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Vollständige Version anzeigen : Hörprobleme durch MB?


Ulmka
19.09.2003, 23:08
Hallo an alle!

Ich habe ein Problem, von dem ich nicht weiß, ob es was mit MB zu tun hat:

Ich habe seit 2 Jahren Probleme mit meinen Ohren in der Form, dass sie sich ständig wie 'verstopft' anfühlen und manchmal sogar weh tun und ich dadurch nicht mehr so gut hören kann (was furchtbar lästig ist). Außerdem habe ich auch das Gefühl, dass die Nase leicht dicht sitzt. Die HNO's (ich war bei verschiedenen) konnten aber nichts finden, angeblich waren alle Hörkurven normal bis auf eine leichte altersbedingte (ich war da gerade mal 34 !) Delle im Obertonbereich. Ich konnte einen Arzt sogar zu einem Kopf-CT überreden, aber auch da war nichts zu sehen.
Schließlich haben mich die HNO's zu meiner Zahnärztin geschickt und gemeint, sie wären nicht zuständig. Ich fürchte, die haben gedacht, ich spinne ein bißchen :( !
Meine Zahnärztin meinte dann, alles käme von meinem heftigen nächtlichen Zähneknirschen, daher trage ich seitdem nachts eine Aufbißschiene. Allerdings bringt auch die kaum was für meine Ohren.
Mein Hausarzt kam schließlich auf die Idee, muskelentspannende Medikamente auszuprobieren - und die brachten eine leichte Besserung. Zusätzlich hat er mir dann noch Kiefergelenksmassagen aufgeschrieben, und dabei hatte ich manchmal richtig das Gefühl, dass meine Ohren 'aufgehen'.
Mein Masseur hat mich dabei mehrfach darauf hingewiesen, dass meine Kiefermuskulatur extrem stark ausgeprägt und sehr verspannt ist (vor allem der Musculus sternocleidomastoideus - ich glaube, so heißt der). Dadurch würden die Eustach'schen Röhren (die Verbindung von Ohren und Rachen) so zusammengedrückt, dass das 'verstopfte' Gefühl, die Druchschmerzen und die Hörprobleme auftreten.

Das alles passierte vor ca. 1 1/2 Jahren, also lange bevor ich meinen ersten heftigen MB-Schub hatte und die Diagnose MB bekam (das war vor 2 Monaten).

Meine Frage ist jetzt: kann es sein, dass durch MB meine Kiefergelenke so beansprucht sind bzw. auch schon vor dem Schub so beansprucht waren, dass alle Muskeln drumherum steinhart werden?
Was kann ich dagegen tun? Die Massage hat zwar etwas geholfen, aber das war nie auf Dauer, spätestens nach zwei Tagen waren die Ohren wieder dicht - und ich fürchte, ich finde keinen Arzt, der mir bis an mein - hoffentlich noch sehr weit entferntes - Lebensende alle zwei Tage eine Kiefergelenksmassage spendiert - zumal ich ja wegen MB noch viel wichtiger Krankengymnastik und Rückenmassagen brauche.
Die Tabletten habe ich auch nur genommen, bis die Schachtel leer war - ich hatte ja nur sehr selten Schmerzen und wollte damals nicht so viel Tabletten schlucken. Mittlerweile nehme ich wegen MB (mit starker Gelenkbeteiligung) sehr viel mehr Medikamente, aber bei den Ohren helfen die nicht. :(

Hat jemand von euch Erfahrung mit muskelbedingten Hörproblemen?:frage:

Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tips für mich?:frage:


Gruß

Lydia

petra
20.09.2003, 07:36
Hallo Lydia,

Bei MB kann auch das Kiefergelenk als peripheres Gelenk von der rheumatischen Entzündung und Veränderung betroffen sein (eig. Erfahrung) und als dessen Folge warscheinlich die Verspannung bzw. Verkrampfung diverser Muskeln im Gesichts oder auch Ohrenbereich. Es hängt ja irgendwie alles zusammen.

Ich muss mich oftmals selbst ermahnen, die Zähne nicht so aufeinanderzubeissen (oder zusammenzubeissen? ;-).

Aber das mit der Betroffenheit des Kiefergelenkes ist definitiv möglich, hat meine Rheumaärztin in der DKD schon mehrfach festgestellt.

Gruss und schönes WE an alle - petra

Maiglöckchen
30.09.2005, 16:17
Hallo Lydia,
all deine Beschreibungen kommen mir sehr bekannt vor. HNO-Ärzte haben dafür in der Regel wenig Verständnis. Die Aufbissschiene bringt mir auch keine Entspannung, im Gegenteil, manchmal denke ich, dass ich auf ihr noch stärker "herumbeiße". Sie hat aber die Aufgabe, die Zähne zu schützen und daher trage ich sie meistens. Je lockerer ich insgesamt bin, desto besser kann ich hören. Eine Massage bei meiner Physiotherapeutin um den Kiefer herum tut zwar weh, bringt mir jedoch sehr viel.
Gute Besserung!
Maiglöckchen

Maiglöckchen
30.09.2005, 16:22
Huch,
jetzt bin ich doch tatsächlich ins Jahr 2003 gerutscht. Naja, egal!
Inzwischen hörst du hoffentlich wieder besser, Lydia :)
Maiglöckchen

Gaby
02.10.2005, 17:27
Prima Maiglöckchen ... :hoch:

...jetzt bin ich schon so lange in diesem Forum,aber diesen Beitag hatte ich noch nicht gelesen. Ich habe massive Probleme mit meinen eustachischen Röhren (Druckausgleich),und das ist bei meinem Hobby (Tauchen) immer wieder hinderlich. Was mich am meisten verblüffte war die Tatsache,dass ich manchmal grosse Schwierigkeiten beim Abtauchen habe,ein anderes mal aber ungehindert nach unten komme.

