht mehr da. Die eine Packung Piroxikam sei dem hat mir mein Hausarzt verschrieben. Mir geht es auch zu gut, um die Stunde Hinfahrt und Stunde Rückfahrt auf mich zu nehmen. Aber generell giltst Du nur als "schwerwiegend chronisch krank", wenn Du mindestens ein Jahr lang jedes Quartal wegen der gleichen Diagnose in Behandlung bist. Das wäre dann relevant, wenn Du eine Befreiung von der Medikamentenzuzahlung beantragen und nur 1 % Deines Jahresbruttos an Zuzahlungen zahlen willst. Und vor der Rente kommt ja nun erst mal die Reha, und um die zu bekommen wäre eine regelmäßige ärztliche Behandlung auch sinnvoll. Ob da der regelmäßige Hausarztbesuch reicht, weiß ich nicht, könnte ich mir aber vorstellen. Und was die Rente angeht, denke ich auch, je "offizieller" und fachspezifischer, desto besser...
Aber wie gesagt, da ich eigentlich keine Beschwerden habe, von denen ich denke, da könnte mir der Arztbesuch irgendwie nützen, gehe ich nicht mehr hin. Sollte sich mein "Zustand" aber verschlechtern, werde ich auf jeden Fall auch etwas weiter denken und regelmäßig zum Rheumatologen oder wenigstens Hausarzt gehen.

Liebe Grüße

Seisa

Ulmka
06.10.2010, 23:10
Hallo Michael,

welcher Nierenwert war denn bei dir nicht o.k.? Nur die GFR? Oder auch das Kreatinin...?

Mein Krea ist nämlich auch ab und zu mal grenzwertig bis leicht zu hoch, dazu zu viel Harnstoff und vor 3 Wochen habe ich mal Antikörper gegen die Niere testen lassen und da wurden welche, wenn auch wenige, gefunden.... aber Cystatin C war normal...

Aber zu deiner eigentlichen Frage: sobald du irgend was vom Gesundheitssystem haben willst, sei es die Zuzahlungsminderung oder eine Reha oder ein Behindertenausweis oder eine Rente, ist es von Vorteil, wenn du regelmäßig beim Arzt, möglichst sogar beim Facharzt warst. Ich wurde bei meinem diesjährigen Rehaantrag (vom Orthopäden geschrieben) sogar extra nochmal angeschrieben, dass ich noch einen Bericht vom Rheumatologen hinschicken soll... Aber bei mir stellt sich die Frage nach dem Arztbesuch auch nicht wirklich, weil ich ja ständig Medikamente brauche und wegen MTX alle 4-8 Wochen Blutwerte mache. Aber beim Rheumatologen bin ich nur 1-2x im Jahr, dazu einmal jährlich in der Reha in den letzten 5 Jahren und regelmäßig beim Orthopäden und beim Hausarzt.

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Michael..
07.10.2010, 14:15
Das Kreatinin war an der oberen Grenze. Was heißt bei 1.4.

Bei den ersten Bluttest lag der GFR bei 69, was ja in meinem Alter eine Katastrophe wäre.
Bei dem richtigen Test mit Urin lag der GFR dann bei 112.

Naja werde mal sehen wie ich das mache mit den Arztbesuchen.

ThomasW
08.10.2010, 09:19
Hi,


Wie macht ihr das? Wenn es euch gut geht? trotzdem zum Arzt?


Ja ich gehe regelmäßig hin.
Warum:
1. Weniger Probleme mit den Kassen (Genehmigung, Anzweifeln der Diagnose)
2. Dokumentation des Krankheitsverlaufs
3. Regelm. Blutkontrolle

Gruß
Thomas