Vollständige Version anzeigen : MB und Arbeitgeber
Hallo,
ich habe mal ein/zwei Fragen!
Muss ich meinen Arbeitgeber über die Krankheit informieren?
Arbeite im drei Schichtbetrieb an immer wechselnden AP´s!
Oder sollte ich mich besser zuerst beim BR und Krankenkasse erkundigen wie ich mich verhalten soll?
:danke:
Didi
PS: Weiss seit einer Woche das ich MB habe.
Engelbert
22.09.2003, 09:40
Hallo Didi
Dein Arbeitgeber braucht nun wirklich nicht zu wissen was Du für eine erkrankung hast, zumal es sich ja scheinbar nicht um einen Kleinbetrieb handelt.
Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber erscheint mir nur dann sinnvoll wenn Du Deinen Arbeitsplatz nicht mehr ausfüllen könntest, es dadurch zu gravierenden Ausfallzeiten käme und Du auf Verständnis und umsetzung an einen geeignetereren Arbeitsplatz hoffen könntest.
Falls Du einen Schwerbeschädigtenausweis anstrebst so ist da auch nicht die Antragstellung offenbarungspflichtig.
Wünsche Dir alles gute
Engelbert
Hallo,
ich habe mir vor knapp einem Jahr diese Frage auch gestellt und bin dann zu unserem Betriebsarzt gegangen. Der hat mir ganz klar gesagt, dass ich niemanden zu informieren brauche. Ich habe allerdings auch eine Kur beantragt. Nachdem diese genehmigt worden ist, habe ich mit meinem Chef gesprochen und ihm gesagt, dass ich Rückenprobleme habe und vorbeugend diese Reha-Maßnahme mache. Keine Details, kein Wort von chronisch! Aber das hängt sicher auch sehr vom Verhältnis zum Chef ab...
Gruß
Katja
Hallo Didi,
es kommt auf jeden Fall darauf an, was für ein Verhältnis du zu deinem Arbeitgeber hast. Wenn du in einer Riesenfirma arbeitest und nicht unbedingt spezielle Arbeitsplätze meiden musst, damit die Schmerzen nicht schlimmer werden, geht ihn das wirklich nix an, ob und welche Krankheit du hast (sonst würde die Diagnose ja auch auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung draufstehen!).
Wenn du allerdings, so wie ich, in einem kleinen Betrieb arbeitest und das Verhältnis zum AG gut oder sogar freundschaftlich ist, wäre es wohl ein Vertrauensbruch, ihm nichts zu sagen.
Mein Chef (ich arbeite in einer Arztpraxis) wusste schon vor der endgültigen Diagnose, welche Probleme ich habe und kennt auch die Diagnose MB. Als Arzt weiß er natürlich auch, was da auf ihn zukommen kann. Gerade deswegen versuchen er und seine mitarbeitende Frau aber auch, mir, wenn's mir mal einen Tag wirklich nicht gut geht, alle Arbeiten abzunehmen, die Schmerzen verursachen. Wenn mir z.B. die entzündeten Füße wehtun, ich aber trotzdem zur Arbeit komme, werden mir fast alle Laufarbeiten abgenommen.
Allerdings habe ich auch ein sehr gutes Verhältnis mit meinem Chef (wir nehmen uns z.B. öfter mal gegenseitig auf den Arm:p ).
Ich wünsche Dir, dass dich dein neuer Begleiter nicht allzusehr ärgert, damit du nichts sagen musst (es hört sich ja eher so an, dass du nicht in einem Kleinbetrieb arbeitest).
Gruß
Lydia
Hallo,
Original geschrieben von Ulmka
sonst würde die Diagnose ja auch auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung draufstehen!
Lydia völlig recht. Die Diagnose brauche ich meinem Arbeitgeber nicht zu offenbaren. :p
Didi hat in seinem Beitrag den Betriebsrat erwähnt. Den Betriebsrat würde ich schon ansprechen, zuerst ganz allgemein und falls es Probleme geben sollte, dann den Betriebsrat einschalten. Kein Gespräch mit dem Chef ohne den BR! Der Betriebsrat hat mir schon sehr oft geholfen z.B. bei der Gleichstellung mit den Schwerbehinderten. :)
Hier noch eine Info zu den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Die Diagnosen werden nach ICD-10 (wird von der WHO (http://www.who.int) erstellt) verschlüsselt, z.B.
M45.0 = Spondylitis ankylosans
M46.1 = Sakroiliitis
H20.0 = Iritis
Ich kopiere die Krankmeldungen, damit ich später eine bessere Kontrolle habe, wann, wie lange und warum ich krank war. :cool:
Viele Grüße
Rainer :)
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