Ich war bei einem sehr guten Ohrenarzt in Niedersachsen,der mich sofort auf meine Verspannungen ansprach.... Er war der Meinung,dass die Druckausgleichsproblematik damit zu tun habe,zumal beim Fliegen keine Schmerzen auftreten und er keine anderen "Fehlfunktionen" feststellen konnte. Ich Schussel habe ihm aber gar nichts von meiner Erkrankung erzählt,da ich immer noch keinen Zusammenhang sah.Nach dem Lesen dieses Beitrages kann ich mir aber schon viel eher einen Reim darauf machen.(habe auch C5-C6 Fusion)

Für mich war lediglich wichtig,meine Tauchtauglichkeitsbescheinigung erneuert zu bekommen.... :D

Also - danke Dir Maiglöckchen für den Griff in die 2003er Kiste...:knuddel:

GlG Gaby

schneggel75
02.10.2005, 19:01
War jetzt auch mehrmals in HNO-ärztlicher Behandlung, bin letztes Jahr an der Nase operiert worden, Polypen und Nasenscheidewand. Im Rahmen der Untersuchung wurde festgestellt, dass ich auf dem linken Ohr ein Gehör einer 80 Jährigen hab, sprich also sehr schlecht höre, auch habe ich öfters "Ohrensausen" oder Piepen. Auch das rechte Ohr fängt langsam an. Keine Ahnung ob das jetzt mit MB zusammenhängt aber meine HNO-Ärztin schließt dieses nicht unbedingt aus.

Grüßle Claudia

Gaby
02.10.2005, 19:47
Hi Schneggel,

Du schreibst : "....sehr schlecht höre, auch habe ich öfters "Ohrensausen" oder Piepen."

Hat Dein HNO - Arzt denn noch nie an einen Tinnitus gedacht?

LG Gaby

schneggel75
02.10.2005, 20:04
Tinnitus ist es nicht. Tinnitus hat man doch auch durchgehend oder irre ich mich da jetzt? Sie meinte wenn das so weitergeht hab ich in ein paar Jahren nen Hörgerät.

Grüßle Claudia

Gaby
02.10.2005, 20:35
Mein Freund,der einen Tinnitus hat,sagt,dass sei eine Empfindungssache.Es sei mal weniger und mal mehr. Bei Stress nehme es zu,sei man ausgeglichen,
bemerke man kaum etwas.

Ich hoffe für Dich,dass man die Ursache findet. Es gibt doch für alles einen Grund .... Ich persönlich möchte Ungeklärtes immer nicht so stehen lassen.

:knuddel: Ganz liebe Grüsse Gaby

Ulmka
03.10.2005, 21:32
Hallo Maiglöckchen,

schön, dass du das Thema wieder ausgegraben hast :)

Es ist nämlich immer noch aktuell (zur Zeit allerdings ohne Schmerzen und fast ohne Piepen, nur mit leichtem Druck und Hörproblemen). Weil aber mein Schub seit Februar so schlimm war, ist das in den Hintergrund getreten. Jetzt, wo der Schub besser wird, merke ich es wieder mehr.....

Vielleicht haben ja die in der Reha einen Idee....

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Fidelio
07.10.2005, 20:40
Hallo Lydia,

hast Du gegen die Verspannung auch schon mal Rotlicht probiert? Ich habe zwar keine Hörprobleme, aber auch öfter einen leicht ziehenden Schmerz in den Ohren und das Gefühl, dass die Nasennebenhöhlen geschwollen sind, verbunden mit Druck auf die Augen. Mir helfen manchmal schon 1-2 10-minütige Bestrahlungen, um wieder schmerzfrei zu werden.:)

Viele Grüße
Fidelio

Maiglöckchen
11.10.2005, 14:42
Danke Fidelio,
Rotlicht gehört für mich immer nur zu Erkältungen. Da ich mir mein Körnerkissen aber schlecht um die Ohren wickeln kann, was ja auch reichlich affig aussehen würde........., ist das Rotlicht ein guter Tipp.
Gruß
Maiglöckchen

sehrenhuber
11.10.2005, 20:58
Hallo Ulmka,
ich habe auch Schwierigkeiten mit meinen Ohren. Tinnitus, Gehörstürze und auch den Druckausgleich beim Tauchen bekomme ich nicht hin. Ich habe das noch nie im Zusammenhang mit MB gesehen. Also Danke für den Beitrag. Jetzt bin ich wieder ein bischen schlauer. Ich komme mir immer vor wie ein Jammerlappen, der sämtliche Zimperlein hat. Aber so langsam merke ich, dass doch alles im Zusammenhang steht.
Danke
Liebe Grüße
steffi

Beppo
14.12.2005, 03:53
hallo @ all,

eine Praxis in Lindau schreibt über Ohrenschmerzen einleitend auf der Home-page:

"Die Ohren stehen für Gehorsam. Nicht hören = nicht gehorchen, wer nicht hören will, muß fühlen. Schmerz ist der Hilfeschrei des Hörorgans. Überdruck aus dem Mittelohr bricht nach außen. Lösung ist die offensive Auseinandersetzung mit dem Lernen, auf die innere wie die äußere Stimme zu hören und sie in "Einklang" zu bringen..."

Hat natürlich nichts direkt mit MB zu tun ist aber allgemein ein weiterer Gesichtspunkt, der eigentlich lebenslang in jeder Situation wichtig ist (wäre): Einklang mit sich selbst.
Dies wünscht Euch (und auch sich selbst ;-)),